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Colapinto-Crash in Baku: Ralf Schumacher verteidigt Alpine-Pilot und kritisiert Social-Media-Debatte

Franco Colapinto steht nach seinem folgenschweren Unfall beim Grand Prix von Aserbaidschan in der Kritik. Ralf Schumacher verteidigte den Alpine-Piloten jedoch und bezeichnete den Vorfall als normalen Fahrfehler.

Alpone-Pilot Franco Colapinto sorgte mit seinem Baku-Crash für heftige Reaktionen.
Image: Alpine-Pilot Franco Colapinto sorgte mit seinem Baku-Crash für heftige Reaktionen.  © Imago

Der Crash kostete Alpine wichtige Punkte und löste hitzige Debatten aus. Neben Lando Norris meldeten sich sogar argentinische Politiker öffentlich zu Wort.

Ralf Schumacher hat mit deutlichen Worten auf den Unfall von Franco Colapinto beim Großen Preis von Aserbaidschan reagiert.

Ralf Schumacher fungiert als F1-Experte für Sky Sport.
Image: Ralf Schumacher fungiert als F1-Experte für Sky Sport.  © DPA pa

"Ich würde Franco jetzt nicht sofort verteufeln. Es war ein Fahrfehler, er hat sich sofort entschuldigt bei allen und dann sollte man es auch dabei belassen", machte der Sky Sport F1-Experte im Sky Sport F1-Podcast Backstage Boxengasse deutlich und betonte: "Das kann allen passieren. Es gibt nur zwei Sorten: Die, denen es schon passiert ist und die, die es noch vor sich haben."

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Nach dem GP von Aserbaidschan analysieren Ralf Schumacher und Peter Hardenacke die spannendsten F1-Themen der Woche: Kimi Antonellis ''Hinterntritt''. die hitzige Debatte um Franco Colapinto und die Sicherheitslage für die Rennen am Golf.

Briatore und Norris üben Kritik

Alpine-Teamchef Flavio Briatore hatte nach dem Crash mit Konsequenzen für Colapinto gedroht. Der Argentinier hatte sich bei einem Restart nach einer Safety-Car-Phase verschätzt und viel zu spät gebremst. Dabei ist er in seinen auf Position sieben liegenden Teamkollegen Pierre Gasly hineingerauscht und nahm diesen aus dem Rennen. Der Doppel-Ausfall kostete Alpine wichtige Punkte in der Konstrukteurs-WM.

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Teamkegeln in Baku: Nach dem Safety Car drängen sich die Teams Alpine und Racing Bulls gegenseitig von der Strecke. Gewinner George Russell lässt das kalt - der Brite fährt vor Max Verstappen als Erster ins Ziel.

Lando Norris, der ebenfalls in den Crash involviert war und ausschied, forderte nach dem Grand Prix gar eine Rennsperre für Colapinto. Der McLaren-Weltmeister ruderte später allerdings zurück. ""Franco weiß, was er falsch gemacht hat. Das passiert ihm so schnell nicht nochmal. Das war ein Fahrfehler. Ein Fahrfehler, der auch schon Weltmeistern passiert ist. Lando war sauer, hat sich in der Zwischenzeit aber auch entschuldigt", sagte Schumacher.

Argentinischer Außenminister reagiert

Gasly fluchte nach dem Rammstoß seines Teamkollegen lediglich am Funk, in den Interviews hielt sich der Franzose mit Kritik zurück. "Vielleicht hatte er auch einfach Angst vor den argentinischen Fans. Ich kann mir vorstellen, dass Norris nach seinen Aussagen auch wieder ein paar Drohungen bekommen hat", orakelte Schumacher. In den sozialen Medien sind die Argentinier sehr aktiv und verteidigen verbal immer wieder ihren Landsmann Colapinto.

FRANCO COLAPINTO 🇦🇷

  • Name: Franco Alejandro Colapinto
  • Geburtstag: 27. Mai 2003 (Pilar, Argentinien)
  • Team: BWT Alpine F1 Team
  • Erstes F1-Rennen: GP von Italien (2024, 12.)
  • Erster F1-Sieg: -
  • Titel: -
  • Vorherige Teams: Williams

Selbst der argentinische Außenminister Pablo Quirno meldete sich nach dem Vorfall in Baku und den anschließenden Aussagen von Norris über Colapinto zu Wort. Am Samstagabend postete Quirno ein Foto auf X von der von Norris verschuldeten Kollision mit seinem McLaren-Teamkollegen Oscar Piastri 2025 in Kanada und schrieb dazu: "Sicher hat Lando Norris auch eine Strafe für den Fahrer gefordert, der beim Grand Prix von Kanada 2025 mit Oscar Piastri kollidiert ist. Ach, stimmt, hat er nicht."

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Schumacher reagierte auf das Einmischen Quirnos salopp: "Das ist auch ein schlechter Witz." Nicht nur der 51-Jährige fand die erneute Debatte in den sozialen Medien als "unpassend". Auch Alpine meldete sich nach den vielen Hassnachrichten gegen Norris mit einem Statement zu Wort. Bereits zuletzt hatte Briatore mit einem Maulkorb für Colapinto seitens der argentinischen Presse gedroht, wenn die Vorfälle in den sozialen Medien weitergehen würden.

Alpine gibt Statement ab

Das Alpine-Statement im Wortlaut: "Wir halten es für notwendig, uns nach dem Grand Prix von Aserbaidschan erneut gegen Hass und Beschimpfungen im Internet auszusprechen.

ALPINE 🇫🇷

  • Name: BWT Alpine F1 Team
  • Gründungsjahr: 2016
  • Unternehmenssitz: Enstone, Großbritannien
  • Vorgänger: Toleman, Benetton Formula 1, Renault, Lotus
  • Konstrukteurs-Titel: 2 (2005, 2006)
  • Teamchef: Flavio Briatore
  • Fahrer: Pierre Gasly (FRA), Franco Colapinto (ARG)
  • Testfahrer: Paul Aron (EST), Kush Maini (IND)

Diese richten sich nicht nur gegen einen unserer eigenen Fahrer, sondern auch gegen Mitglieder der Formel-1-Gemeinschaft, einschließlich der Medien sowie gegen unsere Konkurrenten, die wir respektieren, bewundern und gegen die wir mit großer Freude in der Königsklasse des Motorsports antreten.

Wie wir bereits bei früheren Vorfällen gesagt haben, verurteilen wir die Reaktionen einiger Fans im Internet aufs Schärfste und stehen solidarisch an der Seite der Formel 1, der FIA und der anderen Teams, die diesem Verhalten ein Ende setzen wollen. Es ist bei den vergangenen Rennen zu einem regelmäßigen Vorkommnis geworden und kann nicht toleriert werden."

Mehr zum Autor Peer Kuni

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