Rodel-Mixed-Staffel holt nächstes Gold für Deutschland

Die deutschen Rennrodler haben ihre olympischen Festspiele in Cortina d'Ampezzo mit dem dritten Olympiasieg gekrönt.

Julia Taubitz, Tobias Wendl, Tobias Arlt, Max Langenhan, Dajana Eitberger & Magdalena Matschina (l. nach r.) bejubeln Gold in der Staffel.
Image: Julia Taubitz, Tobias Wendl, Tobias Arlt, Max Langenhan, Dajana Eitberger & Magdalena Matschina (l. nach r.) bejubeln Gold in der Staffel.  © DPA pa

Für Tobias Wendl und Tobias Arlt wurde die Teamstaffel zu einer Triumphfahrt in die Geschichtsbücher. Mit sieben Gold und einmal Bronze stiegen sie zu Deutschlands erfolgreichsten Winterolympioniken auf.

Gemeinsam mit den Einsitzer-Olympiasiegern Max Langenhan und Julia Taubitz sowie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina im Frauendoppel rasten die "Rekord-Tobis" zum Viererpack: In der 2014 in Sotschi eingeführten Staffel ging der Olympiasieg im vierten Rennen zum vierten Mal an Deutschland.

Rekord für Wendl / Arlt

Wendl/Arlt, die im Wettbewerb der Doppelsitzer am Mittwoch Bronze geholt und sich damit über Nacht gemeinsam mit Natalie Geisenberger (6xGold, 1xBronze) an die Spitze der Rekordliste gesetzt hatten, lassen ihre frühere Teamkollegin nun hinter sich. "Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist", hatte Arlt vor der Staffel gesagt - und dann Vollgas gegeben.

"Unvorstellbar, einfach geil", sagte Wendl danach. "Alles für das Team, richtig geil. Jetzt geht es ans Feiern!" Und wie: "Heute nur Bier", schrie Langenhan, "heute nur Aperol", fügte Taubitz an. Der Altmeister sah es mit Freude. "Einfach sensationell", lobte Felix Loch, der im Einzel Sechster geworden war, seine langjährigen Teamkollegen: "Hut ab!"

In einem packenden Rennen setzten sich die deutschen Rodler souverän vor Österreich und Italien durch und unterstrichen ihre Ausnahmestellung als Medaillenlieferant für das Team Deutschland: Im fünften Rennen konnten sich die Athleten des Bob- und Schlittenverbandes (BSD) über die fünfte Medaille freuen. In den kommenden Tagen sollen die Skeletonis und die traditionell ebenfalls starken Bob-Pilotinnen und Bob-Piloten nachlegen.

