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Formel 1: Angeschlagener Lance Stroll trumpft in Bahrain auf

Vom Krankenbett auf P6: Stroll beißt sich in Alonsos Schatten durch

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Lance Stroll ist trotz schmerzenden Händen auf Rang sechs gefahren und freut sich über das tolle Ergebnis im Team - Kollege Fernando Alonso ist aufs Treppchen gefahren.

Im Schatten von Teamkollege Fernando Alonso ist Lance Stroll beim Saisonauftakt in Bahrain ein grandioses Rennen gefahren. Und dass trotz erheblicher gesundheitlicher Einschränkungen.

Vom Krankenhaus zu P6 in Bahrain in weniger als zwei Wochen.

Lance Stroll erlebte turbulente Tage. Nur wenige Tage vor den Wintertestfahrten in Bahrain gab Aston Martin am 20. Februar bekannt, dass Stroll diese aufgrund eines Radunfalls verpassen werde. Wie sich später herausstellte, hatte sich der Kanadier bei dem Unfall unter anderem das rechte Handgelenk sowie einen Zeh gebrochen und musste im Krankenhaus operiert werden.

Sein Einsatz beim Saisonauftakt im kleinen Wüstenstaat auf der arabischen Halbinsel war lange ungewiss, Ersatzmann Felipe Drugovich stand bereits in den Startlöchern. Erst einen Tag vor dem ersten Freien Training der Saison erklärte Aston Martin, das Stroll fahren könne. Und wie er das tat. Ohne Testzeit fuhr der 24-Jährige im Qualifying auf P8 und raste dann im Rennen sogar bis auf P6 - damit landete Stroll vor Mercedes-Mann George Russell.

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Der Saisonauftakt in Bahrain hat gezeigt wo die Teams im Jahr 2023 wirklich stehen. Verstappen und Red Bull fahren in einer eigenen Liga, Fernando Alonso und Aston Martin schaffen den Sprung auf das Podium und Mercedes steckt weiter im Formtief.

Stroll leidet im Cockpit

"Das war ein großartiger Tag für das gesamte Team, beide Autos haben viele Punkte eingefahren. Es ist toll zu sehen, wo wir jetzt stehen. Ich bin einfach nur glücklich, überhaupt hier zu sein. Keiner kann sich vorstellen, was ich in den vergangenen zwei Wochen durchgemacht habe. Vor zehn Tagen konnte ich mich kaum bewegen, konnte nicht gehen und meine Hände nicht bewegen", sagte Stroll nach dem Rennen am Sky Mikrofon.

Von seinen Einschränkungen war von außen betrachtet kaum etwas zu sehen. Dabei hatte der Kanadier im Cockpit mächtig zu kämpfen, biss sich aber durch. "Ich habe viele Schmerzen. Aber am Ende habe ich nur an diese Punkte gedacht und wollte sie unbedingt einfahren. Das war eine unfassbare Reise. Nach dem Unfall war es sehr schwer, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen", so Stroll.

Er habe selbst damit gerechnet, "dass ich vielleicht in Australien oder Baku wieder zurück sein werde. Aber ich habe einfach ein tolles medizinisches Team hinter mir, ohne dieses würde ich nicht schon wieder im Auto sitzen", erklärte der 24-Jährige, der in Bahrain das gesamte Wochenende humpelnd durch das Fahrerlager lief und aufgrund seiner Schmerzen dabei stets Badeschlappen anhatte.

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Alonso lobt Teamkollegen

Bis auf einen Schreckmoment am Start, wo Stroll fast Teamkollege Fernando Alonso abräumte, machte der Aston-Martin-Pilot keinen einzigen Fehler. Im Ziel gab es dafür direkt die Anerkennung des zweimaligen Weltmeisters, der Dritter wurde. "Herzlichen Glückwunsch an meinen Teamkollegen Lance. Er wurde vor Kurzem operiert und jetzt hat er mit allen mitgekämpft. Das war super für das ganze Team", so der 41-jährige Spanier.

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Fernando Alonso fährt im ersten Rennen von Bahrain sensationell auf den dritte Platz - und hat lobende Worte für Teamkollege Stroll, der erst vor wenigen Wochen operiert wurde.

Auch Aston-Martin-Teamchef Mike Krack bescheinigte bei Sky seinen beiden Piloten einen hervorragenden Job gemacht zu haben. Die britische Traditionsmarke scheint zu Saisonbeginn hinter Red Bull und Ferrari die dritte Kraft zu sein. Aston Martin ist dabei aber mehr als nur eine One-Man-Show namens Alonso. Denn zusammen mit Stroll kann das Team auch in der Konstrukteurs-WM für Furore sorgen.

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Mike Krack spricht exklusiv am Sky Mikro über die starke Teamperformance von Aston Martin beim GP von Bahrain.

Bei zweiten Rennen in Saudi-Arabien (am 19.3. ab 16.30 Uhr LIVE & EXKLUSIV auf Sky) will ein fitterer Stroll dann richtig angreifen: "Mein rechtes Handgelenk fühlt sich von Tag zu Tag besser an. Ich versuche den Schmerz so gut es geht zu händeln. Ich hoffe sehr, dass ich mich in Jeddah schon richtig gut fühlen werde".

Mehr zum Autor Peer Kuni

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