Ralf Schumacher verrät seinen Favoriten auf den Fahrertitel der Formel-1-Saison 2026
Die Formel-1-Saison 2026 steht vor der Tür und mit ihr die Fragen aller Fragen: Wer wird Weltmeister? Sky Sport F1 Experte Ralf Schumacher verrät seine Favoriten.
25.02.2026 | 10:11 Uhr
Einen Shakedown, sechs Tage Testfahrten und tausende Runden haben die Formel-1-Fahrer bereits vor der Saison 2026 absolviert.
Doch die Teams halten sich vor dem ersten Rennen des Jahres wie gewohnt bedeckt. Die Favoritensuche mag das verkomplizieren, dennoch fragt sich die Motorsport-Welt: Wer wird F1-Weltmeister 2026? Sky Sport Formel 1 Experte Ralf Schumacher versucht, bei Backstage Boxengasse - Der Formel 1 Podcast Antworten zu finden.
04/2026 Geld, Aufwand und Hoffnung
Der sechsfache Grand-Prix-Sieger rät allerdings erst einmal zur Geduld: "Nach den Übersee-Rennen, den ersten drei Saisonrennen wird man schon ein gutes Gefühl haben, wer da vorne ist und wer nicht", so der 50-Jährige. "Das ist ein bisschen wie Glaskugel-Lesen".
Welche Erkenntnisse können aber aus den Tests gezogen werden?
Silber oder Rot?
Mercedes überzeugte über die gesamte Vorsaison als Kilometerfresser, 6.193 Kilometer fuhr das Team - dank ihrer Kundenteams Alpine, Williams und dem amtierenden Weltmeister McLaren bekam der neue Antrieb aus Brackley sogar insgesamt 21.515 Kilometer. Viele gute Daten, dazu starke Rennsimulationen und der Eindruck, dass Mercedes noch Motoren-Power in der Hinterhand hält.
Für Schumacher ein überzeugender Auftritt: "Mercedes hat inzwischen mit George Russell und Kimi Antonelli zwei Top-Piloten. Sie haben die größten Chancen, weil auch das Auto von vornherein stark und schnell war."
Doch auch Italien darf sich Hoffnungen machen: "Das Gleiche gilt auch für Charles Leclerc und Ferrari", führt Schumacher fort. Nach einem turbulenten Winter voller Gerüchte über Rückstände und Probleme hatte Ferrari im Bahrain-Test Ausrufezeichen gesetzt. Zuverlässig, konstant und vor allem schnell waren die Boliden aus Maranello. Leclerc beendete den letzten Testtag mit einer absoluten Bestzeit von 1:31.992 fast neun Zehntel schneller als die Konkurrenz.
Dennoch: Einen Superstar darf man niemals abschreiben. "Max Verstappen ist natürlich eine Sonderklasse, da muss man aber noch abwarten, wie stark die Kombination Fahrer-Auto ist", so der ehemalige F1-Pilot weiter.
Red Bull gilt mit seiner ersten eigens entwickelten Power Unit als Wundertüte. Erstaunlich problemfrei war das Team durch die Vorsaison gekommen, in Bahrain glänzte der Rennstall aus Milton Keynes besonders mit einer effizienten Motorsteuerung, die eine bessere Verteilung des seit diesem Jahr stark erhöhten Elektro-Anteils auf eine Runde ermöglichte.
Schumachers WM-Tipp
Am Ende kann dennoch nur ein Fahrer ganz oben stehen. Für Schumacher kann es in diesem Revolutionsjahr sogar zu einer Überraschung in der Fahrer-WM kommen: "Gefühlt würde ich jetzt sagen: Kimi Antonelli", so der Weltmeister-Tipp des WM-Vierten von 2001 und 2002.
Mehr zum Autor Malte Göttlinger
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