Charles Leclerc im Ferrari mit Bestzeit im 1. Freien Training beim GP von Miami
Traumstart nach der Formel-1-Zwangspause: Charles Leclerc schnappt sich im Ferrari die Trainingsbestzeit in Miami und landet vor dem ebenfalls starken Max Verstappen. Das einzige freie Training vor der Sprint-Qualifikation liefert erste Antworten – und einige Fragezeichen.
01.05.2026 | 19:50 Uhr
Charles Leclerc ist nach der langen Pause sofort auf Betriebstemperatur. Der Ferrari-Pilot fuhr im einzigen freien Training zum GP von Miami die Bestzeit – und setzte damit ein dickes Ausrufezeichen vor der Sprint-Qualifikation am Abend (ab 22:15 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport Formel 1)
In der auf 90 Minuten verlängerten Session umrundete der Monegasse das Miami International Autodrome in 1:29,310 Minuten. Damit verwies er Max Verstappen deutlich auf Rang zwei - satte 0,297 Sekunden fehlten dem vierfachen Weltmeister auf die Spitze. Dennoch zeigte sich der Niederländer im Vergleich zur bisherigen Saison stark verbessert und legte mit Platz zwei sein bislang bestes Session-Ergebnis dieses Jahres hin.
Dritter wurde Oscar Piastri im McLaren (+0,448), der damit erneut seine starke Form aus der Vorsaison bestätigte.
Das Ergebnis des 1. Freien Trainings beim GP von Miami
Für Leclerc ist es ein gelungener Neustart nach ungewöhnlich langen fünf Rennwochen Pause. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten waren die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien kurzfristig abgesagt worden. Die ungeplante Unterbrechung nutzten die Regelhüter für Anpassungen am Reglement - insbesondere mit Blick auf Sicherheit und den Ablauf der Qualifikation, der zuletzt stark kritisiert worden war.
Das Training selbst verlief weitgehend ruhig. Große Zwischenfälle blieben aus, echte Longrun-Daten waren aufgrund des dichten Programms Mangelware. Schließlich blieb für die Teams nur diese eine Einheit, ehe es direkt in die Sprint-Qualifikation ging.
Antonelli mit Problemen an der Power Unit
Ein kleiner Schreckmoment ereilte jedoch den WM-Führenden: Kimi Antonelli musste seinen Mercedes vorzeitig abstellen. Probleme an der Antriebseinheit zwangen den erst 19-jährigen Italiener zur Aufgabe. Trotzdem reichte es für Rang fünf - direkt vor Teamkollege George Russell.
Der Brite beschwerte sich während des Trainings über merkwürdige Geräusche aus dem Silberpfeil. "Er macht Geräusche wie eine Dampflok", funkte Russell genervt an die Box. Ein erster Hinweis darauf, dass Mercedes vor dem Sprint-Wochenende noch Hausaufgaben hat.
Hülkenberg landet hinter Teamkollege Bortoleto
Aus deutscher Sicht blieb Nico Hülkenberg unauffällig. Der Routinier landete im Audi auf Platz 15 und hielt sich mit schnellen Runden weitgehend zurück - der Fokus lag klar auf der Abstimmungsarbeit. Direkt vor ihm landete sein Teamkollege Gabriel Bortoleto (P14).
Die Ausgangslage vor dem Sprint-Knockout ist damit offen. Ferrari zeigt sich sehr konkurrenzfähig, Red Bull lauert - und McLaren mischt erneut vorne mit. Miami verspricht Spannung ...
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