Jürgen Klopp nach Deutschland-Sieg gegen Serbien: Herz-Geste und klare Kimmich-Ansage
Jürgen Klopp hat mit Deutschland beim 2:0 gegen Serbien seinen ersten Sieg als Bundestrainer gefeiert.
02.10.2026 | 13:44 Uhr
Für Gesprächsstoff sorgte anschließend einer, der gar nicht auf dem Platz stand: Joshua Kimmich. Sky Sport fasst zusammen, was im TV nicht zu sehen war.
Aus der Allianz Arena berichten Fabian Schreiner, Florian Plettenberg und Kerry Hau
Direkt nach dem Abpfiff ging der Blick von Jürgen Klopp hoch auf die Tribüne. Der Bundestrainer suchte seine Familie. Klopp schaute sich um, bis ein DFB-Mitarbeiter half und in die richtige Richtung zeigte. Dann hatte der 59-Jährige seine Liebsten entdeckt!
Der Bundestrainer grinste breit, klopfte sich mehrfach auf die Brust und formte mit seinen Händen ein Herz. Eine ganz persönliche Jubel-Botschaft auf die Tribüne. Danach ging's zurück zu seinen Jungs. Klopp umarmte auf dem Rasen jeden einzelnen Spieler.
Baur schreibt DFB-Geschichte
Einer dürfte diese Umarmung ganz besonders genossen haben: Mika Baur! Der 22-Jährige wurde in der 77. Minute eingewechselt, feierte sein Länderspiel-Debüt und wurde gleichzeitig zum 1000. Nationalspieler der DFB-Geschichte.
Nach Abpfiff führte sein erster Weg in Richtung Fanblock. Baur in der Mixed Zone: "Mein bester Kindheitsfreund aus meinem Heimatort war mit einem Kumpel da und denen habe ich kurz Hallo gesagt. Sie haben mir vorher ein Foto geschickt, wo sie stehen. Und die haben tatsächlich kein Deutschland-Trikot angehabt, sondern ein Celtic-Glasgow-Trikot mit meinem Namen. Deswegen habe ich sie erkannt."
Kimmich plötzlich neben Heino!
Dieses Mal nur zuschauen durfte Kimmich. Der Kapitän stand dennoch im Fokus. Vor dem Spiel schaute Kimmich gemeinsam mit dem verletzten Jamal Musiala in der DFB-Kabine vorbei, um seinen Kollegen Glück zu wünschen.
Anschließend ging es auf die Tribüne. In Block 205 verfolgte der 31-Jährige die Partie gemeinsam mit seiner Frau Lina. Und mit einem ziemlich prominenten Sitznachbarn: Schlager-Legende Heino! Der schrieb später auf Instagram: "Da schlägt mein altes Fußball-Herz nochmal im Dreivierteltakt."
Nach den 90 Minuten tauchte Kimmich dann sogar auch noch kurz in der Mixed Zone auf. Reden wollte der Kapitän allerdings nicht. Ohne Statement ging er an den wartenden Reportern vorbei.
Klopp wittert eine Kimmich-Geschichte
Das tat dann parallel der Bundestrainer auf der Pressekonferenz nur ein paar Meter entfernt. Gleich in der ersten Frage eines Journalisten witterte Klopp den Versuch, einen negativen Dreh für Kimmich zu konstruieren.
Seine Reaktion: "Es ist so ein schöner Abend. Und ohne es anzusprechen, wollt ihr ein Thema aufmachen, das kein Thema ist." Der Reporter stellte klar, dass er auf Pavlovic und Bischof hinauswollte. Klopp entgegnete: "Und am Ende wird es eine Jo-Kimmich-Geschichte. Das kriegt ihr ja hin."
Als der Journalist antwortete, Kimmichs Namen gar nicht genannt zu haben, erklärte Klopp abschließend. "Da kann ich leider nicht mitsingen bei dem Lied. Wir können in den unterschiedlichsten Konstellationen eine bestimmte Art von Fußball spielen, das ist der Plan. Der Fußball muss konstant bleiben - die Aufstellung kann es nicht, hauptsächlich weil Spieler sich verletzen. Wenn einer ausfällt und wir stehen da und gucken doof und sagen: 'Wir können nur so spielen, wenn der und der auf dem Platz ist.' Dann macht das keinen Sinn. Deshalb bin ich sehr happy über die Performance, habe aber nicht das Gefühl, dass es nur in dieser Konstellation geht."
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