Hannover 96 trennt sich nach Fehlstart von Trainer Christian Titz
Hannover 96 zieht nach dem Fehlstart die Reißleine.
14.09.2026 | 20:40 Uhr
Die Niedersachsen trennen sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Christian Titz. Das haben die Hannoveraner am Montag offiziell bestätigt.
Auch Co-Trainer Andre Kilian muss gehen. Der Zweitligist hinkt seinen Ambitionen weit hinterher. Nach fünf Spieltagen stehen die 96er mit vier Punkten auf Rang 15, zuletzt verloren sie mit 1:2 beim 1. FC Nürnberg.
"Es war unser gemeinsames Ziel, auf der vorherigen Saison aufzubauen - verbunden mit der berechtigten Hoffnung, dass wir einen gewissen Schwung mit in die neue Spielzeit nehmen können. Das hat sich leider nicht in der gewünschten Form eingestellt", sagte Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt. "Diese Entscheidung gibt uns nun die Möglichkeit, uns noch einmal neu zu justieren - mit der klaren Zielsetzung, dass wir alle bei Hannover 96 mit voller Energie in eine gemeinsame Richtung laufen."
Interimslösung gegen Bochum
Titz war seit Juli 2025 Cheftrainer in Hannover. Im Schnitt holte er 1,63 Punkte pro Spiel. Lars Barlemann (Trainer Hannover II) und Christian Schulz (Co-Trainer Hannover 96 II) übernehmen als Interimslösung beim Spiel gegen den VfL Bochum (Sonntag, um 13:30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport und im Stream in der Sky Sport App).
"Ich bedanke mich beim Klub und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Zusammenarbeit sowie bei den Fans für die tolle Unterstützung die gesamte Zeit über", wird Titz auf der Vereinsseite zitiert. "Für die weitere Saison wünsche ich der Mannschaft viel Erfolg."
Dissonanzen mit Sportchef Boldt
Für Titz sprach zunächst der attraktive Fußball seines Teams und die statistisch beste Zweitliga-Saison der Niedersachsen. Trotzdem verspielte die Mannschaft an den letzten drei Spieltagen den greifbar nahen Aufstieg.
Im Sommer wurde Boldt als neuer Sport-Geschäftsführer vorgestellt. Zwischen ihm und Titz kam es von Beginn an zu Dissonanzen. Streitpunkte waren die Transferpolitik, die Kadergröße und auch die Rolle des neuen Torwarts Pascal Loretz. Boldt holte ihn aus der Schweiz, Titz nahm ihn nach nur einem Spiel aus der Mannschaft. Wegen des sportlichen Fehlstarts und dieser ständigen Differenzen war der Trainer nicht mehr zu halten.
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