Oliver Kahn: Bruder schließt Rückkehr als Klubfunktionär nicht aus
Oliver Kahn könnte laut seinem Bruder Axel Kahn grundsätzlich als Klubfunktionär zurückkehren. Sollte ein passendes Angebot kommen, würde sich der frühere Bayern-Boss dieses nach Ansicht seines Bruders "bestimmt anhören".
12.10.2026 | 12:38 Uhr
Oliver Kahn ist mehr als drei Jahre nach seinem Aus beim FC Bayern weiter ein Thema im Fußball. Bruder Axel Kahn sieht zwar die Schattenseiten des Geschäfts, schließt ein Comeback aber nicht aus.
Vor mehr als drei Jahren hatte sich Oliver Kahn vom FC Bayern München verabschiedet. Sein Bruder Axel schließt nun eine Rückkehr des früheren Nationaltorhüters in eine Führungsposition im Profifußball nicht aus.
"Mein Rat an Oliver wäre, sich einen schönen Lebensabend zu machen. Aber nein: Er ist erst 57. Wenn ein Jobangebot kommt, das auf ihn zugeschnitten ist und das er aus seiner Sicht erfolgreich gestalten kann, würde er sich das bestimmt anhören", sagte Axel Kahn der Abendzeitung.
Bruder würde Fußball-Branche meiden
Gleichzeitig äußerte sich der ehemalige Profi des Karlsruher SC kritisch über die Entwicklung im modernen Fußball: "Es dreht sich alles nur noch um den schnellen Erfolg und sehr viel Geld. Surreale Zahlen auf Kosten der Spieler und den Menschen. Und je älter du wirst, desto extremer ist die psychische Belastung. Ob man sich das noch mal antun muss, weiß ich nicht."
Oliver Kahn war Anfang 2020 in den Bayern-Vorstand aufgerückt. Im Sommer 2021 übernahm der frühere Welttorhüter den Vorstandsvorsitz von Karl-Heinz Rummenigge. Nach einer turbulenten Saison 2022/23 trennten sich die Münchner jedoch von Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic.
Kahn hat mit Bayern abgeschlossen
Axel Kahn betonte nun, dass sein Bruder das Ende bei den Bayern längst hinter sich gelassen habe. "Oliver ist fein damit, da ist nichts hängengeblieben. Das Kahn-Gen macht das schon", sagte er mit einem Augenzwinkern.
Besonders die speziellen Machtstrukturen beim deutschen Rekordmeister hob er hervor. Mit Blick auf die aktuelle Führungsriege erklärte Axel Kahn, bei Bayern habe es schon immer interne Grabenkämpfe gegeben. Als Beispiel nannte er Sportvorstand Max Eberl, der sich seiner Wahrnehmung nach regelmäßig rechtfertigen müsse. Sein Fazit: "Letztendlich hat Uli Hoeneß immer das letzte Wort."
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