Ralf Schumacher verteilt Ratschlag an Red-Bull-Superstar Max Verstappen
Der Niederländer fiel 2026 bislang vor allem durch seine Kritik an der neuen Formel 1 auf.
01.04.2026 | 16:48 Uhr
Für Schumacher reicht es nun mit Verstappens drastischen Worten.
Max Verstappen nörgelt über das neue Regelwerk der Formel 1 und droht mit seinem Rücktritt.
Diese Geschichten prägten bisher die noch junge 76. Saison der Motorsport-Königsklasse. Für Ralf Schumacher ist das der falsche Ansatz des vierfachen Weltmeisters. "Der Fokus von Max Verstappen sollte zurzeit erst mal auf dem Team liegen. Es gibt ja Teams, die können gewinnen, also kann er das auch. Er muss jetzt nur mit dem Team gemeinsam das Auto dazu bauen", betonte der Sky Sport F1-Experte im Sky Sport F1-Podcast Backstage Boxengasse.
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Verstappen ist frustriert
"Max ist frustriert über das neue Regelwerk, die neue Formel 1. Wenn er jetzt gewinnen würde, würde er es immer noch nicht sonderlich mögen, aber es würde ihm leichter fallen und man würde weniger Kritik von ihm hören. Jetzt muss er einfach sein eigenes Ego zurückstellen - er wird ja dafür auch gut bezahlt - und mal den Teamplayer machen, das ist jetzt wichtig", meinte Schumacher weiter.
Die Verstappen-Aussagen seien "nicht fair den Partnern gegenüber, weil irgendwann fragen sie sich natürlich auch bei Red Bull und Co.: 'Er sagt schon die ganze Zeit, er hat keine Lust, jetzt fährt er noch auf der Nordschleife durch die Gegend, dann will er noch Le Mans fahren. Ist er überhaupt noch der, der alles gibt, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen?' Da muss Max vorsichtig sein", warnt der sechsmalige Rennsieger.
Tritt Verstappen zurück?
"Die Formel 1 ist größer als jeder einzelne von uns. Ob es ein Bernie Ecclestone war oder egal, welcher Fahrer. Wenn sie morgen nicht mehr da wären, was passiert dann mit der Formel 1? Es kommen junge Fahrer nach. Das heißt auf gut Deutsch, auch wenn es mir jetzt leidtun würde, weil ich ihn wirklich mag, aber wenn Max Verstappen aufhört, dann ist das ebenso. Wenn er nicht mehr Formel 1 fahren will, dann muss er die Entscheidung durchziehen und dann kann das Team sich nach einem neuen Fahrer umschauen", so Schumacher.
Der 50-Jährige glaubt trotz aller Schärfe in den Worten von Verstappen nicht an eine baldige Kapitulation: "Es ist ja etwas ganz Besonderes in der Formel 1 zu sein. Natürlich hat er jetzt die Möglichkeit, die Freiheit zu sagen: 'Das stinkt mir'. Aber finde doch mal eine Alternative. Ein GT-Auto, wie schön das auch ist, aber mit 1,4 Tonnen, egal wie viel Batterie so ein Formel-1-Auto hat, ist das nochmal was ganz anderes. Auch über die Welt zu fahren, sich mit den besten Fahrern der Welt zu messen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Max das so schnell aufgeben wird."
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Schumacher wird deutlich
Schumacher machte zudem deutlich, dass die Formel 1 im Hintergrund schon an Lösungen der von Verstappen und anderen Piloten angesprochenen Problematik arbeitet und auf die Fahrerwünsche eingeht. Die Umsetzung brauche aber Zeit: "Im Moment bringen Max' Äußerungen mehr Unruhe als nötig. Denn sein Punkt ist ja klar. Die Fans sind eigentlich das Allerwichtigste. Max hat so eine große Fangemeinde, auch die sollte er nicht im Stich lassen. Die brennen darauf, dass er da wieder Gas gibt. Das wäre eine Mega-Story, wenn er sich mit Red Bull zurückkämpft. Das muss jetzt sein Ziel sein."
Abschließend hat Schumacher auch noch einen Rat an Red Bull: "Max würde jetzt ein väterlicher Freund wie Dr. Helmut Marko guttun, der ihn dann in die Arme nimmt und sagt: 'Jetzt müssen wir da gemeinsam durch.' Marko fehlt dringend bei Red Bull. Denn im Moment ist Max Verstappen das einzige Sprachrohr, sonst hört man ja gar keinen mehr. Und das ist auch so, obwohl es gar nicht Max' Aufgabe ist. Das muss man schon sagen, er wird da allein gelassen. Er müsste ein bisschen aus dem Fokus raus."
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