Ralf Schumacher über die Möglichkeit, F1-Rennen im Nahen Osten mit Veranstaltungen in Deutschland zu ersetzen
Die angespannte Lage im Nahen Osten bedroht auch die anstehenden F1-Rennen in Bahrain und Saudi Arabien. Könnte Deutschland eine Ausweich-Option sein? Sky Sport Formel 1 Experte Ralf Schumacher wird deutlich.
03.03.2026 | 22:29 Uhr
Die Lage im Nahen Osten stellt auch die Motorsportwelt vor Herausforderungen.
Die Sperrung von Lufträumen und der ausgesetzte Betrieb an wichtigen Luftverkehrs-Drehkreuzen wie in Dubai oder Doha sorgte bereits für logistische Kopfschmerzen. Rennstall-Personal, Journalisten und Verantwortliche mussten optionale Reiserouten finden. Dennoch: Der Saison-Auftakt in Australien ist nicht gefährdet.
Doch weitere Fragezeichen bleiben: Bereits am 10. bis 12. April soll die Königsklasse wieder auf dem Kurs von Sakhir in Bahrain gastieren, am Wochenende darauf folgt direkt der Große Preis von Saudi Arabien in Jeddah. Eine Durchführung dieser Rennen wird angesichts der Lage immer fragwürdiger. Gerade erst verschob die Welt-Langstreckenmeisterschaft ihren Saisonauftakt in Katar, er hätte zwei Wochen vor dem F1-Rennen in Bahrain stattgefunden.
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Doch sollte die Formel 1 mit Sicherheits- oder Logistikbedenken ein oder gleich beide Rennen absagen beziehungsweise verschieben, muss spontaner Ersatz her. Wo könnte der Rennzirkus stattdessen gastieren? Ist womöglich eine unverhoffte Rückkehr des Großen Preis von Deutschland möglich?
05/2026 Vorschau aus der Bärenhöhle
Sky Sport F1-Experte Ralf Schumacher sieht in Backstage Boxengasse - der Formel 1 Podcast vorerst andere Strecken in Europa vorne: "Wie die Formel 1 damit umgeht und was für Entscheidungen jetzt getroffen werden, das wird spannend zu sehen sein. Wenn es nun länger dauert (mit der Situation im Nahen Osten; Anm. d. Red.), dann hat sich das Thema eigentlich schon erledigt, dass wir in Bahrain und Saudi-Arabien fahren können. Dann muss man ausweichen nach Europa und dann werden Strecken wie Portimao oder Le Castellet Thema werden. Das müsste aber alles zeitnah entschieden werden, vor allem natürlich wegen der Tickets und der Zuschauer."
Eine deutsche Strecke kommt nicht infrage
Schaue man nach Deutschland, eigne sich sowieso nur eine Strecke: "Es ist noch relativ früh im Jahr. Daher kommt der Nürburgring als Ersatz nicht infrage, da kann es noch schneien. Vielleicht am Hockenheimring, aber ich könnte mir da eher andere Rennstrecken vorstellen. Portugal kehrt ja bald sowieso in den Rennkalender zurück und weiter südlich in Europa ist das Wetter auch nun mal besser. Und Frankreich ist auch schon in der Vergangenheit mal eingesprungen."
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