Yamaha sagt Katar-GP ab: Streit um MotoGP-Wüstenrennen eskaliert
Yamaha wird nicht am Grand Prix von Katar in Lusail teilnehmen. Als Grund nennt der japanische Hersteller weiterhin geltende konzernweite Reisebeschränkungen für den Nahen Osten.
01.11.2026 | 11:48 Uhr
Die Absage verschärft die Diskussion um das MotoGP-Rennen in Katar. Die Rennserie reagierte mit deutlicher Kritik und kündigte mögliche Konsequenzen an.
Am kommenden Wochenende steht der Große Preis von Katar in Lusail (alle Sitzungen LIVE bei Sky Sport) auf dem Kalender der MotoGP. Doch schon seit Wochen lässt die weiter angespannte Lage im Mittleren Osten Diskussionen um das Wüsten-Rennen nicht abreißen. Nun zieht das erste Team die Reißleine: Yamaha hat seine Teilnahme in Katar zurückgezogen.
Das verkündete der japanische Hersteller in einer Pressemitteilung nach dem Großen Preis von Malaysia. Demnach habe Yamaha keine "ausreichenden Gründe identifizieren können, um die existierenden konzernweiten Reisebeschränkungen zu verändern". Von der Absage sind die Werkspiloten Fabio Quartararo und Alex Rins betroffen, auch das Kundenteam Pramac wird in Katar nicht an den Start gehen.
MotoGP droht mit Sanktionen
Die MotoGP reagierte nur kurze Zeit später auf die Absage, die Rennserie "bedaure" die Entscheidung. "Zwar erkennen wir an, dass das Team einer übergeordneten Unternehmensrichtlinie unterliegt, die Reisen in den Nahen Osten einschränkt, dennoch sind wir der Ansicht, dass dieser Entschluss den umfassenden Zusicherungen, die allen Beteiligten der Weltmeisterschaft gegeben wurden, nicht gerecht wird", so das Statement weiter.
Zudem drohen dem Hersteller nun wohl Sanktionen: "Neben den vertraglichen Auswirkungen, die Yamahas Entscheidung auf die Vereinbarungen mit der MotoGP und der IRTA hat, zieht das Fernbleiben von Yamaha auch sportliche Konsequenzen nach sich, die vom Motorrad-Weltverband FIM gemäß dem Reglement der Weltmeisterschaft behandelt werden."
Konkurrent Honda hingegen bekannte sich nachdrücklich zur Teilnahme am Katar-GP. Auch die italienischen Hersteller Ducati und Aprilia werden wohl wie geplant in Lusail starten.
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