Donald Trump wünscht sich Gianni Infantino als neuen UN-Boss
Der mächtigste Mann des Weltfußballs soll in die Weltpolitik wechseln.
22.07.2026 | 11:36 Uhr
US-Präsident Donald Trump plant laut einem Bericht der New York Post einen absoluten Personal-Coup: Er will seinen "guten Freund" FIFA-Präsident Gianni Infantino als nächsten Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN) installieren.
Diese Personalie wäre eine absolute Weltsensation. Trump und Infantino pflegen seit Jahren eine enge Männerfreundschaft. Erst Ende letzten Jahres verlieh der FIFA-Boss dem US-Präsidenten den ersten FIFA-"Friedenspreis". Nun will Trump offenbar zuschlagen und seinen Kumpel an die Spitze der Weltpolitik befördern.
Trumps Lobeshymne auf den FIFA-Boss
Trump spart nicht mit Lob für den Schweizer Funktionär. Laut einer Quelle der New York Post ist Trump überzeugt, dass Infantino "weltweit von allen respektiert wird und eine besondere Fähigkeit besitzt, Menschen zusammenzubringen". Trumps Sonderbeauftragter für Globale Partnerschaften, Paolo Zampolli, stützt den spektakulären Plan: "Es gibt gewisse Ähnlichkeiten. Bei den Vereinten Nationen hat man es mit 193 Mitgliedstaaten zu tun. Bei der FIFA gibt es über 200 Mitglieder, und Giannis beeindruckende Erfolgsbilanz zeigt, dass er weiß, wie man das Ganze leitet."
Infantino selbst schmeichelte Trump in der Vergangenheit ebenfalls öffentlich: "Sie brauchen keine Komplimente, Herr Präsident, aber ohne Sie wäre diese Weltmeisterschaft nicht zu einem so unglaublichen Erfolg geworden."
Gehalts-Schock und demokratische Hürden
Ein Wechsel von der FIFA zur UN würde für Infantino jedoch einen beispiellosen finanziellen Abstieg bedeuten. Während er beim Weltfußballverband ein fürstliches Millionengehalt (rund 6 Millionen US-Dollar) einstreicht, müsste er sich bei den Vereinten Nationen mit einem Bruchteil (ca. 420.000 US-Dollar) begnügen. Zudem würde der Wechsel den Schweizer vor ungewohnte demokratische Hürden stellen. Während er sich bei der FIFA im März ohne Gegenkandidat bis 2031 im Amt bestätigen lassen kann, gibt es bei der UN echte Gegenkandidaten und das Veto-Risiko im Sicherheitsrat.
Zudem gibt es Risse in Infantinos angeblich so heiler Fußballwelt. Während er pathetisch schwärmt: "Wir haben die Welt vereint", wurde dem somalischen FIFA-Schiedsrichter Omar Artan jüngst die Einreise in die USA wegen angeblicher Terrorverbindungen verweigert.
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