Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg; Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg. Bundesliga.

BayArenaZuschauer29.619.

Bayer 04 Leverkusen 6

  • A Grimaldo (30. minute 11m, 44. minute)
  • P Schick (53. minute 11m)
  • E Tapsoba (68. minute)
  • I Maza (73. minute)
  • M Tillman (96. minute)

VfL Wolfsburg 3

  • J Wind (16. minute)
  • J Maehle (31. minute)
  • C Eriksen (38. minute 11m)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Um 18:30 Uhr folgt heute noch das Topspiel zwischen Stuttgart und Dortmund. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Ohne Champions League hat Bayer 04 die intensiven Englischen Wochen erstmal hinter sich. Nächsten Samstag geht es bei Borussia Dortmund weiter. Beim VfL Wolfsburg sind sie von Englischen Wochen weit entfernt. Vielleicht klappt es mit dem ersten Hecking-Sieg ja zeitgleich gegen Eintracht Frankfurt.  

Das machen wir aber nicht hier, stattdessen blicken wir voraus. Und sehen einen VfL, dessen erstmaliger Abstieg immer näher kommt. Der Rückstand auf den 1. FC Köln auf Rang 15 bleibt bei fünf Punkten, und die Kölner spielen genauso wie St. Pauli morgen erst. Leverkusen sichert nicht nur Rang 6, sondern schiebt sich auch an Hoffenheim ran, die Sinsheimer haben gegen Mainz verloren und sind jetzt nur noch einen Punkt entfernt. 

Nach einem aberwitzigen ersten Durchgang hat Leverkusen im zweiten Durchgang die Muskeln spielen lassen und gezeigt, was in der Werkself stecken kann. Ein hilfloser VfL Wolfsburg wurde niedergewalzt und verliert am Ende trotz der drei geschossenen Auswärtstore deutlich. Nur der Schlusspfiff hat die überforderten Wölfe vor noch Schlimmerem bewahrt. Es ist der nächste herbe Rückschlag für den VfL. Neun Tore, zwei trotzdem starke Keeper, drei Elfmeter und ein nicht immer sicher wirkender Schiedsrichter sorgten für einen viel beschäftigten und aufregenden Nachmittag, nach dem es viel aufzuarbeiten gibt. 

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Feierabend, reicht dann auch. 

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Toooor! BAYER 04 LEVERKUSEN - VfL Wolfsburg 6:3. Trotzdem kommt es noch schlimmer. Poku macht den Grafite und dribbelt von der linken Seite erst an Lindström, dann an Belocian vorbei. Ein wunderschöner Tanz auf der Grundlinie. Dann legt er vor Grabara mit viel Übersicht in den Rückraum zu Tillman, der muss nur noch ins leere Tor einschieben. 

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Vorlage Ernest Poku

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Leverkusen kommt nochmal mit Tillman über die rechte Seite, der Joker gibt wuchtig in die Mitte, wo Grabara etwas Probleme hat, vor dem einschussbereiten Schick zu klären. Es geht aber gut aus. 

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Wenn hier gleich Schluss ist, hat Wolfsburg zum siebten Mal in dieser Saison nach einer Führung verloren. Das gabs in der Bundesliga noch nie. 

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Grabara pariert nochmal gut gegen Palacios, der aus 18 Metern flach mit der Innenseite schießt. Etwas zu unpräzise. Den hält Grabara sogar fest.  

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Mittlerweile dümpelt es dann übrigens doch. Wolfsburgs Glaube an einen Punktgewinn war nach dem erstmaligen Rückstand nie da. Sechs Minuten gibt es oben drauf.  

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Wolfsburg hat sein Niveau im zweiten Durchgang gehalten, das von Leverkusen ist deutlich gestiegen. Und dieses klare 3:0 im zweiten Durchgang stellt die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Teams dann auch ganz gut dar. 

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Tillman darf noch ran. Kofane hat viel gerackert und ausgedient. Kein Tor für den jungen Stürmer heute, aber dennoch ein umtriebiger Auftritt. 

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Von Ausdümpeln keine Spur. Leverkusen hat weiter Lust auf Tore, ist auf Wiedergutmachung aus. Diese zweite Hälfte entschädigt nicht für alles der vergangenen Wochen, aber doch für vieles. Ein mächtiger Auftritt der Werkself. Wobei der Gegner wie erwähnt seinen Teil dazu beiträgt. 

