Leichter und einfacher: FIA-Pläne für neue Formel 1

Der Automobil-Weltverband FIA will die Formel-1-Boliden der Zukunft gesundschrumpfen.

Das künftige Auto von Max Verstappen soll so leicht sein, wie seit 13 Jahren nicht mehr.
Image: Das künftige Auto von Max Verstappen soll so leicht sein, wie seit 13 Jahren nicht mehr.  © DPA pa

Deutlich leichter, einfacher und günstiger sollen die Autos ab 2030 sein, das sagte FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem im Rahmen des 24-Stunden-Rennens von Le Mans.

Zudem sollen künftig keine Turbomotoren mehr eingesetzt werden, hier gibt es allerdings Konfliktpotenzial: Der neue deutsche Hersteller Audi wünscht sich ein Festhalten am Turbo.

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Heiße Temperaturen im Qualifying von Barcelona - in und auf der Strecke. George Russell will sein starkes Wochenende fortsetzen, Kimi Antonelli hat da was gegen. Und plötzlich ist das Licht auf Lance Stroll gerichtet.

"Ziel ist es, die Dinge einfach zu halten, so günstig wie möglich", dies sei auch im Sinne der Hersteller, sagte Ben Sulayem. Die Autos sollen künftig nur noch "630 bis 650 kg" wiegen, so leicht waren sie zuletzt im Jahr 2013, vor Einführung der V6-Turbohybrid-Motoren. Derzeit beträgt das Mindestgewicht für die Boliden 768 kg.

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Um dies zu erreichen, "sind wir bereit für neue Motoren ab 2031, wir versuchen es sogar für 2030." Die FIA darf das technische Reglement ab 2031 wieder selbst vorgeben, für Änderungen ab 2030 benötigt sie die Zustimmung der Hersteller. Der Weltverband will V8-Motoren mit einem nur noch kleinen Hybrid-Anteil einführen. Es soll sich aber um Saugmotoren handeln, und eben nicht um Turbos. "Viele Leute sagen, wir brauchen einen Turbo. Aber dann haben wir wieder Übergewicht", sagte Ben Sulayem.

Audi-CEO Gernot Döllner hatte erst am vergangenen Wochenende in Monaco die Bedeutung eines Turbokonzepts "aufgrund der Effizienzvorteile" unterstrichen. "Wir bleiben für verschiedene Lösungen offen, aber unsere zentrale Priorität ist, dass Effizienz und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen." Ein Turbolader sei "für uns wichtiger als die Anzahl der Zylinder." Döllner wollte allerdings keine Ausschlusskriterien formulieren, "wir sind Teil des Prozesses und erwarten konstruktive Ergebnisse".

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Die Formel 1 hatte das seit 2014 aktive Hybridkonzept zu dieser Saison deutlich nachgeschärft, beinahe die Hälfte der Leistung kommt derzeit aus der Batterie. Dies führt in der Praxis aber zu Energiemangel, in den kommenden beiden Jahren soll der Verbrenner daher schrittweise wieder 60 Prozent der Leistung liefern.

SID

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