Zum Inhalte wechseln

Von Ayrton Senna bis Sebastian Vettel: Die spektakulärsten Teamduelle der Formel 1

Der Feind im eigenen Stall.

Zwischen Charles Leclerc (MCO) & Lewis Hamilton (GBR) herrscht dicke Luft nach dem Grand Prix von Mexiko.
Image: Zwischen Charles Leclerc (MCO) & Lewis Hamilton (GBR) herrscht dicke Luft nach dem Grand Prix von Mexiko.  © DPA pa

Nach dem internen Streit zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc in Mexiko herrscht bei Ferrari Alarmstufe Rot. Der teaminterne Konflikt hat in der Formel 1 eine lange Tradition. Eine Auflistung aus gegebenem Anlass.

Alain Prost und Ayrton Senna (McLaren)

Die Mutter aller Teamduelle: Auf der einen Seite der berechnende 'Professor' Prost, auf der anderen der impulsive Senna. Beide reden schon lange kein Wort mehr miteinander, als ihr Streit 1989 beim Großen Preis von Suzuka eskaliert.

Es geht um nicht weniger als die Vorentscheidung im Kampf um die WM-Krone: Senna muss gewinnen, um seine Chancen zu wahren, und attackiert seinen in Führung liegenden McLaren-Rivalen. Doch der macht die Tür zu, es kommt zur Kollision. Prost steigt aus, Senna lässt sich von Streckenposten anschieben, fährt weiter, gewinnt und wird disqualifiziert. Prost holt seinen dritten WM-Titel und flüchtet zu Ferrari.

Prost (hinten) und Senna nach dem Unfall in Suzuka.
Image: Prost (hinten) und Senna nach dem Unfall in Suzuka.  © DPA pa

Nelson Piquet und Nigel Mansell (Williams)

Auf der Strecke gehen sich der Brasilianer und der Brite meistens aus dem Weg, aber in der Öffentlichkeit kultivieren sie ihre gegenseitige Abneigung und versuchen gar nicht erst, ihre private Fehde zu verheimlichen.

Besonders Schlitzohr Piquet geht in die Vollen und bezeichnet Mansells Frau als "hässlich". Außerdem klaut er einmal sämtliches Klopapier von der Teamtoilette, als Mansell Durchfall hat. Mittlerweile reden die beiden einstigen Streithähne längst wieder miteinander.

Nelson Piquet (l.) und Nigel Mansell (r.) fuhren gemeinsam für Williams.
Image: Nelson Piquet (l.) und Nigel Mansell (r.) fuhren gemeinsam für Williams.  © Imago

Gilles Villeneuve und Didier Pironi (Ferrari)

Sie liefern sich 1982 in Imola ein legendäres Rennen mit zahlreichen Überholmanövern, die die Teamleitung arg ins Schwitzen bringen und dazu veranlassen, ein Schild mit der Aufschrift "SLOW" an die Boxenmauer zu hängen. Pironi ist es egal, er bricht den Nichtangriffspakt und zieht kurz vor Schluss an dem Kanadier vorbei.

Erlebe die Formel 1 LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW
Erlebe die Formel 1 LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW

Alle Rennen der Formel 1 live und ohne Werbung auf Sky Sport! Dazu F2, F3, F1 Academy, IndyCar, WRC, Porsche Supercup und MotoGP. Hol dir Sky Sport!

Villeneuve spricht von einem gebrochenen Versprechen. Pironi hält dagegen, er sei Rennfahrer und habe nichts zu verschenken. Villeneuve schwört: "Mit dem rede ich kein Wort mehr." Zwei Wochen später kommt der legendäre Kanadier im Abschlusstraining in Zolder ums Leben.

Mehr dazu

Fernando Alonso und Lewis Hamilton (McLaren)

2007 kommt Alonso als amtierender Weltmeister zu den Engländern in dem Glauben, die Nummer 1 zu sein. Doch Neuling Hamilton steckt zur Überraschung aller nicht zurück und treibt den Spanier zur Weißglut. Am Ende bereitet der Streit den Boden für Kimi Räikkönens Titelgewinn im Ferrari.

