Hamann mit hartem Gladbach-Urteil, Scherhant spricht über Klopp: Die Stimmen zum Bundesliga-Samstag
Didi Hamann ist mit Gladbach nach deren nächster Niederlage hart ins Gericht gegangen. Ansonsten bestimmten unter anderem die Cinderella-Story um Weiser, die DFB-Nominierungen von Klopp und der erste HSV-Sieg die Stimmen.
19.09.2026 | 20:04 Uhr
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 4. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.
Sky Sport Experte Dietmar Hamann ...
... zum Sieg der Hamburger: "Die zweite Halbzeit gibt Grund zur Hoffnung für die Hamburger, für die jetzt leider Länderspielpause ist. Die werden alle mit breiterer Brust zurückkommen, da es nach dem schlechten Start ohne eigenes Tor überfällig war. Sie werden alle besser schlafen."
… zur Krise in Gladbach: "Sie haben drei Tore geschossen und haben nach dem verschossenen Elfmeter noch ausgeglichen. Das zeigt, dass sie in Phasen Herz haben und Charakter zeigen. Ich habe das Gefühl, sie verfallen in Selbstmitleid. Du brauchst Leute, die Verantwortung übernehmen und einen gewissen Anspruch haben. Es sind im Moment zu viele dabei, die mit sich selbst beschäftigt sind. Dann sind sie nicht in der Lage, den anderen zu helfen. Du brauchst Spieler, die andere besser machen."
… zur Verfassung der SGE: "Die Frankfurter sind nicht so gut gestartet, wenn sie auch letzte Woche in Mainz gewonnen haben. Es ist aber eine richtig gute Mannschaft, das haben sie wieder gezeigt. Die Freiburger ebenso, das ist eine gestandene Mannschaft, die unter den ersten sechs oder sieben einfahren wird. Daher ist es keine Schande für beide Mannschaften."
Yussuf Poulsen (Torschütze Hamburger SV) ...
… zum ersten Saisonsieg des HSV: "Es ist auf jeden Fall schön. Wir hatten eine Phase, in der wir in den ersten drei Spielen keinen Sieg und keine Tore hatten. Dann in so einer schwierigen Phase so aufzutreten, speziell in der zweiten Halbzeit - wir haben bis zum Ende gekämpft. Wenn man hier einen Sieg einfährt, dann ist es so schön."
… zu seinem Treffer nach Vorarbeit von Albert Grönbaek: "Wir üben das natürlich im Training. Ich spekuliere schon zehn Sekunden davor, dass der Ball genau dahin kommt. Dann habe ich den ein, zwei Meter Vorteil und muss ihn reinschieben."
Jan-Moritz Lichte (Interimstrainer Borussia Mönchengladbach) …
… zur Niederlage: "Wieder vier Gegentore, das wollten wir unbedingt verhindern. Dieses Mal waren es eindeutig die Standards, die uns das Genick gebrochen haben. Drei Stück sind einfach zu viel. Die Jungs haben bis zum Ende versucht, noch zurückzukommen, machen das 3:4. Am Ende sind vier Gegentore zu Hause aber einfach zu viel."
… zur schwachen Defensive: "Es ist definitiv zu viel. Wir stehen nach jedem Spiel hier - die letzten drei Spiele stand Eugen hier und hat sich erklärt, jetzt stehe ich hier. Das ist das, was ich den Jungs gesagt habe: Es wird darauf ankommen, die Box noch mehr zu verteidigen und die Prozente reinzuhauen, um im entscheidenden Moment die Bälle zu klären."
Lukas Ullrich (Borussia Mönchengladbach) …
… zum Spiel: "Wir waren eigentlich gut drin, haben auch 1:0 geführt. Dann kriegen wir so Scheiß-Tore. Es läuft gerade nicht, aber wir müssen einfach weitermachen."
… zur schwachen Defensive: "Wir müssen als Kollektiv arbeiten und jeden Zweikampf gewinnen. Dann müssen wir als Team kämpfen und sowas wird nicht mehr passieren."
… zu seinen Wünschen an den neuen Trainer: "Dass er einen neuen Spirit reinbringt, uns pusht und wir da besser werden, wo wir Defizite haben. Ein Neuanfang und dann einfach Gas geben."
Noah Atubolu (Torwart Eintracht Frankfurt) ...
… zur Vorfreude auf das Spiel gegen seinen Ex-Verein SC Freiburg: "Die Freude war riesig heute. Ich konnte es kaum abwarten, bis das Spiel losgeht. Ich wollte am liebsten schon gestern Abend spielen. Es hat riesig Spaß gemacht, gegen die Jungs zu spielen, die man kennt, und zu sehen, wie es ist, gegen sie zu spielen. Ich habe es ja jahrelang selber mitgemacht. Ist schon eklig, die machen es richtig gut. Aber es hat Spaß gemacht."
