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Kommentar nach dem U17-WM-Halbfinale Deutschland vs. Argentinien

Kommentar zur U17-WM: Dieses Team macht wieder Hoffnung

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Die deutsche U17-Auswahl steht bei der Weltmeisterschaft in Indonesien im Finale. Gegen die Favoriten aus Argentinien musste nach einem dramatischen 3:3 inklusive Ausgleichstor in letzter Sekunde das Elfmeterschießen entscheiden.

Die deutschen U17-Junioren stehen im Endspiel der Weltmeisterschaft in Indonesien. Dieser Satz ist Balsam auf die in den vergangenen zwölf Monaten arg strapazierten Seelen der Fußballfans hierzulande. Die U17 könnte der A-Nationalmannschaft als Vorbild dienen, meint Sky Redakteur Thorsten Mesch.

Am 1. Dezember 2022 schieden die deutschen Männer trotz eines 4:2-Sieges im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica bei der WM in Katar in der Vorrunde aus, die U21 scheiterte am 28. Juni als Titelverteidiger nach einem 0:2 gegen England ebenfalls noch in Vorrunde. Am 3. August verabschiedeten sich zudem auch die ambitionierten Frauen mit einem 1:1 gegen Südkorea vorzeitig von der WM in Australien und Neuseeland.

Die U17-Auswahl hielt die deutsche Fahne hoch, gewann am 2. Juni den Titel bei der Europameisterschaft und darf nach dem dramatischen Halbfinal-Sieg gegen Argentinien vom großen Triumph in Indonesien träumen (das WM-Finale am Samstag ab 13 Uhr deutscher Zeit im Livestream und im Blog bei skysport.de).

Nur fünf Stunden später werden in Hamburg die Gruppen der Europameisterschaft 2024 ausgelost. (UEFA EURO 2024: Alle Infos zur Auslosung der Gruppen)

UEFA EURO 2024

  • Datum: 14. Juni - 14. Juli 2024
  • Ort: Deutschland (zehn Austragungsorte)
  • Eröffnungsspiel: München Fußball Arena (14. Juni)
  • Finale: Olympiastadion Berlin (14. Juli)
  • Teilnehmer: 24 Länder, Deutschland in Gruppe A
  • Spielmodus: Rundenturnier (6 Gruppen à 4 Teams), K.-o.-System
  • Austragungsorte: München, Berlin, Dortmund, Stuttgart, Hamburg, Gelsenkirchen, Düsseldorf, Leipzig, Köln, Frankfurt
  • Ticketverkauf: Ab 3. Oktober 2023

Angesichts der jüngsten Auftritte der Männer-Nationalmannschaft gegen die Türkei und in Österreich kann man mit Blick auf die Heim-EM behaupten: Egal, wen das DFB-Team zugelost bekommt, es muss sich gewaltig steigern.

Die WM-Auftritte der Auswahl von Trainer Christian Wück können sich Julian Nagelsmann und seine Nationalspieler zum Vorbild nehmen.

Die U17 überzeugte spielerisch, zeigte sich im Abschluss kaltschnäuzig und bewies im Elfmeterschießen im Halbfinale gegen Argentinien Nervenstärke. Vor allem überzeugte das deutsche Junioren-Team aber mit ihren Stärken, die der A-Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren (seit dem WM-Triumph von 2014) abhandengekommen waren: Leidenschaft und Widerstandsfähigkeit. (EM 2024: Alle Infos zum Turnier)

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Konstantin Heide ist einer der Helden beim WM-Finaleinzug der deutschen U17-Nationalmannschaft in Indonesien. Dem Schlussmann fehlen nach Abpiff und dem dramatischen Spielverlauf fast die Worte.

Wücks Team steckte Rückschläge wie den Ausfall von Shootingstar Assan Ouedraogo und im Halbfinale das Fehlen von Stammtorhüter Max-Joseph Schmitt weg. Gegen Argentinien machte sie einen 1:2-Rückstand wett und Ersatztorwart Konstantin Heide wurde zum Elfmeter-Helden. Im Viertelfinale gegen Spanien hatte die deutsche Mannschaft dank einer aufopferungsvollen Abwehrleistung mit 1:0 triumphiert.

"Wir werden auch im Sommer keine Verteidigungsmonster werden", hatte Julian Nagelsmann nach dem 0:2 in Österreich noch gemeint. U17-Trainer Wück legt hingegen besonderen Wert auf die viel zitierten und von DFB-Sportdirektor Rudi Völler nach dem 0:2 in Österreich vermissten "deutschen Tugenden".

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Sportdirektor Rudi Völler über die fehlende Leidenschaft und Dynamik im DFB-Team, zudem fordert er mehr Gier – wie es die Türken und die Österreicher gemacht haben.

"Wir wollen Spieler finden, die verteidigen können, die Mentalität und Überzeugung haben", hatte der ehemalige Bundesligastürmer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt. Mit dieser Überzeugung sind die Junioren jetzt ins Endspiel eingezogen.

Nagelsmann und seine Spieler sollten am Samstag also nicht nur auf die Auslosung in Hamburg blicken, sondern sich vorher das WM-Finale genau anschauen.

Mehr zum Autor Thorsten Mesch

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