FIFA plant Milliarden-Ausschüttung: Infantino will 6,35 Milliarden Dollar an Verbände verteilen
Die FIFA plant laut einem Medienbericht Ausschüttungen in Höhe von 6,35 Milliarden US-Dollar zwischen 2027 und 2030. FIFA-Präsident Gianni Infantino will die Zahlungen an die Nationalverbände dabei deutlich erhöhen.
14.10.2026 | 10:13 Uhr
Die Pläne sollen nach Angaben der AP im Dezember finalisiert werden. Sie kommen kurz vor Infantinos angestrebter Wiederwahl als FIFA-Präsident 2027.
Die FIFA will ihre Mitgliedsverbände offenbar mit einer Rekordsumme unterstützen. Wie die US-Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf ein internes FIFA-Dokument berichtet, plant der Weltverband zwischen 2027 und 2030 Ausschüttungen von insgesamt 6,35 Milliarden US-Dollar (rund 5,6 Milliarden Euro).
Kernstück des Programms ist eine deutliche Erhöhung der Zahlungen an die 211 Nationalverbände. Jeder Verband soll demnach künftig 25 Millionen US-Dollar erhalten. Die FIFA begründet die geplanten Ausschüttungen mit dem wirtschaftlichen Erfolg der jüngsten Weltmeisterschaft und dem Ziel, die Entwicklung des Fußballs weltweit weiter zu fördern.
Brisanter Zeitpunkt der Veröffentlichung
Besonders brisant ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung. FIFA-Präsident Gianni Infantino steht seit Monaten unter Druck. Vor allem die UEFA kritisiert die Führung des Weltverbandes und fordert umfassende Reformen. Zuletzt hatte Europas Dachverband angesichts der hohen WM-Einnahmen Zahlungen von mindestens zehn Millionen US-Dollar pro Nationalverband vorgeschlagen.
Mit dem nun bekannt gewordenen Plan übertrifft die FIFA diese Forderung deutlich. Zahlungen an die Mitgliedsverbände gelten seit Jahrzehnten als wichtiges Instrument, um Unterstützung innerhalb der FIFA-Strukturen zu sichern.
Endgültige FIFA-Entscheidung im Dezember
Laut AP soll der Finanzplan im Dezember vom FIFA-Rat endgültig verabschiedet werden. Die finale Zustimmung ist für den FIFA-Kongress im März 2027 in Marokko vorgesehen. Dort will sich Infantino erneut zur Wahl als Präsident stellen.
Bereits am Donnerstag kommt es bei einer Sitzung des FIFA-Councils in Zürich zum nächsten direkten Aufeinandertreffen zwischen Infantino und seinen Kritikern aus dem UEFA-Lager. Trotz der anhaltenden Diskussionen verfügt der Schweizer aktuell über breite Unterstützung aus Afrika, Asien, Südamerika und Ozeanien.
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