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Und Svanberg macht den Vierfachwechsel perfekt. Wolfsburgs einziger WM-Fahrer (mit Schweden) kommt für Kumbedi. 

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Außerdem kommt auch noch Pejcinovic für Wind ins Spiel. 

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Bei den Wölfen kommt der enttäuschte ehemalige Platzhirsch Arnold für die Schlussphase. Wolfsburgs Kapitän saß jetzt mit heute drei Mal in Folge hauptsächlich auf der Bank. Eriksen übergibt ihm die Binde. 

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Ein Wechselfenster, vier Wechsel. Bei Bayer 04 kommt Poku für Tella. 

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Bayer drückt weiter, ist in Spiellaune, spielt sich gegen einen überforderten und hilflosen Gegner viel von der Seele. Grimaldo steckt wunderbar links in den Strafraum für Schick durch, der scheitert an Grabara, der sich als einziger mit allem wehrt, was er hat. Danach schafft es Culbreath nicht, den Abpraller ins leere Tor zu drücken. Er schiebt ihn an den Pfosten. Bedrängt, ja, aber der muss trotzdem rein. 

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Keine Zeit, zu sortieren, keine Zeit, um Dinge einzuordnen. Und die Spielzusammenfassung dürfte zum Spielfilm mutieren. Heute hat sich jeder Cent gelohnt, der aufgebracht wurde, um sich dieses Spiel anzusehen. 

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Dann wieder ein Bayer-Eckball, wieder kurz ausgeführt und in den Rückraum getragen, wo wieder Palacios steht. Diesmal feuert der argentinische Weltmeister wuchtig selbst. Und Grabara zeigt, dass er im Verhindern von Torchancen ein Klassekeeper ist. Sensationell, wie er da übergreift und den Ball über die Latte lenkt. 

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Ein irrwitziges Spiel. Fast das 4:5. Enden wir hier zweistellig? Kofane verliert rechts vor dem Strafraum den Ball, Lindström übernimmt, schlägt ihn auf gut Glück flach vors Tor. Koulierakis kommt ran und scheitert aus Nahdistanz an einer guten Tat von Flekken. 

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Toooor! BAYER 04 LEVERKUSEN - VfL Wolfsburg 5:3. Bayer 04 hat aus diesem Spiel längst eine Vollgasveranstaltung gemacht. Und Wolfsburg kann da nicht mithalten. Die Ecke nach Grabaras toller Tat führt Grimaldo kurz zu Maza aus, der legt eine Station weiter zu Palacios in den Rückraum. Maza stiehlt sich dann auf der Außenposition im Rücken der Abwehr frei, wird von Palacios bedient. Und schiebt aus spitzem Winkel mit der Innenseite ins lange Eck. Grabara rutscht der Ball durch. 

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Vorlage Exequiel Palacios

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Was für ein Geschoss von Grimaldo, was für eine Flugkurve. Grabara pariert spektakulär. Doch dafür ist kaum Zeit. 

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An der Seitenlinie ärgert sich Hjulmand, womöglich über die Härte des Fouls. Auch Bayers Coach sieht die Gelbe Karte. 

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Heftiges Foul von Vavro, der den vorbeiziehenden Tella umtritt. Dafür gibts Gelb. 

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Das wars also schon wieder mit der Hoffnung beim VfL Wolfsburg. Jetzt stellen die Wölfe den Hühnerhaufen. Und frustrieren sich selbst. Nach dem 3:4 eben hat sich vor allem Souza tierisch aufgeregt und sich beinahe mit Amoura angelegt, Koulierakis unterbindet die direkte Konfrontation. Dieses Spiel ist längst der nächste schwierige Charaktertest für den langjährigen Bundesligisten. 

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Tooooor! BAYER 04 LEVERKUSEN - VfL Wolfsburg 4:3. Ein Tor, wie es nur in diesem Spiel fallen kann. Und wie es nur der VfL Wolfsburg in derzeitiger Situation fangen kann. Ein hoher Ball in den Strafraum, unzulänglich geklärt, ein Schuss, aus 16 Metern, der bleibt im Verkehr hängen, dann wird wild geflippert und gehakelt und gestochert. Vier, fünf verschiedene Spieler sind da irgendwie am Ball, aber keiner so richtig. Und dann ist es am Ende Tapsoba, der richtig steht und den Ball links neben dem Elfmeterpunkt ins rechte Eck kullert. 

