Die Hintergründe zum Kehl-Aus || So plant der BVB jetzt

Am Sonntagmittag platzte beim BVB die Personal-Bombe: Sportdirektor Sebastian Kehl und Borussia Dortmund trennen sich mit sofortiger Wirkung.

Sebastian Kehl (l.) ist nicht mehr Sportdirektor beim BVB.
Image: Sebastian Kehl (l.) ist nicht mehr Sportdirektor beim BVB.  © Imago

Wie kam es zu diesem Knall und wie geht es jetzt beim BVB weiter? Sky Sport liefert alle Informationen und Hintergründe.

Von Patrick Berger und Jesco von Eichmann

Am Sonntagvormittag kam es zu einem Treffen zwischen Geschäftsführer Sport Lars Ricken, Carsten Cramer (Sprecher der Geschäftsführung und Leiter der Bereiche Strategie und Kommunikation) und Sportdirektor Sebastian Kehl. Darauf hatten sich die Verantwortlichen bereits zuvor verständigt - unabhängig vom Ausgang des HSV-Spiels (3:2). Das Ergebnis des Gesprächs: Die Trennung von Kehl, die in beidseitigem Einvernehmen erfolgte.

Kehl hielt zuletzt als eine Art Sündenbock hin

Im Gespräch merkten beide Seiten, dass die vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit das Beste ist. Auch Kehl hatte zuletzt gemerkt, dass sich die Kritik beim BVB oft an ihm als eine Art Sündenbock entlud. Erst vergangene Woche hatte Sky Sport im Transfer Update berichtet, dass die BVB-Bosse wackeln - zuvorderst Ricken und Kehl, deren Verträge bis 2027 laufen.

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Die Verträge von Lars Ricken und Sebastian Kehl laufen 2027 aus. Wie geht es mit den BVB-Bossen weiter?

Durch die Kehl-Trennung emanzipiert sich Ricken immer weiter. Der Sport-Geschäftsführer, der im Sommer 2024 überraschend das interne Rennen gegen Kehl gewonnen hatte, lenkt damit auch den Fokus von seiner Person. Zuletzt hatten ihm nach Sky Sport Informationen enge Wegbegleiter immer wieder empfohlen, mit Blick auf Kehls Posten zu handeln, um nicht selbst "mitgespült zu werden".

In Rickens Amtszeit fallen neben dem Kehl-Aus unter anderem auch die Trennung von Nuri Sahin, Sven Mislintat, Eduard Graf und die Anstellung von Trainer Niko Kovac.

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Doch wie geht es nun nach der Trennung von Kehl weiter?

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So will der BVB den Kehl-Posten nachbesetzen

Nach Sky Sport Informationen will der BVB den vakanten Kehl-Posten zeitnah besetzen. Dass bis zum Sommer mit einer neuen Anstellung gewartet wird, gilt als ausgeschlossen. Es soll nach Möglichkeit ein externer Fachmann mit einem neuen Blickwinkel und nicht mit der schwarz-gelben Brille dazugeholt werden, der durch die Expertise der Chefscouts unterstützt wird. Ein Kandidat ist Nils-Ole Book von der SV Elversberg (Sky Sport berichtete).

Die Spur zum zuletzt gehandelten Markus Krösche ist dagegen kälter geworden. Zwar wird der Frankfurter Erfolgsmanager von einigen Leuten in Dortmund nach wie vor extrem geschätzt, Kontakt gibt es, aber dass Krösche Frankfurt sofort während der Saison verlässt und nach Dortmund geht, gilt als ausgeschlossen. Auch eine Zusammenarbeit in der Konstellation Ricken/Krösche ist nicht angedacht.

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Wo geht es für Kehl weiter?

Kehl hatte zuletzt die Kaderplanungen weiter vorangetrieben, Spieler (wie zum Beispiel Joane Gadou in Salzburg) live gesichtet und Gespräche geführt. Mit keinem Spieler soll man aber kurz vor der Unterschrift sein - heißt: die Planungen für den Sommer sollen nicht durch das vorzeitige Aus des Sportchefs torpediert werden.

Der BVB kann sich neu aufstellen und Kehl hat in den nächsten Wochen Zeit, sich neu zu orientieren. Zuletzt war der einstige Dortmunder Meisterkapitän Thema in Wolfsburg und Hamburg.

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