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Wayne Rooney lehnt nachträgliche Meistertitel für Manchester United im City-Fall ab

Wayne Rooney lehnt eine nachträgliche Vergabe von Meistertiteln ab und verweist dabei sowohl auf sportliche Gründe als auch auf die damaligen City-Spieler.

Wayne Rooney lehnt eine nachträgliche Vergabe von Meistertiteln im Zuge des Manchester-City-Skandals ab.
Image: Wayne Rooney lehnt eine nachträgliche Vergabe von Meistertiteln im Zuge des Manchester-City-Skandals ab.  © Imago

Der Schuldspruch gegen Manchester City hat die Diskussion über mögliche Konsequenzen neu entfacht. Während einige frühere Profis eine nachträgliche Korrektur der Meisterhistorie fordern, sieht Wayne Rooney das kritisch. Der Ex-Stürmer von Manchester United kann sich nicht vorstellen, Jahre später einen Titel zugesprochen zu bekommen.

In der Debatte über die Verstöße des englischen Spitzenklubs Manchester City gegen Finanzregeln hat Ex-Kapitän Wayne Rooney vom Stadtkonkurrenten Manchester United sich gegen die Möglichkeit einer nachträglichen Ernennung von Cityzens-Rivalen zu Meistern ausgesprochen. "Sollte ihnen der Titel für das, was die Besitzer getan haben, aberkannt werden? Ja, vielleicht, aber ich würde mich nicht wohlfühlen, ihn anzunehmen. Ich würde 15 Jahre später keine Medaille bekommen wollen, nur weil City betrogen hat", sagte Rooney schon vor der Bestätigung des Schuldspruchs gegen City im Podcast "Stick to United".

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Manchester City ist im Finanzskandal wegen schwerwiegender Verstöße offiziell in den meisten Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Das teilte die Premier League mit.

City drohen drastische Konsequenzen

Eine unabhängige Kommission zur Untersuchung der Klubmachenschaften zwischen 2009 und 2018 hat nach einem jahrelangen Verfahren in 115 von 115 Fällen (Stand 29.09.2026) Brüche von Finanzvorschriften durch die Himmelblauen als erwiesen eingestuft. Dem derzeitigen Vizemeister droht im Extremfall der Zwangsabstieg. Im fraglichen Zeitraum gewannen die Cityzens drei Premier-League-Titel und danach bis 2024 nochmals fünf Meisterschaften. Der Verein, der alle Vorwürfe zurückweist, kann bis Freitag Einspruch gegen den Kommissionsbeschluss einlegen.

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Manchester City wird wegen Verstößen gegen Finanzregeln schuldig gesprochen. Sky Sport Experte Raphael Honigstein dazu.

2012 hatte Rooney mit United nach einem legendären Fotofinish am letzten Spieltag hinter City lediglich Platz zwei belegt. Seine damaligen Teamkollegen Rio Ferdinand und David de Gea verlangten in den vergangenen Tagen bereits die nachträgliche Ernennung der Red Devils zum Gewinner der damaligen Saison.

Rooney stellt sportliche Fairness in den Mittelpunkt

Rooney reagierte allerdings nachdenklich auf diese Forderungen. "Ich glaube, dass wir diese Premier-League-Medaille nicht verdient hätten", sagte der 40-Jährige, "wir haben damals nicht genug getan, um die Liga zu gewinnen und sind ja auch offensichtlich nicht Erster geworden."

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City-Spieler nimmt Rooney in Schutz

Der ehemalige Kapitän der englischen Nationalmannschaft begründete seine Haltung auch mit Rücksicht auf seine früheren Rivalen bei City: "Ich denke auch an ihre damaligen Spieler - sie haben alles getan, was sie konnten, um den Titel zu gewinnen, und in ihren Köpfen haben sie den Titel auch gewonnen. Wenn Manchester United dasselbe getan hätte und mir meine Premier-League-Medaille nun aberkannt würde wegen etwas, worauf ich keinen Einfluss hatte, wäre ich am Boden zerstört."

SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

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