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Denn es war die letzte Spielaktion von Wimmer, der nicht wirklich happy damit zu sein scheint. Lindström spielt jetzt an seiner Stelle. 

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Wimmer schießt drüber und profitiert so nicht davon, dass Tapsoba den fiesen Stellungsfehler begeht. Ein einfacher langer Ball hatte nämlich gereicht, um den Österreicher rechts im Strafraum einzusetzen. Wimmer startete aber ohnehin aus dem Abseits. Und macht sich jetzt auf zur Seitenlinie. 

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Mit Schick und Kofane stehen jetzt zwei so Leuchttürme unmittelbar in der letzten Verteidigungslinie, viel Arbeit für Koulierakis, Vavro und Belocian, die allesamt nicht immer die beste Figur abgeben. Bayer will seine Stürmer immer wieder über die Außen füttern, spielt das gleichzeitig aber geduldig. Der Gegner wird weichgeklopft. 

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Beim VfL schießt Amoura zu unpräzise, er stand zuvor aber eh deutlich im Abseits. Wolfsburg hat im zweiten Durchgang immense Probleme. Das ist jetzt das Bild, das wir erwarten konnten. Bayer rennt an und spielt jetzt auf Sieg. 

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Die Ecke wird nicht unmittelbar gefährlich, Leverkusen bleibt aber dran. Grabara boxt eine folgende Flanke per Flugeinlage aus seinem Sechzehner, an die nächste Hereingabe kommt dann Tella ran. Dessen Kopfball-Aufsetzer titscht knapp am linken Pfosten vorbei. 

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Koulierakis kehrt schnell wieder zurück aufs Feld, kann die Halbfeldflanke von Grimaldo aber nicht unterbinden. Und die nickt Kofane im Zentrum fast ein. Ein Wolfsburger ist noch dran und es geht mit Ecke weiter. 

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Schiedsrichter Petersen macht unverändert eine unglückliche Figur. Jetzt sieht er den Wischer von Kofane nicht, der Koulierakis in seinem Rücken zwar ungewollt, mit seiner ausschlagenden flachen Hand aber eben eine astreine Backpfeife verpasst. Koulierakis lässt sich daraufhin sogar behandeln. Das scheint gescheppert zu haben. Und hätte natürlich zwingend abgepfiffen werden müssen. 

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Koulierakis hält gegen Culbreath den Fuß drüber und holt sich seine fünfte Gelbe Karte ab. Dadurch fehlt er nächste Woche gegen Eintracht Frankfurt. 

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Schon wieder ein 3:3. Und hier ist längst noch nicht Schluss. Bayer 04 ist aktuell die Hochunterhaltungsindustrie schlechthin. 

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Tooooor! BAYER 04 LEVERKUSEN - VfL Wolfsburg 3:3. Auch der dritte Elfmeter an diesem Nachmittag sitzt. Schick schnappt sich die Kugel, verzögert ähnlich wie Grimaldo vorhin und schiebt dann sicher ins linke Eck ein. Grabara ist woanders unterwegs. 

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Petersen bleibt seiner Linie treu und pfeift quasi genau denselben Elfmeter wie im ersten Durchgang für Maza. Guter Ball von Tapsoba aus der eigenen Hälfte auf die linke Spur zu Tella, der Fahrt aufnimmt, gegen den zaghaften Belocian nach innen zieht, den Körper reinstellt und dann von Kumbedi von hinten über den Haufen gerannt wird. 

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Bei den Bayer-Profis ist Wut im Bauch zu spüren. Wut über die Gegebenheit der Dinge, dieser Rückstand ist irgendwo auch ziemlich unglücklich, Wut mit Sicherheit aber auch über die eigene Leistung, die im ersten Durchgang eines Champions-League-Teams unwürdig war. Jetzt drückt Bayer 04 weit nach vorne und versucht, viel Druck auszuüben. Wolfsburg ist aktuell nicht gerade bekannt dafür, solche Belagerungszustände unfallfrei zu überstehen. 

