Daniel Thioune über den Abstiegskampf mit Werder Bremen, Kritik an seiner Person und seine Trainer-Ambitionen
Der 51-Jährige trainiert die Hanseaten seit Anfang Februar als Nachfolger von Horst Steffen.
25.03.2026 | 21:06 Uhr
Im exklusiven Interview mit Sky Sport spricht Thioune über die Kritik von außen nach seinem verpatzten Werder-Start und seine Ziele als Coach.
Daniel Thioune über ...
... Spaß im Abstiegskampf: "Im besten Fall auf dem Fußballplatz. Eine gewisse Balance ist wichtig. Spaß gehört im Training dazu. Man muss anspruchsvolle Elemente setzen, taktisch und inhaltlich arbeiten - aber der Spaß darf nicht zu kurz kommen. Das ist für die Öffentlichkeit vielleicht manchmal schwer nachzuvollziehen. Aber ich glaube: Wer Spaß an seiner Arbeit und an seiner Aufgabe hat, ist am Ende auch ein Stück weit erfolgreicher."
... Kritik an seiner Person nach dem Fehlstart mit Werder: "Das gehört ein Stück weit dazu. Natürlich haben wir drei Spiele verloren. Klar, dann werden die Stimmen lauter. Aber jetzt haben wir gerade eine etwas erfolgreichere Phase. Ich lasse mich davon nicht treiben, versuche, mich auf das Wesentliche zu reduzieren, und bin überzeugt von dem, was ich mache. [...] Im besten Fall wird Veränderung immer direkt an Ergebnissen gemessen und maximal erfolgreich. Aber wenn ein Trainer es schafft, innerhalb von 48 Stunden Dinge zu verändern, die sich über längere Zeit eingeschliffen haben, dann ist er eher Zauberer als Trainer. Man kann in 48 Stunden nicht das verändern, wofür man vielleicht die nächsten 48 Tage braucht. Deswegen darf man sich nicht treiben lassen. Noise Cancelling ist dann sehr wichtig."
... seine Ambitionen als Trainer: "Als ich vor zehn Jahren den Fußballlehrer-Lehrgang besucht habe, war mein Anspruch, maximal weit zu kommen und mir ambitionierte Ziele zu setzen. [...] Ich will das Maximum erreichen. Das bedeutet aber nicht, dass 15.30 Uhr das Endziel ist und ich danach zufrieden verwalte. Es gibt große Träume. Es gibt auch Uhrzeiten unter der Woche, die sehr spannend sind - dann ist das Licht an, und man spielt nicht national, sondern international. Ich weiß nicht, ob ich da einmal ankomme. Aber ich weiß, dass ich im Hier und Jetzt alles dafür tun werde."
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