1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05; Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05. Bundesliga.

RheinEnergieStadionZuschauer50.000.

1. FC Köln 2

  • R Ache (57. minute, 85. minute)

1. FSV Mainz 05 1

  • S Bell (29. minute)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Um 18:30 Uhr gehts weiter mit der Bundesliga und dem Spiel RB Leipzig vs. Bayern München. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Es ist die erste Niederlage für Mainz 05 unter Urs Fischer, und die hat schmerzliche Auswirkung: Nun liegen wieder stolze acht Punkte zwischen dem FC, der erstmals nach acht Spielen wieder gewinnt, und den Nullfünfern. Mainz ist jetzt Siebzehnter, Köln für den Moment Zehnter. Der FC spielt als nächstes beim SC Freiburg, Mainz empfängt Wolfsburg. 

Und diese Mainzer Niederlage ist am Ende dann auch verdient. Die Kölner kamen wie ausgewechselt aus der Halbzeitpause und waren wesentlich besser, als es die Mainzer im ersten Durchgang noch waren. Die drei Wechsel von Kwasniok zur Halbzeit haben gefruchtet, vor allem Doppeltorschütze Ache entpuppte sich als Gamechanger. Mainz wurde stellenweise überrannt. Und musste sich dem Kölner Sturmlauf beugen. 

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Aber es reicht auch so. Köln gewinnt mit 2:1 gegen Mainz! 

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Was für ein Chaos. Waldschmidt mit der Hacke auf El Mala, der scheitert frei vor Batz, der stark mit dem Fuß pariert. Und die Explosion des Rheinenergiestadions bleibt aus. 

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Die Mainzer Schlussoffensive erstickt im Keim. Köln spielt weiter fuchsteufelswild. Rechts an der Eckfahne können fast zwei Minuten runtertaktiert und gefightet werden. Dann holt Bülter gegen Tietz sogar den Freistoß am Strafraumeck raus. Bei zwei mageren Abschlüssen droht Mainz 05 im zweiten Durchgang hängen zu bleiben. 

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Die fünfminütige Nachspielzeit läuft. Und El Mala feiert seinen rausgeholten Einwurf links an der Eckfahne wie einen Torerfolg. 

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Außerdem kommt Fabio Moreno Fell für Nebel. 

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Zwei schnelle Wechsel bei Mainz 05. Nordin rein, Sano raus. 

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Wahnsinn, erst in der super verlangsamten TV-Wiederholung wird so richtig klar, was für ein krummes Tor das eben war. Bülters Verlängerung ist klar, dann da Costa, Ache, Pfosten, Aches Gesicht, Tor. Das ist Abstiegskampf. Es war Kölns erstes Tor nach einem Eckball in dieser Saison. 

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Krauß sieht Gelb. Fürs Meckern? Das wurde nicht wirklich ersichtlich. 

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So schwach Köln bei gegnerischen Standards ist, so schwach ist Köln auch bei eigenen. Umso mehr verwundert die Art und Weise, wie hier auf die Gewinnerstraße abgebogen wird. Es fehlt nicht mehr viel, das Publikum trägt das Team und geht bei jeder kleinsten Aktion mit. Den Mainzern droht die erste Niederlage unter Urs Fischer. 

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Tooooooor! 1. FC KÖLN - Mainz 05 2:1. Der 1. FC Köln trifft nach einem Standard! Allein das ist Seite 1 der Tageszeitung wert. Und wie wichtig ist dieser Treffer auch noch: Bülter verlängert die Ecke von rechts an den zweiten Pfosten. Dort schmeißen sich da Costa und Ache gleichermaßen rein. Da Costa ist mit dem Scheitel dran, scheitelt den Ball aber nur an die Brust von Ache, von wo aus er den letzten Meter über die Torlinie überwindet. 

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Thielmann kommt für Castro-Montes, der im zweiten Durchgang zu den besten Kölnern gehörte und seinen persönlichen Aufwärtstrend damit bestätigte. 