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Und weiter geht das bunte Chaos. Bayer legt vor: Die Werkself spielt sich am gegnerischen Strafraum fest, Andrich schießt, wird geblockt, zu Culbreath auf dem rechten Flügel, der bleibt erst an Eriksen hängen, kriegt die zweite Luft und legt zu Maza zurück, der schießt aufs kurze Eck, wo Grabara zur Stelle ist. 

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Weiter gehts. Wolfsburg unverändert. 

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Offensiver Wechsel bei Bayer 04: Mittelfeldmann Fernandez verlässt für Topstürmer Schick, den Hjulmand in der Hinterhand gehalten hatte, den Platz.  

Ein Spiel, das mit Bundesliganiveau nicht viel zu tun hat, dafür aber allerbeste Samstagsunterhaltung bietet, pausiert mit einem Hoffnungsschimmer für den VfL Wolfsburg im Abstiegskampf. Die Wölfe haben gegen eine chaotische und indisponierte Werkself gute Chancen, drei Auswärtspunkte zu sammeln. Zwei Elfmeter, der erste strittig und gegeben, der zweite glasklar und fast übersehen, fünf Tore und jede Menge kuriose Szenen, kleine wie große, sorgten für extrem kurzweilige 51 Minuten. 

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Und dann gehen wir mit dem 3:2 für Wolfsburg in die Halbzeit. 

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Noch ein paar kernige Zweikämpfe, etwas Geschubse, Tapsoba hat dann noch Glück, dass sein Ellbogenhieb gegen Wind ungestraft bleibt. Der Mann hat schon Gelb. 

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Es wirkt aber, als hätten die Teams mit dieser Halbzeit und mit diesem Zwischenstand ihren Frieden gefunden. Die lange Nachspielzeit verstreicht. Das Spiel lässt alle Möglichkeiten für den zweiten Durchgang offen. Fünf Tore in einer Halbzeit sind übrigens eingestellter Saisonrekord, ein sechstes wäre ein neuer Höchstwert. 

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Aus dem in Minute sieben angekündigten kleinen Spektakel ist längst ein großes geworden. Sechs Minuten Nachspielzeit in dieser actiongeladenen und ereignis- wie auch torreichen ersten Halbzeit. 

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Tooooor! BAYER 04 LEVERKUSEN - VfL Wolfsburg 2:3. Ein spielerischer Glanzpunkt, dieses Tor ist wunderschön! Und zeigt, zu was Bayer 04 in der Lage ist: Auf der rechten Seite spielen Culbreath und Fernandez einen fabelhaften doppelten Doppelpass, so kommt Fernandez rechts in den Strafraum und legt zu seiner Linken an den Strafraumrand, wo Grimaldo den Ball kurz stoppt und dann ohne Anlauf und mit starker Schrittfolge präzise flach ins rechte Eck schiebt. 

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Vorlage Ezequiél Fernández

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Dickes Ding für Maza! Eine Flanke von rechts rutscht noch durch, die sichert sich aber Grimaldo auf der anderen Seite. Der schlägt den Ball dann abermals vors Tor und findet Maza, der aus vier Metern per Aufsetzer nur knapp am zweiten Pfosten vorbeiköpft. 

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Was für ein merkwürdiges Spiel. Irgendwie schwach, kaum Klasse, ganz komische und wacklige Szenen von allen Beteiligten. Und doch hoch unterhaltsam und spannend. Drei enttäuschte, vielleicht auch wütende Dänen schießen hier drei Tore für den VfL Wolfsburg. 

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Toooor! Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg 1:3. Die Uhr schlug 32:40 Minuten, als Amoura von Tapsoba getreten wurde. Sie steht auf 37:50 Minuten, als Eriksen endlich zum fälligen Elfmeter anläuft und sicher rechts unten einschiebt. 

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Der Ärger von Dieter Hecking ist vertretbar, diesen Elfmeter muss es viel schneller und viel deutlicher geben. Er holt sich auch noch Gelb ab. 

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Auch die Gelbe Karte gegen Tapsoba ist zwingend nötig. Wind hatte übrigens durchgesteckt, wieder nach so einer Chaosszene zuvor. Amoura war dann den Schritt schneller und spürte nur noch den Spann des Verteidigers an der Achillessehne. 

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FÜNF Minuten sind seit dem Tritt von Tapsoba rum, erst jetzt folgt die gerechte Strafe: Elfmeter für Wolfsburg. Da bekleckert sich das Schiedsrichterteam gerade nicht mit Ruhm. 

