1. FC Köln - Bayer 04 Leverkusen; Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

1. FC Köln - Bayer 04 Leverkusen. Bundesliga.

RheinEnergieStadionZuschauer50.000.

1. FC Köln 1

  • L Waldschmidt (77. minute)

Bayer 04 Leverkusen 2

  • P Schick (43. minute 11m, 52. minute)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Um 18:30 Uhr machen wir mit dem Topspiel Hamburg gegen Hoffenheim weiter. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal!

Das macht die drei Punkte für die Werkself nicht weniger bedeutsam. Hoffenheim und Stuttgart spielen erst noch, somit ist Leverkusen für den Moment Fünfter, nur einen Punkt hinter dem VfB. Nächste Woche geht es gegen RB Leipzig. Die Kölner profitieren von der 0:2-Niederlage des FC St. Pauli in Heidenheim, haben als Dreizehnter nach wie vor fünf Punkte Vorsprung auf Rang 16. Und spielen nächste Woche beim formschwachen Union Berlin. 

Leverkusen legte eine äußerst fragwürdige Leistung aufs Parkett. Einstellung, Gedankenschnelle, individuelle Fertigkeiten: Da stimmte fast gar nichts bei der Werkself heute. Und trotzdem nimmt die Werkself durch zwei Schick-Tore die drei Punkte mit beim 2:1-Sieg über den 1. FC Köln, der sich heute irgendwie auch selbst geschlagen hat. Allein El Mala schoss zehn Mal Richtung Tor, erzielte aber keins. Und während der FC am Auslassen bester Torchancen verzweifelte, profitierte die Werkself auch noch von einer Fehlentscheidung: Den Elfmeter zum 1:0 kurz vor der Pause hätte es nicht geben dürfen. Insgesamt ein enorm bitterer Nachmittag für alle, die es mit dem FC halten. Und ein glücklicher für Bayer 04.

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Und das ist dann die passende Schlusspointe zu diesem irrwitzigen und absurden Spiel. Der Fußballgott will es so: Ende, Bayer 04 gewinnt! 

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El Mala mit dem Ballgewinn gegen Arthur, dem Lauf auf der Grundlinie, holt die Ecke raus. Kurz ausgeführt. Castro-Montes flankt, Kaminski köpft, Blaswich ist geschlagen. Der wäre ins lange Eck getickt. Tapsoba klärt aber vor der Linie. Im Nachgang kommt Chavez noch zum Schuss aus 16 Metern. Den Blaswich pariert. 

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Leverkusens bester Spieler, Janis Blaswich, treibt das Zeitspiel auf die Spitze und holt sich eine Gelbe Karte ab. 

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Nächster Anlauf über rechts, Sebulonsen, Thielmann, Grimaldo stolpert den Ball ins Toraus, bekommt aber das Offensivfoul gepfiffen. Eckball wäre die richtige Entscheidung gewesen. 

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Doch Özkacar springt vor dem zweiten Pfosten unter der Hereingabe hindurch. Und Blaswichs Abschlag kostet Zeit. 

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Ein Anrennen, ein Herspielen, aber keine klaren Abschlüsse mehr. Dann nochmal eine Ecke für die Kölner von der linken Seite ... 

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Aber die Nachspielzeit ist happig: Angemessene sechs Minuten hat Köln noch Zeit, den Leverkusener Sieg zu verhindern. 

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Blaswich und Andrich schrauben nach einer ungenauen Flanke von der rechten Seite, die sich Blaswich fängt, erfolgreich an der Uhr. Die Minuten verstreichen. Köln kommt zu keinen Torchancen mehr. 

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Rein in den Schlussspurt. Niang spielt Thielmann rechts zur Grundlinie, der legt umsichtig in den Rückraum, wo Chavez mit dem zweiten Kontakt schießt. Fernandez blockt. Und Waldschmidt setzt den direkt folgenden Volley zwei Meter links am Tor vorbei. 

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Und Bade spielt für den indisponierten Quansah. Aber das könnte hier außer bei Blaswich oder Schick vor jedem Leverkusener Namen stehen. 

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Im Zuge der Pause wird wieder gewechselt. Niang kommt für Martel. 

