Ralf Schumacher rät Max Verstappen nach Formel-1-Kritik zu mehr Zurückhaltung
Max Verstappen ist nicht glücklich mit dem neuen Reglement in der Königsklasse. Nachdem der Superstar die Formel 1 mit Mario Kart verglichen hat, rät ihm Sky Sport Formel-1-Experte Ralf Schumacher, sich etwas mehr zurückzuhalten.
18.03.2026 | 14:02 Uhr
"Ich habe den Simulator gegen meine Nintendo Switch getauscht und übe jetzt ein bisschen Mario Kart".
Max Verstappen nimmt kein Blatt vor den Mund. Dafür ist der vierfache Weltmeister mittlerweile in der Formel 1 bekannt. Während er sich bei kritischen Fans beliebt macht, brüskiert der Niederländer damit immer wieder die Rennserie, Teams oder den Weltmotorsportverband.
Sein Mario-Kart-Vergleich vor dem Großen Preis von China war die nächste zynische Bemerkung einer Reihe von kritischen Äußerungen gegen das neue Reglement der Königsklasse. Mit seiner Kritik ist er natürlich nicht allein. Dennoch äußerten andere Personen aus dem F1-Zirkus diese deutlich subtiler. Ihre Teams, Berater und das Umfeld wollen nicht, dass ihre Schützlinge mit unbedachten Sprüchen Verantwortliche und Sponsoren zu heftig vor den Kopf stoßen.
Schumacher wird deutlich
Auch Sky Sport Formel-1-Experte Ralf Schumacher wünscht sich für Max Verstappen ein etwas sorgsameres Umfeld. "Max Verstappen wäre jetzt einfach ganz gut beraten, entweder auf einen Fahrer oder auf irgendeinen guten Freund zu hören und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren", so der sechsfahre Grand-Prix-Sieger bei Backstage Boxengasse - Der Formel 1 Podcast.
Mit der Kritik an der Formel 1 stehe sich der Superstar selbst im Weg: "Ich glaube, es hilft ihm nicht, von Mario Kart zu sprechen. Das kann er mit seinen Kumpels machen. Ich glaube, es hilft auch nicht, im Fernsehen zu sagen: 'Ich bin froh, dass ich auf dem Nürburgring und bei Le Mans fahren kann - weil das macht mir Spaß und die Formel 1 macht mir keinen Spaß'."
Verstappen fährt aktuell hinterher
Verstappen musste im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit seines Red-Bull-Teams aktuell einen schweren Rückschlag einstecken. Der neue RB22 ist weit weg von der Spitze des Feldes. Im Sprint von Shanghai gelang lediglich Rang neun, im Hauptrennen schied der 28-Jährige dann mit Antriebsproblemen sogar aus.
In der Vergangenheit gab der Erfolg Verstappen meist Recht, seine Leistungen erlaubten es ihm, deutlich befreiter zu sprechen, als viele seiner Konkurrenten. Für Schumacher ist das auch nachvollziehbar - aber dennoch nicht richtig: "Ich wäre wahrscheinlich damals genauso gewesen und habe auch viele Fehler gemacht. Da ist es wichtig, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen von solchen Fehlern bewahrt. Ich glaube, das fehlt Max einfach so bisschen. Weil er auch gewohnt ist, dass er durch seinen Erfolg mehr oder weniger machen konnte, was er wollte."
Verstappen will an der Nordschleife Batterien aufladen
Doch auch der Star-Pilot müsse sich den neuen Umständen anpassen, so Schumacher weiter: "Jetzt ist es natürlich anders. Er fährt im Moment im Mittelfeld, wenn er nicht gerade stehen bleibt. Das muss man auch mal so sagen, leider Gottes. Dann wird das natürlich irgendwann schwierig."
Bevor Verstappen in Suzuka (der Große Preis von Japan LIVE auf Sky Sport) noch einmal die Gelegenheit bekommt, gegen die "neue" Formel 1 zu wettern (oder es eben zu lassen), startet er beim zweiten Lauf der Nordschleifen Langstrecken Serie (NLS) auf dem Nürburgring (LIVE im Stream auf skysport.de und in der Sky Sport App). Nach dem GP von Japan geht die Formel 1 durch die Absagen der Rennen in Bahrain und Saudi Arabien in eine fünfwöchige Pause.
Mehr zum Autor Malte Göttlinger
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