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Fast zwei Minuten lang liegt Amoura am Boden, Leverkusen spielt den Ball nicht raus, dann erst der Ballverlust und Wind feuert ihn frustriert auf die Tribüne. Dann widmet sich Petersen dem schmerzgeplagten Amoura. Und wir kriegen geliefert, warum: Tapsoba hat den Stürmer mit voller Wucht in die Hacke getreten. Sowas darf man durchaus auch auf dem Feld schon sehen. Gleich wird es den zweiten Elfmeter des Tages geben. 

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Tapsoba gegen Amoura, das sah ähnlich aus wie eben Maehle gegen Maza, diesmal bleibt der Elfmeterpfiff aus. Das war haarig. Wir warten mal noch auf die TV-Wiederholung. Amoura bleibt lange im Leverkusener Sechzehner liegen. 

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Toooor! Bayer 04 Leverkusen - VFL WOLFSBURG 1:2. Was für ein herrliches Chaos. Der Anstoß wird zu Grabara zurückgespielt, der schlägt den Ball als Hail Mary in Quarterbackmanier nach vorne. Zwei unkontrollierte Kopfbälle, alles rennt wild durcheinander, dann stochert Andrich den Ball nach vorne und genau auf den Fuß von Maehle. Und der erwischt ihm mit dem ersten Kontakt optimal. Wuchtig und unhaltbar schlägt es aus 25 Metern flach im rechten Eck ein.

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Toooor! BAYER 04 LEVERKUSEN - VfL Wolfsburg 1:1. Grimaldo tritt an, verlädt Grabara mit einem kleinen Hopser und schiebt sicher und flach in die Ecke ein, in die Grabara eben nicht unterwegs ist. 

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Maehle sieht für das Foul sogar die Gelbe Karte. Ein äußert bitterer, aber auch sehr plumper Moment des Wolfsburger Verteidigers. 

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Herrgott, ist das einfach. Elfmeter für Bayer 04. Maza dribbelt rechts mit etwas Glück in den Strafraum, der Ball springt etwas ab, Maza ist den einen Tick voraus, stellt die linke Körperhälfte rein und Maehle tut ihm den Gefallen und rempelt genau da rein. Das ist herzlich wenig, aber für einen VAR-Eingriff reicht es nicht. Die Entscheidung steht. 

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Schöner Moment von Kofane, der in bester Wandspielermanier mit der Hacke für Grimaldo ablegt. Der zieht aus 25 Metern stramm, aber etwas unplatziert ab. Grabara muss den halten und kommt dieser Verpflichtung routiniert nach. 

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Und Leverkusen ist hinten immer wieder ein Hühnerhaufen. Ein gewonnenes Kopfballduell von Wind reicht, schon rennt Wimmer mit Tapsoba auf den letzten Verteidiger zu, weil auch Andrich patzt, und legt kurz nach rechts zum mitstürmenden Amoura. Der vergeigt seinen Torabschluss völlig und lässt diese große, große Chance aufs 2:0 leichtfertig liegen. Vielleicht hätte schon Wimmer es besser selbst machen sollen. Weißte nachher immer besser. 

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Komisches Spiel, komische Szenen. Unmittelbar vor dem Wölfe-Tor verweigert Tella den Abschluss, vielleicht wissend, dass er im Abseits stand. Auf der anderen Seite fliegt der unsicher wirkende Flekken am Ball vorbei. Amoura stolpert absichtlich über den Keeper, will so einen Freistoß schinden, das sieht alles seltsam aus. Petersen lässt sich nicht beirren. 

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Leverkusen sucht die Antwort, findet auch Wege nach vorne, wird aber noch nicht zwingend. Erst pariert Grabara gut, Grimaldo stand vor seiner Torschussvorlage aber eh im Abseits. Dann hebelt der beste Schusstechniker der Liga einen Freistoß vom rechten Strafraumeck ungewohnt harmlos in Grabaras Arme. 

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Was für ein, mit Verlaub, saudummes Gegentor. Ein einfacher Kopfball nach vorne, und schon steht Wind frei vor Flekken, der da gar nichts mehr ausrichten kann. Völlig frustrierend aus der Sicht des Werksteams, das den Konkurrenten hier ohne Not stark macht. 

