Ralf Schumacher attackiert Lewis Hamilton: Ferrari-Zoff nach Mexiko eskaliert
Ralf Schumacher hat Lewis Hamilton nach dem Großen Preis von Mexiko ungewöhnlich deutlich kritisiert. Der Sky Sport F1-Experte wirft dem Ferrari-Piloten vor, sich über das Team zu stellen und mit seinen Funksprüchen die Situation unnötig verschärft zu haben.
03.11.2026 | 20:55 Uhr
Auslöser der Debatte war ein hartes Duell zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Der teaminterne Zweikampf kostete Ferrari nach Ansicht Schumachers einen möglichen Rennsieg.
Ralf Schumacher hat den Zoff bei Ferrari in Mexiko mit deutlichen Worten bewertet und dabei vor allem Lewis Hamilton scharf kritisiert. Der F1-Rekordweltmeister hatte sich nach dem Start in Führung liegend ein intensives Rad-an-Rad-Duell mit Teamkollege Charles Leclerc geliefert. Bei diesem kamen beide Piloten von der Strecke ab.
"Lewis Hamilton hat in Kauf genommen, dass, wenn Charles Leclerc nicht über die Wiese fährt, es zum Crash kommt. Das ist Absicht. Da habe ich aber kein Problem, weil es eine Rennsituation ist, bei dem jeder seine Position nicht abgeben will", erklärte Schumacher im Sky Sport F1-Podcast Backstage Boxengasse zu dem hart geführten teaminternen Duell.
Hamilton fordert Leclerc-Strafe
"Wo ich ein Problem mithabe, ist mit dem Drama, was danach kam. Am Funk eine Strafe für den Teamkollegen zu fordern, das macht man nicht. Dann wie Al Capone zu sprechen und zu drohen, dass 'wir große, große Probleme haben' - da geht aus meiner Sicht der Hund mit dem Herrchen spazieren. Da muss jetzt dringend etwas geändert werden", so Schumacher weiter.
Hamilton hatte während der Anfangsphase des Rennens immer wieder eine Strafe für Leclerc gefordert, weil dieser im Zweikampf letztendlich abkürzte und dadurch die Führung übernahm. Nachdem der Monegasse eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe von den Stewards erhielt, echauffierte sich der 41-Jährige über die nach seiner Meinung nach zu geringen Strafe.
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Ferrari verschenkt den Sieg
"Lewis Hamilton stellt sich über die Marke Ferrari. Er macht mehr auf Teamchef als auf Fahrer. Ich würde das nicht tolerieren. Ich würde beide Fahrer in einen Sack stecken, ihnen die Leviten lesen und ihnen erklären, wie das bei Ferrari zu funktionieren hat. So kann es nicht weitergehen. Beide Fahrer haben sich in der Situation gegenseitig das Rennen kaputtgemacht. Ferrari hätte in Mexiko gewinnen müssen", wurde Schumacher deutlich.
Hamilton fiel durch den Fight mit Leclerc von Rang eins auf Platz drei zurück. Max Verstappen überholte ihn noch in der ersten Runde. Der Niederländer im Red Bull profitierte im weiteren Rennverlauf von der Leclerc-Strafe und überholte diesen in der Box. Am Ende gewann Verstappen auch das Rennen. Hamilton schnappte sich nach einem Restart noch Rang zwei, Leclerc landete letztendlich nur auf Platz vier.
Wie einst Prost und Senna?
"Lewis muss sich mal die Frage stellen, was er überhaupt will. Geht es nur um ihn oder geht es um den Erfolg des gesamten Teams? Man hat manchmal das Gefühl, dass sich alles nur um ihn dreht. Die Rivalität zwischen Hamilton und Leclerc ist seit einigen Rennen ein Stück zu weit gegangen. Es kann nicht sein, dass Ferrari darunter leidet, weil beide Piloten Dickschädel sind", meinte Schumacher.
Der Sky Sport F1-Experte zog nach dem Al-Capone-Vergleich noch einen weiteren heran. "Ich erinnere nur an Ayrton Senna und Alain Prost. Wenn zwei solcher Alpharüden aufeinander losgelassen werden, dann weiß man ja schon vorher, was passiert. Das ist eine Sache des Managements und da muss man vorher klarstellen, wie man das löst. Man muss klare Regeln finden, damit man die Situation löst", sagte der 51-Jährige und forderte ein Machtwort von Teamchef Fred Vasseur und Ferrari-Boss John Elkann.
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