… zur besonderen Bedeutung des Wiedersehens mit Freiburg: "Für mich ist es grundsätzlich ein Privileg, Bundesliga zu spielen. Jedes Spiel ist sehr, sehr besonders, vor allem in diesem Stadion. Für mich persönlich war es mit der bislang besonderste Moment meiner Karriere, gegen meinen Heimatverein zu spielen, bei dem ich elf, zwölf Jahre gespielt habe."
… zur Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft: "Ich habe mit Andreas Kronenberg telefoniert, mit dem Torwarttrainer. Ich freue mich riesig, für Deutschland dabei zu sein. Es ist eine Ehre und ein Privileg, wofür ich sehr, sehr dankbar bin. Ich freue mich einfach darauf, die Zeit zu genießen und mir vieles abzugucken."
Derry Scherhant (Torschütze SC Freiburg) ...
… zum zusätzlichen Schub durch seine DFB-Nominierung: "Seit dem Anruf war ich sehr, sehr glücklich und fühle mich einfach sehr gut. Ich konnte es gar nicht so richtig realisieren. Das hat mir heute schon noch einmal einen Push gegeben. Aber ich freue mich einfach extrem, dass ich meiner Mannschaft heute helfen konnte und auch, dass ich zur Nationalmannschaft fahren darf. Das ist einfach unglaublich."
… zur Kontaktaufnahme durch Jürgen Klopp: "Er hat erst eine Sprachmemo geschickt und gesagt: ‚Hier ist Jürgen Klopp. Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du gerne mal zurückrufen.' Ich habe die Nachricht abgespielt und direkt angerufen. Ich konnte es gar nicht richtig fassen. Unglaublich."
… zum persönlichen Gespräch mit Jürgen Klopp: "Ich war selbstverständlich ein bisschen nervös. Jürgen Klopp kenne ich seit der Kindheit. Er hat in der Bundesliga gecoacht, bei Mainz und Dortmund. Deswegen hat man schon einen sehr großen Respekt vor dieser Person. Umso glücklicher bin ich, dass er mich angerufen und eingeladen hat."
… zum 2:2 bei Eintracht Frankfurt: "Wir hatten noch ein, zwei sehr gute Chancen in diesem Spiel, da war noch mehr drin für uns. Hat leider nicht gereicht. Klar, Frankfurt hatte auch die eine oder andere Chance. Aber am Ende des Tages kann man das 2:2 mitnehmen. Die drei Punkte wären natürlich besser gewesen."
Daniel Thioune (Trainer Werder Bremen) ...
... zum Saisonstart: "Wir teilen das in Blocks ein. Wenn wir mit einem Unentschieden bei fünf Punkten gewesen wären, hätte ich gesagt, dass wir on track sind. Bei vier Punkten wäre es etwas unterperformt gewesen. Ein Punkt pro Spiel wird nicht reichen, um in der Liga auch im nächsten Jahr stattzufinden. Alles darüber ist performing, weil das, was wir nach Freiburg gemacht haben, schon cool ist. Daher ist es ein bisher mehr als gelungener Saisonstart, wenn man den ersten Spieltag isoliert betrachtet."
Mitchell Weiser (Torschütze Werder Bremen) ...
... zu seinem Siegtreffer: "Letztes Jahr hatten wir nicht so viele magische Momente, die hier eigentlich häufiger passieren. Heute war mal wieder so einer. Ich bin unglaublich froh, dass ich dabei sein konnte."
Marco Grüll (Torschütze Werder Bremen) ...
... zum späten Sieg: "Mir hat besonders gefallen, dass wir nach dem 2:2 trotzdem gewinnen wollten und nicht zufrieden waren, dass wir nach einem Zwei-Tore-Rückstand ausgeglichen hatten. Das zeigt, wie viel Moral in der Mannschaft steckt."
Niclas Füllkrug (Torschütze Werder Bremen) …
… zum Spiel: "In der ersten Halbzeit sind wir zu vier guten Situationen in der Box gekommen, was nicht einfach ist, hatten aber noch nicht dieses Zünden. Das kam in der zweiten Halbzeit dazu. Dann ist es ein besonderer Moment geworden."
… zur ausgebliebenen DFB-Nominierung: "Ich erwarte gar keinen Anruf, ich brauche keine Anrufe. Ich spiele hier für Werder und das ist das Wichtigste für mich. Alles andere liegt nicht bei mir und das möchte ich auch nicht kommentieren. Das finde ich nicht so cool."
Hennes Behrens (FC Augsburg) ...
... zur Niederlage vor seinem DFB-Debüt: "Natürlich ist es jetzt extrem Scheiße und ich denke noch gar nicht so daran. Wenn ich dann am Montag da bin, freut man sich natürlich darauf. Aber jetzt ist es nach dem Spiel schon ein Scheißgefühl."
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