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Brisante Rückkehr nach Berlin: Reese trifft erstmals auf Ex-Klub Hertha

Fabian Reese kehrt erstmals seit seinem umstrittenen Wechsel mit dem VfL Wolfsburg ins Olympiastadion zurück. Beim Topspiel der 2. Bundesliga gegen Hertha BSC erwartet den einstigen Publikumsliebling ein emotionaler Abend (20:30 Uhr live auf Sky Sport und RTL Nitro).

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Beim Spiel Hertha BSC gegen den VfL Wolfsburg werden 70.000 Zuschauer erwartet. Trainer Stefan Leitl freut sich auf die Kulisse.

Lange war Fabian Reese Identifikationsfigur, Kapitän und Fan-Liebling bei Hertha BSC. Nun gastiert der Offensivspieler erstmals mit dem VfL Wolfsburg in Berlin. Zwischen Wiedersehensfreude, Pfiffen und offenen Fragen über seinen Abschied ist das Topspiel der 2. Bundesliga hochbrisant.

2. Bundesliga · live ·
Hertha BSC - VfL Wolfsburg
Samstag, ab 20:00 Uhr
live auf Sky Sport & RTL Nitro

Fabian Reese kennt den Lärm im Berliner Olympiastadion. Er hat ihn geliebt, genossen, mit seinen Toren und Gesten selbst entfacht. Dort, wo der frühere Hertha-Kapitän einst seine Vereinstreue beschwor, dürfte ihm am Samstag (20:30 Uhr live auf Sky Sport und RTL Nitro) die Wucht enttäuschter Fußballromantiker entgegenschlagen. Zum Topspiel der 2. Bundesliga kehrt Reese mit dem VfL Wolfsburg zu Hertha BSC zurück, und laut wird es dabei wohl wieder zugehen - diesmal allerdings aus anderen Gründen.

"Ich wurde die letzten Wochen ja gut darauf vorbereitet. Jetzt wird es vielleicht nochmal ein Dezibel lauter", sagte der 28-Jährige bei Sky Sport. Ein Spießrutenlauf aus Pfiffen, Schmähungen und Häme liegt hinter dem Offensivspieler, der nach seinem aufsehenerregenden Wechsel im Sommer vielerorts zur Reizfigur avancierte. Selbst bei Auswärtsspielen fernab der Hauptstadt bekam Reese den Fan-Unmut zu spüren. Mitte Oktober deaktivierte er nach anhaltenden Anfeindungen seinen Instagram-Account mit mehr als 100.000 Followern.

Aus Liebe wurde Groll

Dabei war Reese einst das Gesicht der Berliner Fußballromantik. "Ich bin hier noch nicht fertig", verkündete er 2024 nach einer Vertragsverlängerung und vermarktete das Treuebekenntnis sogar auf eigens designten T-Shirts. Im Mai 2025 folgte die nächste Liebeserklärung: "Für Hertha, für euch, für uns, für die Stadt Berlin", rief Reese voller Pathos bei der Verlängerung bis 2030 ins Olympiastadion. Der Kapitän nährte die Sehnsucht der Fans nach einer Identifikationsfigur und befeuerte den Kult um seine Person.

13 Monate später schlug die Liebe auf der Tribüne in einen Groll um. Ausgerechnet zum Werksklub Wolfsburg zog es den Kapitän, für rund acht Millionen Euro - ein Affront in den Augen vieler Herthaner. Reese verwies auf Herthas wirtschaftliche Zwänge. "Mir wurde gesagt: Pass auf, Fabian, wir müssen Geld generieren", berichtete er der Süddeutschen Zeitung. Die Berliner Führung stellte den Ablauf später anders dar. Wer den Abschied tatsächlich vorantrieb, blieb umstritten.

Nun kehrt Reese als Gegner zurück. Eine offizielle Verabschiedung wird es dabei nicht geben. Wie Hertha auf SID-Anfrage mitteilte, habe Geschäftsführer Peter Görlich das Gespräch mit dem früheren Kapitän gesucht. Man habe sich darauf verständigt, die Ehrung zu verschieben. Reese wolle sich ganz auf das Sportliche konzentrieren.

Reese ist der Topscorer der 2. Bundesliga

Gleichwohl stellte sich Hertha vor den ehemaligen Publikumsliebling. Reese habe die Anfeindungen "nicht verdient", erklärte der Klub: "Persönliche Anfeindungen und Diffamierungen haben dabei keinen Platz."

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Sportlich ist der Rückkehrer ohnehin kaum zu bremsen. Mit fünf Toren und sieben Vorlagen ist Reese Topscorer der 2. Bundesliga an. Im Spitzenspiel beim Rekordstarter und ungeschlagenen Tabellenführer will der Wolfsburger Dritte den Rückstand verkürzen.

Und Reese? Der denkt lieber an die Menschen des "bislang schönsten Kapitels meines Lebens" als an mögliche Pfiffe. "Die letzten drei Jahre waren unglaublich in Berlin", sagte er. Er freue sich auf Freunde, frühere Mitspieler und Mitarbeitende: "Meine Familie wird im Stadion sein."

Wie laut die Enttäuschung der anderen noch immer ist? Die Ostkurve wird es ihn am Samstag wissen lassen.

SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

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