Max Verstappen will an allen wichtigen Langstrecken-Rennen teilnehmen
Der viermalige Weltmeister Max Verstappen hat gerade wenig Spaß im Formel-1-Auto. Mehr denn je sucht er woanders nach Ablenkung.
12.03.2026 | 08:43 Uhr
Im Ärger über das neue Formel-1-Reglement strebt der viermalige Weltmeister Max Verstappen mehr denn je auch in andere Rennserien.
"Ich muss nicht nur ein Formel-1-Fahrer sein", sagte der Red-Bull-Star vor dem Großen Preis von China in Shanghai. Der 28-Jährige bekräftigte, an allen wichtigen Langstrecken-Rennen im Sportwagen teilnehmen zu wollen. "Und das will ich nicht machen, wenn ich 40 bin. Ich bin jetzt im perfekten Alter dafür", sagte Verstappen.
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Zuletzt hatte sich der Niederländer immer wieder kritisch über die große Regelreform der Formel 1 geäußert. "Es macht mir im Moment keinen Spaß, dieses Auto zu fahren", sagte Verstappen. Beim Saisonauftakt in Melbourne war er von Startplatz 20 noch auf Rang 6 gerast, hatte sich aber dennoch unzufrieden über die neue Technikformel gezeigt. Die neuen Motoren beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss.
Start auf dem Nürburgring
Verstappen hatte die neue Formel 1 mit dem Videospiel "Mario Kart" verglichen. Wegen seiner schon länger geäußerten Kritik wurde auch über einen Rückzug des Vierfach-Champions spekuliert. "Ich will nicht gehen, aber ich wünschte, ich hätte mehr Spaß", sagte Verstappen in Shanghai.
Zu Wochenbeginn hatte Mercedes-AMG bestätigt, dass der Niederländer im Mai in einem Auto des Herstellers am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen wird. Verstappen nannte zudem weitere Langstrecken-Klassiker wie Le Mans und Spa als Ziele für die nächsten Jahre. "Dort ist das Umfeld weniger politisch, ich kann mehr ich selbst sein", erklärte Verstappen und beschrieb seine Ausflüge in andere Rennserien als "positive Ablenkung".
Alonso ohne Hoffnung
Nach dem Debakel beim Auftakt geht der zweimalige F1-Weltmeister Fernando Alonso das zweite Saisonrennen ohne große Hoffnung auf Verbesserungen an. Die Situation bei Aston Martin "hat sich leider in den vier oder fünf Tagen seit Melbourne nicht geändert, daher wird es ein schwieriges Wochenende", sagte der Spanier in Shanghai: "Ich wäre zufrieden, wenn wir China mit einem einigermaßen normalen Training und Qualifying verlassen."
Aston Martin hat große Probleme mit dem neuen Auto. Am vergangenen Wochenende in Melbourne war gar die Rede davon, dass die von der Antriebseinheit ausgehenden Vibrationen zu Nervenschäden an den Händen der Fahrer Alonso und Lance Stroll (Kanada) führen könnten. Zwar gingen die beiden an den Start, sie schieden aber früh aus.
Aston Martin mit Problemen
Bereits vor dem zweiten von insgesamt geplanten 24 Rennen am Sonntag (ab 7 Uhr LIVE & EXKLUSIV auf Sky Sport) hat Alonso die Saison abgehakt. "Ich hoffe, dass wir in ein paar Rennen ein normales Wochenende haben können, zumindest was das Absolvieren der Sessions und das Fahren von Runden angeht", sagte der 44-Jährige: "Um konkurrenzfähig zu sein, brauchen wir noch etwas Zeit. Sobald wir die Zuverlässigkeitsprobleme behoben haben, werden wir in puncto Leistung hinterherhinken."
Die Probleme bei Aston Martin seien immer noch vielfältig und deren Ursprung "unbekannt. Sie tauchen Tag für Tag aus dem Nichts auf, und das macht es schwer, die Zukunft vorherzusagen."
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