Lewis Hamilton fährt erstmals im Ferrari auf das Podium
Lange musste der F1-Rekordweltmeister darauf warten.
15.03.2026 | 15:03 Uhr
Nun hat Hamilton auch mit Ferrari einen Podiumsplatz vorzuweisen.
Lewis Hamilton hat seinen persönlichen "Fluch" gebrochen!
In seinem 26. Rennen für die Scuderia raste er beim Großen Preis von China (Zum Nachlesen: So lief das Rennen) erstmals auf das Podest. Nachdem der 41-Jährige zu Beginn sogar das Rennen anführte, lieferte er sich über viele Runden einen intensiven Fight mit Teamkollege Charles Leclerc um den letzten Podiumsrang. Am Ende setzte sich Hamilton durch und fuhr zum 203. Mal in der Formel 1 unter die ersten Drei.
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Hamilton erfüllt sich Traum
"Ich hatte den Traum, zu Ferrari zu kommen und mit dem Team ganz oben auf dem Podium zu stehen. Dieses Podium hat länger auf sich warten lassen, als ich gehofft hatte. Nach einem schwierigen letzten Jahr macht mich das jetzt stolz. Es ist ein Privileg, für Ferrari zu fahren. Das Podium ist ein sehr besonderer Tag für mich", freute sich der Brite auf der Pressekonferenz nach dem Rennen.
Zuletzt stand Hamilton noch für Mercedes in Las Vegas auf dem Podest. Am 23. November 2024 belegte er damals den zweiten Platz hinter Teamkollege George Russell. Nun endete seine lange Durststrecke auf einer seiner Lieblingsstrecken. In Shanghai, wo er im Vorjahr den Sprint gewann, fuhr er bereits zum insgesamt zehnten Mal auf das Podest. Doch dieses Mal war es für Hamilton ein ganz besonderer Meilenstein.
Knallhartes Duell mit Leclerc
Was von diesem Rennen im Gedächtnis bleiben wird, ist vor allem aber das knallharte Racing mit Leclerc. "Dieses intensive Duell mit Charles, das war einfach fantastisch. Großartiges Duell, sehr fair. Wir haben uns einmal berührt, aber das war nur ganz leicht. Ein kleiner Kuss nur, das war okay. Aber darum geht es ja, um hartes Rennfahren", erklärte Hamilton.
Leclerc, der anders als in der Vorsaison mit den neuen Autos nun nicht mehr die klare Nummer eins bei Ferrari ist, verpasste hingegen seinerseits sein erstes Top-3-Finish im Reich der Mitte. "Das ist eigentlich ein ganz cooler Fight", funkte der Monegasse, der mit seinem 152. Rennen für Ferrari Kimi Räikkönen überholte und hinter Michael Schumacher nun die zweitmeisten Grands Prix für die Italiener absolvierte, mit etwas Ironie in Richtung Box.
Ferrari greift nicht ein
"Ich habe nur darauf gewartet, dass die zwei Ferraris kollidieren. Ich habe seit Langem nicht mehr so ein aggressives Racing gesehen", meinte selbst Russell im Anschluss. Besonders Teamchef Frederic Vasseur hatte beim intensiven Duell einen extrem hohen Puls. "Ich habe schon schwer geschwitzt. Manchmal hatte ich schon ein bisschen Schiss. Aber ich vertraue meinen Fahrern, dass die das im Griff haben. Natürlich kann immer was passieren", so der Franzose bei Sky Sport.
Ferrari verlor allerdings durch das teaminterne Duell den Kontakt zu Mercedes, kam mit 25 Sekunden Rückstand ins Ziel. "Fred war sicher nicht ganz happy mit dem Kampf. Ab einem gewissen Moment hofft man dann, dass die zwei es dann sein lassen. Wenn man eh schon langsamer ist, dann hilft so was natürlich nicht und man verliert schnell den Kontakt. Und man macht sich ja selbst die Reifen noch schneller kaputt. Das ist auch für die Daten nicht besser. Aber er hat zwei High Roller im Team. Dementsprechend nicht so einfach, da was zu sagen", resümierte Sky Sport F1-Experte Ralf Schumacher.
Hamilton ist wieder da
Nach den ersten beiden Saison-Wochenenden lässt sich aber festhalten, dass Hamilton nach einer Horror-Debütsaison nun endgültig in Rot angekommen ist. "Die Ground-Effect-Autos haben ihm nicht so gepasst. Jetzt scheint er wieder der alte Lewis zu sein. Das Auto fährt man wieder mehr auf die normale, die natürliche Weise. Und das macht ihm Spaß. Eine tolle Leistung von ihm", lobte sein Ex-Renningenieur Peter Bonnington am Sky Sport Mikrofon.
Und Hamilton? Der gab sich abschließend angriffslustig für die kommenden Aufgaben und betonte zudem, wie viel Spaß er jetzt wieder hat. "Ich fühle, dass ich mental und physisch wieder auf meinem Top-Level angekommen bin", betonte der F1-Rekordsieger. Nach dem ersten Ferrari-Podium hat Hamilton für 2026 auch den ersten Ferrari-Sieg bereits fest im Blick.
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