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Und davon profitiert dann natürlich Mainz, das jetzt in Person von Sieb die erneute Führung auf dem Fuß hat. Im Kampf um den Ball im Mittelfeld nach Batz' weitem Abschlag spielt Kaminski den verhängnisvollen Pass nach hinten in den Fuß von Nebel. Der steckt für Sieb durch, der mit viel Tempo rechts in den Strafraum eindringt, abzieht. Und am Kölner Fels in der Brandung namens Schwäbe hängenbleibt. 

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Aber diese Unruhe vorhin und diese Spielunterbrechung hat auch dafür gesorgt, dass Köln seinen Schwung und seinen Spielfluss verloren hat. Die Abschlussdichte hat nachgelassen, die Partie ist wieder offener. 

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Gemeinsam mit den drei Wechseln hat diese Sequenz jetzt gut und gerne fünf Minuten gedauert, in denen der Ball keine Rolle spielte. Das ist jetzt vorbei. Und wir freuen uns auf eine spannende Schlussphase. Der Ausgang dieser so wichtigen Partie ist völlig offen. Es kocht. 

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Und Torschütze Bell wird von Maloney ersetzt. 

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Gleichzeitig wird bei den Mainzern erstmals gewechselt, dafür gleich doppelt: Böving kommt für Lee. 

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Dann hat es sich ausgerudelt. Und beide Teams können wechseln. Beim FC kommt Waldschmidt aufs Feld, der hatte es vor einer Woche in Heidenheim nicht in den Kader geschafft. Maina geht runter. 

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Tietz wiederum gefällt es nicht, dass sich Bülter einmischt. Und holt sich auch noch Gelb ab. 

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Doch damit nicht genug. Bülter schaltet sich ein, wendet sich wie El Mala gegen den Mainzer Keeper. Und auch er sieht von Zwayer noch Gelb. 

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Und auch der Mainzer Keeper wird folgerichtig für diese Unruhe verwarnt. 

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Batz schimpft, dass El Mala voll drauf hält, obwohl das Spiel kurz zuvor unterbrochen wurde. El Mala lässt sich auf das Techtelmechtel ein und es kommt zum Streit. El Mala sieht dafür Gelb.  

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9:1 Torschüsse für Köln im zweiten Durchgang, exakt 1,0 zu 0,01 xGoals: Köln ist drauf und dran, das Blatt vollständig zu wenden. 

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Jetzt kommt Bülters Schuss durch, die Position 20 Meter zentral vor dem Tor ist aber ein bisschen schwieriger als die vorhin. Und diesmal ist Batz auf der Höhe und wehrt zur Seite ab. Zuvor gewann Kaminski den zweiten Ball und natürlich hatte auch Ache seine Füße wieder im Spiel, als er für Bülter klatschen ließ. 

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Jetzt muss Köln langsam aufpassen, dass nicht zu viel liegen gelassen wird. Denn Mainz schwimmt gewaltig. Und Mainz bekommt den wuchtigen Ache nicht gehalten. Der Edeljoker tankt sich links im Strafraum durch und passt in die Mitte zu Bülter, der hat für eine Millisekunde das freie Schussfeld und verpasst diesen Moment. So kann sich da Costa reinschmeißen und den Schuss blocken. 

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Hui, das war haarscharf. Der gute Castro-Montes flankt wieder von seiner neuen rechten Seite, die scheint ihm zu liegen. Ache springt in den Ball rein, kann ihn mit ein bisschen Glück kontrollieren und sich den Abschluss nahe dem Elfmeterpunkt vorlegen. Und schießt seinen Drehschuss nur wenige Zentimeter rechts am Tor vorbei. 

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Gerade wenn man noch bedenkt, wie viel hier auf dem Spiel steht, ist das eine echt spannende Angelegenheit. Wie angekündigt, nicht schön. Aber packend, abwechslungsreich, mit jetzt auch wechselnden Momenten. 

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Aber Mainz darf natürlich nicht abgeschrieben werden. Die Nullfünfer kommen jetzt zu einem weiten Distanzschuss von Tietz, der tückisch abgefälscht wird. Schwäbe kann gerade noch rechtzeitig die Flugrichtung ändern und pariert zentral vor der Linie. 