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Arthur dribbelt von rechts nach innen, passt ins Zentrum und steigt Kaminski dann im Nachgang unglücklich auf die Ferse. Das sorgt für eine längere Verletzungspause. Ein Foul wars aber nicht. Und Kaminski kann etwas später auch weitermachen. Doch das hat Zeit gekostet für die Kölner. 

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Auch das Stadion ist jetzt natürlich nochmal angezündet. Köln schmeißt alles nach vorne, kombiniert sich zwei Mal in den Sechzehner, kommt aber nicht zum Abschluss. Dann fährt Ben Seghir den Gegenangriff und zieht das Foul. Das verschafft Entlastung. Für den Klub, der in die Champions League einziehen will, wohlgemerkt. 

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Eine Energieleistung der Kölner, dieses Tor. Der Effzeh sträubt sich gegen die unverdiente drohende Niederlage. Das werden nochmal rassige zehn, mit Nachspielzeit 15 Minuten. Hier ist nichts entschieden. 

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Toooooor! 1. FC KÖLN - Bayer 04 Leverkusen 1:2. Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte bringt abermals El Mala ins Spiel. Der verzettelt sich mit Eintritt in den Sechzehner gegen Andrich und Fernandez im Dribbling, kommt nicht zum Abschluss, doch Bayer bleibt Bayer an diesem Tag: Andrich verliert die Kugel zentral vor dem Tor wieder an den energisch nachsetzenden El Mala, der Ball liegt frei, Waldschmidt rückt nach und schiebt aus sechs Metern halblinker Position mit viel Überzeugung ein. 

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Vorlage Saïd El Mala

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Waldschmidt ist direkt im Spiel. Thielmann flankt von der rechten Seite scharf in den Sechzehner. Waldschmidt steigt alleingelassen hoch, platziert seinen Kopfball aber nicht ganz astrein. Blaswich greift sicher zu und sammelt seine achte Parade an diesem Tag. 

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Keine Frage natürlich, dass das Kölner Spiel mit Chavez und Waldschmidt voll auf Attacke ausgerichtet ist. Leverkusens Wechsel waren derweil alle positionsgetreu. 

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Und dann noch ein neuer Geißbock: Der Kölner Lieblingsjoker Waldschmidt kommt auf den Rasen und spielt für Johannesson. 

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Eliesse Ben Seghir kommt zu seinem ersten Saisoneinsatz im Kalenderjahr 2026. Tella geht raus. 

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Zudem wird Aleix Garcia positionsgetreu vom begnadeten Fernandez ersetzt. 

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Bei der Werkself kommt Arthur für Culbreath ins Spiel. 

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Ein Wechselfenster, fünf Wechsel: Chavez kommt beim FC für Lund. 

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Und Köln genau andersherum. Tillman reiht sich nach seiner Einwechslung direkt in seine Elf ein und gibt den Ball 30 Meter zentral vor dem Tor her. Der unermüdliche El Mala nimmt den Ball auf, marschiert um den Strafraum herum und wirft alles in seinen Abschluss aus spitzem Winkel. Andrich ist eng dran und verhindert das Gegentor. 

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Und so verrinnen die Minuten. Leverkusen hat weiterhin viel Ballbesitz und wenige Abschlüsse, geschweige denn Chancen. 

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Das waren die Abschlüsse sieben und acht von El Mala. Er allein schreibt für 1,08 xGoals an. Insgesamt steht es hier 1,81 zu 1,32. Wobei Bayers Wert da täuscht. Da stecken 0,788 xGoals für den Elfmeter drin, der keiner war. Ist alles nur Spielerei. 0:2 ist das, was zählt. 

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Was für ein Tag auch von und für El Mala. Nach dem x-ten Leverkusener Ballverlust, diesmal von Culbreath, stürmt er halblinks auf den gegnerischen Strafraum zu, wird hinterlaufen, zieht nach innen. Sein erster Abschluss wird von Andrich geblockt, gegen den fahrigen Palacios setzt er nach und erarbeitet sich direkt die zweite Schusschance, zwei Meter drüber. In beiden Fällen übersieht er seine besser postierten Mitspieler bzw. entscheidet sich, es auf eigene Faust zu probieren. 

