Formel 1 vor Afrika-Comeback: Ruanda offenbar als neuer Grand-Prix-Standort?
Die Formel 1 steht offenbar vor ihrer Rückkehr nach Afrika. Nach Informationen aus Regierungskreisen und dem Umfeld der FIA wurde die Bewerbung von Ruanda für einen Grand Prix genehmigt.
08.10.2026 | 15:55 Uhr
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem bislang letzten Afrika-Rennen könnte die Königsklasse des Motorsports künftig in Kigali gastieren. Eine offizielle Bestätigung wird zeitnah erwartet.
Die Formel 1 könnte in wenigen Jahren erstmals in ihrer Geschichte in Ruanda gastieren. Wie Quellen aus der ruandischen Regierung und dem Umfeld der FIA der Nachrichtenagentur AFP bestätigten, wurde die Bewerbung des ostafrikanischen Landes genehmigt. Demnach sei bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt worden.
Eine offizielle Bekanntgabe steht zwar noch aus, soll aber nach Angaben der Quellen bereits in der kommenden Woche in der Hauptstadt Kigali erfolgen.
Formel 1 vor Rückkehr nach Afrika
Für die Motorsport-Königsklasse wäre es ein historischer Schritt. Zuletzt machte die Formel 1 1993 in Kyalami in Südafrika Station. Seitdem fehlt Afrika als einziger bewohnter Kontinent im Rennkalender der Serie. Mit einem Grand Prix in Ruanda würde die Formel 1 ihre globale Präsenz weiter ausbauen und einen lang gehegten Wunsch vieler Beteiligter erfüllen.
Dem Bericht zufolge erhält das Vorhaben auch Unterstützung aus Katar. Die finanzielle und organisatorische Hilfe soll dazu beitragen, die Voraussetzungen für die Austragung eines Formel-1-Rennens in Ruanda zu schaffen. Bis zur tatsächlichen Premiere dürfte allerdings noch Zeit vergehen. Der Rennkalender für die kommende Saison steht bereits fest.
Debüt wohl erst 2030
Nach aktuellen Medienberichten gilt eine Aufnahme in den Kalender erst zur Saison 2030 als realistisch. Damit hätten die Verantwortlichen mehrere Jahre Zeit, die notwendige Infrastruktur sowie die Rennstrecke fertigzustellen und alle Anforderungen der Formel 1 zu erfüllen.
Zu den prominentesten Befürwortern eines Afrika-Comebacks zählt Lewis Hamilton. Der siebenmalige Weltmeister hatte mehrfach öffentlich erklärt, dass Afrika zwingend im Formel-1-Kalender vertreten sein müsse. "Seit sechs, vielleicht sogar sieben Jahren kämpfe ich hinter den Kulissen darum, einen Grand Prix auf die Beine zu stellen", sagte Hamilton zu Saisonbeginn.
Der Ferrari-Pilot betonte zudem, dass er seine Karriere möglichst nicht beenden wolle, ohne noch ein Formel-1-Rennen auf afrikanischem Boden gefahren zu sein.
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