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Es sind nicht viele Fouls im Spiel, doch die sind dafür dann stellenweise schon ruppig. Widmer stempelt Kaminski an der Außenlinie und wird dafür verwarnt. 

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Das Mainzer Debüt für Silas endet, in Erinnerung bleibt seine vergebene Großchance im ersten Durchgang. Sieb ersetzt den Stürmer positionsgetreu. 

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Das ist ein ganz anderes Gesicht, das der 1. FC Köln im zweiten Durchgang präsentiert. Wie ausgewechselt. Viel fokussierter, viel energischer, viel druckvoller. Das Publikum honoriert das. Und Mainz hat Probleme. 

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Toooooooor! 1. FC KÖLN - Mainz 05 1:1. Der verdiente Ausgleich für den FC! Sebulonsen verteidigt nach vorne und gewinnt den Ball 40 Meter vor dem Tor auf der rechten Seiten zurück. Er kommt zu Castro-Montes, der gegen Widmer aufzieht und messerscharf ins Zentrum flankt. Dort hat sich Ache im Rücken von Kohr freigelaufen. Und der Kopfball unter die Latte sitzt. 

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Vorlage Alessio Castro-Montes

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Aus der Druckphase resultiert die beste Kölner Chance des Spiels: Nach einem Eckball von der linken Seite wird im Mainzer Strafraum geflippert, dann köpft Ache zentral an den Elfmeterpunkt zu Bülter. Der nimmt den Ball mit der Brust an und schießt wuchtig nur einen Meter übers Tor. 

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Es ist der Startschuss in eine echt gute Kölner Auftaktphase in diesen zweiten Durchgang. Köln macht Druck, Köln bringt Energie rein, wird von den Rängen gepusht. Gerade Ache ist von der ersten Sekunde an angestachelt und bringt viel Körperlichkeit rein. 

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Und gleich dann auch die erste Duftmarke: Castro-Montes kann sich im rechten Halbfeld aufdrehen und zu Bülter rechts in den Strafraum spielen. Dessen Abschluss fehlt der Druck, so kann Batz sicher zupacken. Hätte er sich was bei Bell abschauen sollen. 

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Sebulonsen, Simpson-Pusey und Lund hinten, Castro-Montes auf einer ungewohnten Rechtsverteidigerposition, davor Krauß als einziger Sechser, der Rest stürmt nach vorne: Viel offensiver kann Kwasniok sein Team taktisch kaum aufstellen. 

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Mainz unverändert, weiter gehts! 

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Und Lund spielt für Özkacar. 

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Johannesson konnte sein Formtief nicht beenden. Mit Ache wird es deutlich offensiver. 

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Kwasniok reagiert auf die schwache Halbzeit seines Teams und den prekären Spielverlauf wie -stand. Und wechselt dreifach. Krauß kommt für den verwarnten Martel. 

Das einzig gute aus Kölner Sicht nach dieser schwierigen und unzureichenden ersten Halbzeit ist, dass das Spiel noch offen und nicht schon entschieden ist. Gelegenheit dazu hatte sich den guten und stabilen Mainzern nämlich geboten. Die brauchen nicht viel, um gefährlich zu werden (33 Prozent Ballbesitz etwa nur), trafen den Pfosten und scheiterten an Schwäbe. So macht bislang nur das Traumtor von Bell den Unterschied. Und wir können uns auf eine weitere Halbzeit harten Abstiegsfight freuen. 

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In der einminütigen Nachspielzeit kommt Bülter noch zu einem geblockten Schuss. Dann geht es, unter vereinzelten Pfiffen, in die Kabinen. 

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Statt Überzahl auf der rechten Seite gibt es also nur den Freistoß 50 Meter vor dem Tor. Der wird kurz ausgeführt, dann schlägt Castro-Montes die weite Flanke. Und Bülter köpft harmlos am Tor vorbei. 

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Lee grätscht frontal hart gegen Martel und kommt dabei auch noch zu spät. Das gibt die nächste Gelbe der Partie. Bitter aus Kölner Sicht: Zwayer pfeift den Vorteil weg. Martel hatte den Ball trotz des Tacklings sauber Maina auf der rechten Seite gebracht, wo viel Platz war und Sebulonsen gerade hinterlaufen wollte. 