Die Fehde eskaliert während des Qualifyings in Ungarn, als Alonso Hamilton blockiert, obwohl er längst weiterfahren könnte. Die "spanische Blockade" bringt das Fass zum Überlaufen, Alonso geht zurück zu Renault.

Lewis Hamilton (l.) und Fernando Alonso hatten wenige harmonische Momente.
Image: Lewis Hamilton (l.) und Fernando Alonso hatten wenige harmonische Momente.  © Imago

Alain Prost und Nigel Mansell (Ferrari)

Gestählt vom Duell mit Senna sucht Prost auch bei Ferrari seine Vorteile. Konkurrent Mansell hat ihn 1990 in Portugal nach einem missglückten Manöver fast in die Boxenmauer gerammt, danach betreibt der schlaue Franzose geschickt Politik gegen den Briten. Mansell behauptet, Prost habe das Team gegen ihn aufgebracht. Resultat: Absolute Funkstille zwischen den Rivalen.

Erlebe Live-Sport der Extraklasse mit Sky und WOW.
Erlebe Live-Sport der Extraklasse mit Sky und WOW.

Auf Sky Sport siehst du die Bundesliga, 2. Bundesliga, Formel 1, Premier League, DFB-Pokal, MotoGP, US Open, ATP/WTA, Golf Majors, NBA, NHL und vieles mehr. Klicke hier für mehr Infos.

Sebastian Vettel und Mark Webber (Red Bull)

Die "Bullen" geraten immer wieder aneinander: In der Türkei 2010 muss Vettel seinen Wagen nach einem Angriff auf den führenden Webber und dem anschließenden Crash abstellen. Damals zeigt Vettel Webber den Vogel. Beim Saisonfinale 2012 kracht es in Sao Paulo, als, wie es später heißt, "alle für Vettel gefahren sind außer Webber".

In Malaysia 2013 zeigt Webber Vettel den Mittelfinger, um seinem Ärger nach dessen Missachtung einer Stallregie Luft zu verschaffen. Wenig später kündigt der Australier seinen Abschied aus der Formel 1 an.

Sebastian Vettel und Mark Webber crashten 2010 beim Türkei-GP
Image: Sebastian Vettel und Mark Webber crashten 2010 beim Türkei-GP  © Imago

Nico Rosberg und Lewis Hamilton (Mercedes)

Die beiden kennen sich seit Teenager-Tagen im Kart und wurden in der Vergangenheit gerne als Freunde bezeichnet. Damit ist es schnell vorbei, als Hamilton 2013 zu Mercedes kommt und Rosberg sich bereits im zweiten Rennen in Malaysia per Stallorder hinter dem Ex-Weltmeister einreihen muss.

Dein Kino für Zuhause
Dein Kino für Zuhause

Mit Sky Cinema inklusive Paramount+​ findest du für jede Stimmung den richtigen Film. Eine riesige Filmvielfalt und exklusive Blockbuster in einem Paket vereint.

Es entwickelt sich ein knallhartes Duell, Rosberg will nicht immer nur zurückstecken. 2014 in Belgien und 2016 in Spanien eskaliert der Krieg der Sterne, es kommt zu zwei spektakulären Unfällen.

Nico Rosberg (l.) und Lewis Hamilton im Mercedes Outfit.
Image: Nico Rosberg (l.) und Lewis Hamilton im Mercedes Outfit.  © DPA pa

Sebastian Vettel und Charles Leclerc (Ferrari)

Vettel, der Ex-Weltmeister und die eigentliche Nummer eins der Scuderia, sowie Leclerc, aufmüpfiger Jungspund, schenken sich seit Beginn dieser Saison nichts. Zunächst beschränkt sich die Rivalität auf kleinere Sticheleien und Seitenhiebe, immer wieder hat das Team zudem Mühe, das Duell der beiden auf der Strecke in geregelten Bahnen zu halten.

In Brasilien funktioniert das nicht mehr. Weder Vettel noch Leclerc geben nach, der Zweikampf endet im Fiasko. Der Unfall dürfte noch lange nachwirken.

Sebastian Vettels Ferrari nach dem Crash mit Teamkollege Charles Leclerc.
Image: Sebastian Vettels Ferrari nach dem Crash mit Teamkollege Charles Leclerc.  © DPA pa

SID / RTL / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.

Mehr Geschichten