Sky Sport Experte Ralf Schumacher über Lewis Hamilton und Ferrari
Bei Ferrari laufen die Dinge zwischen Lewis Hamilton und dem Team nach Einschätzung von Ralf Schumacher aktuell nicht rund. Der Sky Sport Experte spricht im Podcast "Backstage Boxengasse" von "Grabenkämpfen" und warnt vor möglichen Folgen.
14.10.2026 | 17:42 Uhr
Lewis Hamilton sorgte beim Grand Prix von Singapur erneut für Diskussionen. Ralf Schumacher sieht neben sportlichen Themen auch interne Spannungen bei Ferrari.
Ferrari steht nach dem Grand Prix von Singapur erneut im Fokus. Dabei geht es nicht nur um das Ergebnis auf der Strecke, sondern auch um die Zusammenarbeit innerhalb des Teams.
"Ich glaube, zwischen ihm und dem Team läuft es nicht ganz rund, da kämpft man gerade ein bisschen intern. Es gibt so ein bisschen Grabenkämpfe", sagt Sky Sport Experte Ralf Schumacher im Formel-1-Podcast "Backstage Boxengasse".
Trotz seiner Kritik lobt Schumacher die Leistung von Lewis Hamilton in Singapur: "Dafür, dass sein Teamkollege Charles Leclerc Stadtkurse liebt, hat Lewis Hamilton einen starken Job gemacht."
"Lewis muss Teil des Teams werden"
Für Diskussionen sorgte jedoch Hamiltons Strategie im Rennen. Ferrari hatte einen Doppel-Boxenstopp geplant, doch Hamilton entschied sich dazu, auf der Strecke zu bleiben.
Dadurch bauten die Reifen stark ab und Hamilton fiel auf Rang sechs zurück. Sky Sport Kommentator Sascha Roos spricht von einer "kapitalen Fehleinschätzung", betont aber zugleich, dass Hamilton den Fehler nach dem Rennen immerhin eingeräumt habe.
Schumacher sieht die größere Herausforderung jedoch innerhalb der Scuderia. "Lewis muss Teil des Teams werden. Er versucht, das Ganze zu überstrahlen und der Chef zu sein", meint der Experte. Er habe "das Gefühl, dass es mit Fred Vasseur (Ferrari-Teamchef, Anm. d. R.) auch nicht ganz rund und harmonisch läuft", ergänzt Schumacher.
"Dann wird es irgendwann kompliziert"
"Wenn der interne Wettkampf wichtiger wird als die Marke und der Fortschritt des Teams, wird es irgendwann kompliziert", schätzt der Experte ein.
Hamilton mache "auf verschiedensten Strecken einen super Job. Es liegt jetzt an ihm, das Team mitzunehmen", betont Schumacher. "Lewis zelebriert die mediale Aufmerksamkeit, aber das ist etwas anderes, das ist man bei Ferrari nicht gewohnt." Die Marke sei bedeutender als jeder Mitarbeiter.
"Es wird dazu führen, dass am Ende einer das Team verlassen wird, wenn es wirklich so ist, wie es von außen im Moment aussieht", befürchtet Schumacher: "Wenn die Harmonie nicht da ist, dann wird Ferrari nicht funktionieren."
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