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Das nächste wunderbare Beispiel dafür ist eine Kopfballabwehr von Schwäbe vor seinem Strafraum, direkt auf den Fuß von Silas. Das Tor ist so natürlich frei, Silas hebt den Ball Richtung Gehäuse, hinter Schwäbe ist aber Johannesson umsichtig eingerückt, sodass er für seinen Keeper klären kann. 

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Ein Pfostentreffer, ein Gegentor und eine vergebene Chance, die nicht vergeben werden darf: Hier kann es gut und gerne 3:0 für die Mainzer stehen. Es ist eine ganz schwierige erste Halbzeit für die wackeligen Kölner, die sich abmühen, die entscheidenden Momente aber nicht auf ihre Seite ziehen.  

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Silas lässt das 2:0 liegen! Und Schwäbe rettet die Kölner mal wieder. Der Keeper könnte beim langen Schnittstellenpass von Tietz im Zuge einer schnellen Umschaltsituation, durch Sebulonsen und Simpson-Pusey hindurch, rausrücken, vielleicht muss er das sogar. Doch er zieht sich stattdessen zurück, lässt das Eins gegen Eins zu. Und pariert den Abschluss von Silas famos. 

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Auf der anderen Seite befinden sich Castro-Montes, Johannesson und El Mala auf der linken Seite lange im Zusammenspiel. Dann endlich kommt Castro-Montes auch zur Flanke, scharf und direkt aufs Tor gezogen. Bülter geht hin, kommt aber nicht an den Ball. Oder zieht er absichtlich zurück, um den Ball ins lange Eck tropfen zu lassen? Batz lässt sich davon nicht beirren und nimmt die Kugel sicher auf. 

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Und Mainz bleibt gefährlich. Ein langer Ball reicht, und Tietz kann im rechten Halbfeld entwischen. Der Winkel ist spitz und Schwäbe kann im kurzen Eck parieren. 

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Was für ein Treffer von Bell, was für eine Bewegung. Das neue Mainzer Selbstvertrauen versinnbildlicht in einer einzigen Szene. Das hätten Haaland, Kane, Lewandowski nicht besser machen können. Ob der kernige Verteidiger diesen großen Namen jemals so nah war? 

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Tooooor! 1. FC Köln - MAINZ 05 0:1. Da Costa schlägt den Ball nach seinem selbst ausgeführten Einwurf von der rechten Seite flach in die Mitte. Das ist kaum gefährlich. Bell nimmt den Ball mit Martel im Rücken aber so genial mit, dass er ihn sich direkt vorlegt und mit voller Wucht von rechts im Strafraum draufhalten kann. Und es schlägt über Schwäbe hinweg unter der Latte ein. 

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Vorlage Danny da Costa

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5:2 Abschlüsse damit für die Kölner in dieser nervösen Anfangsphase, jetzt 6:2, Maina zieht nach innen und schiebt den Ball aus 20 Metern in die Hände von Batz, die eine große Chance aber hatten die Mainzer. 

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Mit einer tollen Rettungstat erlebt Potulski auch das zweite Highlight des Spiels. Der junge Verteidiger macht das klasse gegen Kaminski, erkennt, dass er ihn nicht halten kann, findet aber den genau richtigen Moment, um runter zu gehen, und den Abschluss seines Landsmanns links im Strafraum zu blocken. Das wäre sonst eine schwierige Aufgabe für Keeper Batz geworden. 

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Köln also insgesamt mit Oberwasser, und gleichzeitig dem Glück des Tüchtigen, sich da nicht den Rückstand zu fangen. Es zeigt, wie sehr die Partie auf Messers Schneide steht, und das von Anfang an. Die Anspannung ist auf beiden Seiten zu spüren. 