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Toooor! Bayer 04 Leverkusen - VFL WOLFSBURG 0:1. Oh, das lag nicht in der Luft. Wind trifft! Einwurf Andrich, auf Fernandez, der auf Andrich, der schlägt den Ball blind nach vorne. Direkt auf die Birne von Koulierakis. Der köpft aus dem Mittelfeld nach vorne, mitten rein in ein klaffendes Loch im Leverkusener Zentrum. Wo sich Wind in den Ball reindreht, sich so Bade vom Leib hält und frei vor Flekken unters Tordach abschließt. 

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Vorlage Konstantinos Koulierakis

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Verunsicherung weit und breit. Culbreath köpft einen harmlosen weiten Ball von Eriksen ohne Gegnerdruck nicht zu seinem Keeper, sondern ins Toraus und schenkt den Wölfen so einen Eckball. Den bringt Eriksen an den ersten Pfosten. Wo Palacios unbeschwert klären kann. 

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Vavro nimmt Anlauf und zimmert den ruhenden Ball mit viel Wucht Richtung Tor. Da steckte schon viel Hoffnung drin, trotzdem nicht genug. Der Gewaltausbruch verfehlt das Tor deutlich. 

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Kein Freistoß für Kofane gegen Souza, dabei wäre der Stempel des Wolfsburgers sogar gelbwürdig gewesen. Das ist Petersen entgangen. Dafür aber der Freistoß für Wolfsburg nach dem harmlosen Schubser von Maza gegen Wimmer, das zieht verständlicherweise Diskussionen nach sich. Petersen erklärt sich und es geht weiter mit dem Freistoß aus über 30 Metern. 

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Kleine Schrecksekunde für Flekken: Bayers Keeper will einen zu kurz geratenen Rückpass wegschlagen, schießt aber den anlaufenden Amoura ab. Mit etwas Pech segelt der Ball Richtung Tor und nicht ins Seitenaus. Dabei hat Hjulmand gerade erst erklärt, warum er nach dessen Genesung wieder auf Flekken, und nicht auf dessen starken Stellvertreter Blaswich setzt. Flekkens Qualitäten am Ball geben den Ausschlag. Die wurden ihm hier fast zum Verhängnis. 

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Aber gegen so ein kleines Spektakel hätten wir hier am wenigsten einzuwenden. Also weiter im Programm: Koulierakis foult nahe der rechten Eckfahne ungestüm gegen Kofane. Grimaldo schlägt den Freistoß vors Tor. Bade köpft nur wenige Zentimeter am zweiten Pfosten vorbei. 

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Keine fünf Minuten und schon zwei Szenen, die ganz gut zeigten, wo diese Teams gerade stehen: verunsichert, wacklig und wenig erfolgreich. Vorne wie hinten. Hier kann es gut und gerne schon 1:1 stehen. 

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Eriksen kann aber auch anders, Eriksen kann auch Genie, das wissen wir nicht erst seit heute. Jetzt blitzt das wieder auf mit einem feinen Heber in den Strafraum auf die Brust von Amoura, der seinen Abschluss im Fallen deutlich übers Tor setzt. Auch dieser Situation ging ein Ballverlust voraus, Wimmer agierte da giftig gegen den fahrigen Fernandez. 

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Erstes dickes Ding nach nicht mal 120 Sekunden: Eriksen, heute mit der Wolfsburger Regenbogenbinde am Oberarm, lässt sich von Tella übertölpeln und den Ball abluchsen, Tella startet dann durch, wird von Maza und Kofane flankiert, versucht es aber links im Sechzehner selbst. Und setzt seinen verunglückten Abschluss flach am rechten Pfosten vorbei. 

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Los gehts! Mit Schiedsrichter Martin Petersen. 

Sie sollen bei aller Erfolgslosigkeit dabei helfen, endlich den ersten Sieg in der Rückrunde einzufahren. Am 17. Spieltag gewann Wolfsburg noch gegen St. Pauli, dann begann die böse Talfahrt. Zehn sieglose Spiele und einen zweiten Trainerwechsel später stecken die Wölfe als Siebzehnter ganz tief im Schlamassel. Mit u.a. Bayer 04, Frankfurt, Freiburg und Bayern München hat es das Restprogramm noch in sich. Es wird sich zeigen, wie viel Entscheidungscharakter das Saisonfinale gegen St. Pauli am 34. Spieltag noch hat. 

