BVB verpasst durch Champions-League-Aus fest eingeplante Millionen-Prämie
Nach dem 2:0-Hinspielsieg gegen Atalanta deutete einiges auf ein Weiterkommen der Dortmunder in der Champions League hin. Durch die Schlappe in Bergamo musste der BVB seine Segel streichen. Doch nicht nur das.
26.02.2026 | 15:09 Uhr
Mehrere Millionen Euro wären der Borussia mit einem Einzug ins CL-Achtelfinale sicher gewesen. Die Bosse rechneten fest mit diesem warmen Geldregen. Dieser ist dem BVB nun flöten gegangen.
"Ich bin extrem enttäuscht. Ich wusste, dass das heute sehr, sehr schwer wird, aber ich bin davon ausgegangen, dass wir trotzdem eine Runde weiterkommen", konstatierte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl nach der heftigen 1:4-Pleite bei den Italienern.
Weiterkommen war laut Kehl eingeplant
Die rund elf Millionen Euro, die die Schwarz-Gelben bei einem Überstehen der Champions-League-Playoffs kassiert hätten, seien dem 46-Jährigen zufolge "natürlich eingeplant" gewesen. "Natürlich bedeutet das erstmal nichts Gutes", macht Kehl klar. "Wir werden das intern aufarbeiten und damit auch umgehen können. Aber mit diesem Szenario habe ich mich ehrlich gesagt vor dem Spiel noch nicht beschäftigt."
Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat nach dem bitteren Aus entsprechend die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 deutlich nach unten korrigiert. Der BVB erwartet nun einen Verlust zwischen zwischen zwölf und 22 Millionen Euro, wie er am Donnerstag in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab. Zuvor war ein Erwartungsrahmen zwischen plus fünf Millionen und minus fünf Millionen Euro angegeben worden. Der Kurs der BVB-Aktie fiel am Donnerstag bis zum Nachmittag um mehr als fünf Prozent auf 3,15 Euro.
Theoretischer Natur bleiben weitere lukrative Einnahmen aus, die dem BVB im Falle eines Viertelfinaleinzug gewunken hätten. Satte 12,5 Millionen Euro schüttet die UEFA nämlich nochmals an jeden Klub aus, der die Runde der letzten Acht erreicht.
Auch Pokal-Einnahmen verpasst, Ligaplatzierung nun umso wichtiger
Auch aus dem DFB-Pokal verabschiedete sich der Revierklub bereits frühzeitig durch die 0:1-Niederlage im Achtelfinale gegen Bayer 04 Leverkusen und verpasste dadurch mehrere weitere Prämien. Alleine für ein Vordringen bis ins Halbfinale wären über fünf Millionen Euro fällig gewesen. Geld, das auch für die Kaderplanung fehlt.
In der Bundesliga sollten die Dortmunder daher zusehen, zumindest Rang zwei zu verteidigen. Ansonsten droht ein Abrutschen in der TV-Geld-Verteilung. Dann würde ein weiterer warmer Geldregen am Signal-Iduna-Park vorbeiziehen.
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