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Aus dem Freistoß resultiert die erste dicke Chance des Spiels. Den kann Köln zwar zunächst nach vorne klären, unmittelbar im Nachgang bekommt Mainz aber über Kohr Sano auf der rechten Seite freigespielt. Der gibt an den Fünfer zu Widmer, der seinen Abschluss nicht trifft, den Ball aber zu Potulski weiterleitet. Der hält unverhofft den Fuß rein, kann Schwäbe überwinden. Und die Kugel kullert in Schrittgeschwindigkeit an den rechten Pfosten, ehe sich Schwäbe drauf schmeißt. 

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Sano fängt einen schlampigen Pass von Sebulonsen im Mittelfeld mit der Brust ab, Martel will retten, trifft aber nur jene Brust und sieht dafür die erste Gelbe Karte der Partie. 

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Von Mainz 05 kommt noch gar nichts. Dort verspricht man sich El-Mala-Momente von Silas, der heute das erste Mal seit Dezember 2023 wieder von Anfang an in der Bundesliga spielt. Zumal in Abwesenheite von Amiri. Der Spielgestalter fehlt heute krankheitsbedingt und wird schmerzlich vermisst, es ist erst das dritte Mal, dass er nicht in der Mainzer Startelf steht. 

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El Mala fehlt noch die Genauigkeit, er macht aber ordentlich Betrieb auf seiner linken Seite. Jetzt per Einzelaktion: Drei Mainzer können ihn nahe dem Strafraumeck nicht halten. Der Abschluss verrutscht ihm dann deutlich, womöglich wollte er den Ball auch in die Mitte geben. So oder so - mit Abstoß für Mainz-Keeper Batz geht es weiter.

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Die erste Mainzer Ecke. Warum das wichtig ist? Weil Köln mit weitem, weitem Abstand die meisten Tore nach Standards kassiert. Es ist DIE Achillesferse im Kölner Spiel, die schon so viele Punkte gekostet hat. Ein 14. Gegentor kommt erstmal nicht auf. Mainz' Ecke von der linken Seite versandet. 

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Dass die Kölner Feldvorteile haben, dürfte 05-Trainer Fischer nicht weiter stören, dass sie es aber gleichzeitig auch schaffen, sich regelmäßig ins vordere Drittel zu schieben, dagegen schon. Jetzt mit Bülter, der rechts von der Grundlinie den Ball im Bogen und auf Verdacht in den Strafraum schlägt. Da Costa kann nicht klären, El Mala nimmt dahinter den Ball auf. Und schießt zwei, drei Meter links vorbei.

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So pendelt es sich dann allmählich ein: Köln hat etwas mehr vom Spiel, Mainz zieht sich erstmal zurück und lauert. Lässt dabei aber Kaminski links im Strafraum etwas zu viel Platz. Gegen Kohr kann der polnische Dauerläufer nach innen aufziehen und schießen, der Abschluss lässt aber zu Wünschen übrig. Trotzdem war das der erste brenzlige Moment für die Abwehr der Nullfünfer. 

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Und so beginnt es dann auch. El Mala geht nach einem langen Ball volles Risiko und schickt seinen ersten Abschluss aus der Luft auf die Jahnwiesen vor dem Stadion, auf der anderen Seite krabbelt Nebel im Zweikampf gegen Castro-Montes, will die Ecke, bekommt sie nicht. Beide Teams nutzen gerne ihre langen Einwürfe. Und der Ballbesitz wechselt. 

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Und was für ein Spiel können wir und die Menschen im Stadion erwarten? Ein umkämpftes, intensives, wahrscheinlich weniger ein schönes. Womöglich wird auch die Kraftfrage eine Rolle spielen. Und die der wenigen Fehler. Und wer vielleicht das eine Tor schießt. 

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Die "Stimmung" war der meistdiskutierte Begriff dieser Tage am Geißbockheim, sie sei angespannt, vielleicht gar schlecht, Trainer Kwasniok versuchte, mit guter Laune zu glätten. Im Müngersdorfer Stadion ist von all dem nichts zu spüren, hier ist die Stimmung herausragend. Mit einem gewohnt vollen Haus und mit der zweiten großen Choreo auf der gesamten Süd innerhalb von nur vier Tagen. Und diesmal auch ohne teure Pyro. 