Irgendwie passt es ins Bild und zu dieser fürchterlichen Saison des VfL, dass Wolfsburg selbst dann Enttäuschungen liefert, wenn es selbst gar nicht aktiv ist: Mit Grabara (Polen), Maehle, Eriksen, Lindström (Dänemark) und Vavro (Slowakei) verpassten gleich fünf Wölfe auf dramatische Art und Weise mit ihren Nationalteams in den Playoffs den WM-Zug. Auch auf diesem Wege konnte also keinerlei Selbstvertrauen getankt werden. Bis auf Lindström sind alle trotzdem gleich wieder gefordert: Grabara, Maehle, Eriksen und Vavro stehen allesamt in der Startelf. 

Jetzt geht es aber erstmal darum, zu zeigen, dass die Länderspielpause geholfen hat, neue Kraft und Energie zu tanken. Gegen einen völlig verunsicherten und immens bedrohten Gegner wie Wolfsburg kann nur der Turnaround das Ziel sein. Die Wölfe präsentierten zuletzt schließlich Auflösungserscheinung. Trainer Hecking konnte die Moral beim 1:1 gegen Hoffenheim und 0:1 gegen den SV Werder zwar wieder etwas stabilisieren. Von Schwung, neuer Hoffnung oder Lebenszeichen ist der Klub aber noch weit entfernt. 

Das schlimme 3:3 in Heidenheim war dann die Krönung des Leistungstiefs. Stellenweise wurde sogar Trainer Hjulmand in Frage gestellt, Bayer 04 wird die Saison aber höchstwahrscheinlich ohne weiteren Trainerwechsel durchstehen. Zumal im DFB Pokal ja noch eine Titelchance besteht, da könnte die Saison mit nur zwei Siegen gegen Bayern und Stuttgart oder Freiburg gerettet werden. 

Denn die Konkurrenz ist gut: Hoffenheim, Leipzig und Stuttgart liefern zuverlässig. Bayer 04 nicht. Die Leistungskurve zeigte in der vergangenen Saisonphase, als das Werksteam fünf Englische Wochen in Folge bestreiten musste, deutlich nach unten. Das spiegelte sich dann auch in den Ergebnissen wider: Ein Sieg sprang wettbewerbsübergreifend nur aus dem vergangenen neun Spielen heraus. Da hilft auch ein 1:1 gegen den FC Arsenal nicht, um eine deutliche Leistungsdelle zu kaschieren. 

Das Duell der enttäuschenden Werksteams: Wolfsburg müsste eigentlich dort stehen, wo Leverkusen gerade ist, steht aber stattdessen am Abgrund und ist dem ersten Abstieg der Klubgeschichte so nah wie noch nie, während Leverkusen selbst gar nicht da sein will, wo Wolfsburg gerne wäre, denn auch hier gilt nur Rang 4, um die Saisonziele zu erreichen. Und dieser Rang 4 wird im Saisonendspurt sehr, sehr schwer zu erreichen sein. 

Auch Wolfsburg musste die nächste Enttäuschung verkraften, als beim 0:1 gegen Werder Bremen verloren wurde. Trainer Hecking wechselt aber nur auf zwei Positionen. Mit Jenz fehlt auch hier ein Spieler gesperrt (Gelb-Rot), mit Lindström rückt einer auf die Bank. An deren Stelle spielen Vavro und Wimmer. 

So beginnt der VfL Wolfsburg: Grabara - Belocian, Vavro, Koulierakis - Kumbedi, Eriksen, Souza, Maehle - Wimmer, Wind, Amoura. 

Vor zwei Wochen erlebte Bayer 04 eine herbe Enttäuschung, als nach dem 3:3 gegen Heidenheim nur ein Punkt vom abgeschlagenen Tabellenschlusslicht mitgebracht wurde. Hjulmand reagiert mit Großrotation. Der verletzte Quansah (Oberschenkel), der gesperrte Aleix Garcia (Gelb), Tillman, Poku und Schick (Bank) weichen für Bade, Tapsoba, Fernandez, Tella und Kofane.

So spielt Bayer Leverkusen: Flekken - Bade, Andrich, Tapsoba - Culbreath, Palacios, Fernandez, Grimaldo - Maza, Kofane, Tella. 

Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 28. Spieltages zwischen Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg.