Abwehr-Alarm beim BVB - wie löst Kovac das Personal-Puzzle?
Am Fluchtlicht-Freitag (ab 19:30 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport) empfängt Borussia Dortmund den FSV Mainz 05. Gegen das Team von Urs Fischer muss BVB-Coach Niko Kovac in der Defensive kreativ werden.
12.02.2026 | 22:35 Uhr
Gegen die 05er müssen die Borussen nicht nur auf den weiterhin angeschlagenen Emre Can und verletzten Filippo Mane verzichten. Auch Nico Schlotterbeck wird fehlen.
Wie lösen sie die Personalsorgen in der Defensive, Herr Kovac?
Diese Frage bekam der BVB-Trainer vor dem Bundesliga-Duell gegen Mainz 05 auf der Spieltags-PK gestellt. Hintergrund ist die dünne Personaldecke: Neben Emre Can (Adduktorenprobleme) und Filippo Mane (Oberschenkelverletzung) fehlt gegen die Mainzer auch der gelbgesperrte Nico Schlotterbeck. Mit dem DFB-Star fehlt nicht nur der Abwehrchef, sondern auch der wichtigste Aufbauspieler aus der letzten Linie - ein zentraler Faktor im Kovac-System.
Trotz Anselmino-Abgang: BVB sah von Neuverpflichtung ab
In der Hinrunde hätte Dortmund in einer solchen Situation noch auf Aaron Anselmino zurückgreifen können. Doch dessen Leihe endete überraschend, da der FC Chelsea ihn zurück an die Stamford Bridge beorderte und direkt an den Partner-Klub Racing Straßburg weiterverlieh.
Die BVB-Verantwortlichen um Geschäftsführer Sport Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl sahen von einem Ersatz ab - ein kalkuliertes Risiko.
Beginnt ein Youngster gegen Mainz?
Wer füllt also die Lücke, die Schlotterbeck hinterlässt?
Kovac, der zuletzt immer auf Dreier- bzw. Fünferkette gesetzt hatte, bleiben Waldemar Anton, Niklas Süle und Ramy Bensebaini, der in der laufenden Saison links im Dreierverbund eingesetzt wurde, als einsatzfähige etatmäßige Verteidiger für die bevorzugte Abwehrformation.
Beim jüngsten 2:1-Auswärtssieg gegen den VfL Wolfsburg feierte der 18-jährige Luca Reggiani sein Bundesliga-Debüt und deutete sein Potenzial bereits an. Der Chefcoach schloss auf der PK einen erneuten Einsatz des jungen Italieners nicht aus.
Alternativ könne Julian Ryerson auf die Innenverteidiger-Position rücken, so der Kroate.
Der BVB verfügt also - trotz einiger Ausfälle - über Optionen. Entsprechend demonstrierte auch Kovac auf der Pressekonferenz Gelassenheit: "Ich habe da keine Zahnschmerzen. Im Gegenteil: Ich bin überzeugt, dass wir genug Qualität haben, um dieses Spiel für uns zu entscheiden."
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