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Anpfiff in Köln vom routinierten Schiedsrichter Felix Zwayer! 

Das zeigt sich am besten an Simpson-Pusey: Die Leihgabe von ManCity kam mit der Erfahrung von einer Hand voll Pflichtspielen gerade erst nach Köln, neues Umfeld, neue Sprache, neue Liga. Und trotzdem wird der 20-Jährige heute gezwungen sein, das dritte Spiel in sieben Tagen höchstwahrscheinlich über die gesamte Spielzeit bestreiten zu müssen. Davor wiederum stellt Kwasniok mal wieder um. Maina hat sich zurück ins Team gekämpft, der seit Wochen formschwache Johannesson bekommt eine Chance. El Mala dagegen darf zum zweiten Mal in Folge starten.  

Beide neue Stürmer starten heute erstmals gemeinsam von Anfang an und treffen auf eine Kölner Abwehr, die mit den zuletzt gesperrten Martel und van den Bergh (Bank) zwar zwei wichtige Rückkehrer mit Kusshand willkommen heißt, die aber immer noch arg löchrig und improvisiert daherkommt. 

Und da kommt es Mainz 05 natürlich gelegen, dass es sich auf dem aufsteigenden Ast befindet. Trainer Fischer ist nach sechs Spielen immer noch ungeschlagen. Den drei Remis zum Beginn, darunter das sensationelle 2:2 gegen die Bayern, folgte nun der erste ersehnte Sieg. Das Tabellenende wurde verlassen, Mainz wird besser und besser. Und hat sich jetzt mit Silas und Tietz zudem offensiv neu aufgestellt und prominent verstärkt. 

Damals, im August, war gegen Mainz noch alles fein. Da gewann Köln auswärts als euphorisierter Aufsteiger bei einem stark eingeschätzten Europapokalteam mit 1:0 und leitete seinen lukrativen Saisonstart ein, von dem der Klub bis heute zehrt. Zehn der 17 Punkte wurden bis zum 6. Spieltag eingefahren. Danach kam nicht mehr viel. Gelingt Mainz heute die Revanche, sind es nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Effzeh. 

Acht Spiele ohne Sieg, nur drei von 24 möglichen Punkten aus diesem Negativlauf, nur noch fünf Zähler Abstand zur Abstiegsregion und eine Startelfquote von El Mala, die sich längst zu einem kölschen Politikum entwickelt hat: Beim 1. FC Köln ist zum Rückrundenauftakt richtig Druck drauf. Wahrscheinlich so viel Druck wie noch in dieser Saison und unter Lukas Kwasniok. Schließlich geht es mit den Mainzern gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, den es auf Distanz zu halten gilt. 

Die Mainzer kommen mit dem Schwung eines emotionalen 2:1-Sieges gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Heidenheim nach Müngersdorf. Es war der erste Bundesligasieg unter dem neuen Trainer Fischer, der heute drei Startelfveränderungen vornimmt: Potulski spielt für Vertaschnig in der Abwehr, Nebel für Amiri im Mittelfeld. Und vorne darf Neuzugang Silas sein Debüt für die Nullfünfer feiern. Sieb muss dafür weichen.  

So beginnt der FSV Mainz 05: Batz - da Costa, Kohr, Bell, Potulski, Widmer - Sano - Nebel, Lee - Silas, Tietz. 

Der FC bot dem FC Bayern am vergangenen Mittwoch einen tapferen Kampf, verlor aber standesgemäß mit 1:3 gegen das Münchner Starensemble. Heute, zum Abschluss der Englischen Woche in der Bundesliga und zum Auftakt der Rückrunde, tauscht Trainer Kwasniok seine Startelf auf vier Positionen aus: Martel kehrt nach Gelbsperre zurück und spielt für Krauß, außerdem beginnen Castro-Montes, Johannesson und Bülter für Lund, Thielmann und Ache. 

So spielt der 1. FC Köln: Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar - Maina, Martel, Johannesson, Castro-Montes - Kaminski, El Mala - Bülter. 

Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 18. Spieltages zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05.