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  1. Mailand: San Siro Olympic Stadium - Eröffnungszeremonie.
    Image: Mailand: San Siro Olympic Stadium - Eröffnungszeremonie (diese findet parallel auch in Cortina d'Ampezzo, Livigno und Predazzo statt). © DPA pa
  2. Mailand: Santagiulia Ice Hockey Arena - Sportart: Eishockey.
    Image: Mailand: Santagiulia Ice Hockey Arena - Sportart: Eishockey. © Imago
  3. Mailand: Ice Park - Sportarten: Eisschnelllauf (im Speed Skating Stadium) und Eishockey (in der Rho Ice Hockey Arena).
    Image: Mailand: Ice Park - Sportarten: Eisschnelllauf (im Speed Skating Stadium) und Eishockey (in der Rho Ice Hockey Arena). © Imago
  4. Mailand: Ice Skating Arena - Sportarten: Shorttrack und Eiskunstlauf.
    Image: Mailand: Ice Skating Arena - Sportarten: Eiskunstlauf und Shorttrack. © DPA pa
  5. Bormio: Stelvio Ski Centre - Sportarten: Ski Alpin (Männer) und Skibergsteigen.
    Image: Bormio: Stelvio Ski Centre - Sportarten: Ski Alpin (Männer) und Skibergsteigen. © DPA pa
  6. Livigno: Aerials & Moguls Park - Sportart: Ski Freestyle (Aerials und Moguls).
    Image: Livigno: Aerials & Moguls Park - Sportart: Ski Freestyle (Aerials und Moguls). © DPA pa
  7. Livigno: Snow Park - Sportarten: Ski Freestyle (Skicross, Halfpipe, Slopestyle und Big Air) und Snowboard.
    Image: Livigno: Snow Park - Sportarten: Ski Freestyle (Skicross, Halfpipe, Slopestyle und Big Air) und Snowboard. © DPA pa
  8. Predazzo: Ski Jumping Stadium - Sportarten: Skispringen und Nordische Kombination (Skispringen).
    Image: Predazzo (Val di Fiemme): Ski Jumping Stadium - Sportarten: Skispringen und Nordische Kombination (Springen). © DPA pa
  9. Tesero: Cross-Country Skiing Stadium - Sportarten: Skilanglauf und Nordische Kombination (Skilanglauf).
    Image: Tesero (Val di Fiemme): Cross-Country Skiing Stadium - Sportarten: Skilanglauf und Nordische Kombination (Langlauf). © DPA pa
  10. Cortina d'Ampezzo: Tofane Alpine Skiing Centre - Sportart: Ski Alpin (Frauen).
    Image: Cortina d'Ampezzo: Tofane Alpine Skiing Centre - Sportart: Ski Alpin (Frauen). © DPA pa
  11. Cortina d'Ampezzo: Sliding Centre - Sportarten: 
Bob, Skeleton und Rodeln.
    Image: Cortina d'Ampezzo: Sliding Centre - Sportarten: Bob, Skeleton und Rodeln. © DPA pa
  12. Cortina d'Ampezzo: Curling Olympic Stadium - Sportart: Curling.
    Image: Cortina d'Ampezzo: Curling Olympic Stadium - Sportart: Curling. © DPA pa
  13. Anterselva: Biathlon Arena - Sportart: Biathlon.
    Image: Antholz (Anterselva): Biathlon Arena - Sportart: Biathlon. © DPA pa
  14. Verona: Olympic Arena - Abschlusszeremonie.
    Image: Verona: Olympic Arena - Abschlusszeremonie. © DPA pa

Rodler feiern

Stunden nach den aufwühlenden Ereignissen um den disqualifizierten ukrainischen Skeletonsportler Vladyslav Heraskevych spielte die Sportpolitik noch immer eine Rolle im Cortina Sliding Centre. Heraskevychs Landsleute knieten vor ihrer Staffel nieder und reckten ihre Helme in den Himmel. Eine Geste der Solidarität und ein Zeichen an das IOC.

Die deutschen Rodler hingegen durften feiern, nachdem sie ihre Euphorie mit Blick auf die Staffel in den vergangenen Tagen gebremst hatten. Taubitz gab nach ihrem emotionalen Olympiasieg am Dienstag nur "ein bisschen Halbgas", kündigte die große Sause aber schon an. Auch Einsitzer-König Langenhan und Eitberger/Matschina, Silbermedaillengewinnerinnen bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer, können die Party-Handbremse nun lösen.

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Zukunft erscheint golden

Das gilt natürlich auch für Wendl und Arlt. Die 38-Jährigen gehören spätestens jetzt zu den ganz Großen des deutschen Sports, auch wenn sie am Mittwoch bei Olympia erstmals geschlagen wurden. Das Duo war bei allen vier Teamstaffel-Erfolgen dabei, holte zudem Gold im Doppel in Sotschi, Pyeongchang und Peking. Für Langenhan und Taubitz ist es jeweils die zweite Goldmedaille bei Olympischen Spielen, für Eitberger und Matschina eine Premiere.

Und auch die Zukunft des deutschen Rodelns erscheint golden, obwohl die Konkurrenz aus Österreich und Italien aufgeholt hat: Langenhan ist mit 26 Jahren im besten Sportleralter, Taubitz will "noch ein paar Jahre" dranhängen. Und auch die zwei "Tobis" hatten zuletzt noch keinen Gedanken an ein Karriereende verschwendet.

SID

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