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Im Sturm der Großchancen mal eine Halbchance: Martel und Kaminski im Zusammenspiel im rechten Halbfeld, so wird Thielmann an der Seitenlinie freigespielt und kann flanken. Etwas zu hoch. Castro-Montes nickt seinen schwierigen Kopfball aus sieben Metern mit fehlendem Druck übers Tor.

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Wenig später wechselt auch die Werkself das erste Mal. Tillman, die letzten drei Wochen nur Kurzarbeiter und nie länger als zehn Minuten auf dem Feld, kommt für Maza. 

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Gleichzeitig wird auch Thielmann eingewechselt. Bülter geht runter. 

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Die ersten Wechsel im Spiel: Castro-Montes kommt für Maina ins Spiel. 

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17 Sekunden lagen zwischen der Parade von Blaswich und dem 2:0 von Bayer 04. Einen Mann wie Schick bräuchten die Kölner in ihren Reihen. 

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Dann zur Abwechslung mal wieder El Mala, der von der linken Seite gegen Andrich aufdribbelt, natürlich nach innen zeiht und schießt. Einen halben Meter am langen Eck vorbei. 

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Kölns Auslassen der Torchancen ist längst ein dramatisches Unvermögen. Bayer verliert in Person von Grimaldo links vor dem Strafraum den Ball, drei Pässe später ist Kaminski rechts im Strafraum frei, schießt, wird geblockt. Der Ball rollt Johannesson vor den Fuß, der müsste ins leere Tor abdrückt, agiert aber zu behäbig. Culbreath bekommt von hinten den Fuß noch rein. 

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Was für ein absurder Spielverlauf. Jeder Kölner muss sich die Augen reiben. Ein Spielstand, als wäre er vertauscht. 

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Tooooor! 1. FC Köln - BAYER 04 LEVERKUSEN 0:2. Blaswich wehrt also ab. Aleix Garcia nimmt den freien Ball im eigenen Sechzehner auf und trabt durchs verwaiste linke Mittelfeld. Tella zieht an und ist schneller als Sebulonsen, Aleix Garcia trifft die Schnittstelle. Tella legt quer. Und im Zentrum drückt Schick im Zweikampf mit Özkacar die Kugel in bester Torjägermanier ins Eck. Stark gemacht vom Tschechen. 

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Vorlage Nathan Tella

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Das Kölner Scheibenschießen geht weiter. Tapsoba rückt zu spät gegen Maina raus und ist dann aus dem Spiel, Maina dribbelt auf Andrich zu, Kaminski kreuzt und ist rechts im Strafraum, der Tapsoba-Position, völlig frei. Er scheitert mit seinem schwachen Abschluss an Blaswich. Und dann startet Bayer 04 den Gegenangriff ... 

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Und geht direkt wieder stürmisch los: Langer Ball von Schwäbe, Kaminski verlängert mit dem Kopf, Andrich hat alles im Griff, denkste, Andrich hat gar nichts im Griff, erst recht nicht El Mala, der durchbricht. Andrich ist abgeschüttelt, Blaswich muss rechts im Strafraum rausrücken. Und kann mit dem rechten Bein verhindern, dass El Mala ihn ins Zentrum ziehend umkurvt. 

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Rein in den zweiten Durchgang. Ohne personelle Veränderungen. 

Das war mal eine rasante erste Hälfte. Da war so viel drin. Vor allem wirft die Leistung der Leverkusener Fragen auf: Die Werkself agierte immens schwach und unmotiviert, machte unglaubliche individuelle Fehler und spielte sich im gesamten ersten Durchgang aus eigener Kraft nur eine einzige Torchance heraus. Trotzdem liegt Leverkusen vorne, weil Köln und vor allem El Mala alles verballerten, was so hart erarbeitet wurde. Und weil Hartmann eine äußerst strittige Elfmeterentscheidung fällte.

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Pause. 

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Also das angebliche Handspiel von Martel wurde jetzt wieder und wieder eingespielt. Und wir legen uns an dieser Stelle mal fest: Angelegter kann ein Arm eigentlich nicht sein. Und dann haben wir immer noch nicht darüber gesprochen, ob Martel überhaupt wirklich am Arm, oder am Trikotärmel, sprich der Schulter getroffen wurde. Trotzdem wird es gleich mit dem 1:0 für die Werkself in die Pause gehen. 

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Grimaldo zieht mit viel Dynamik von der linken Seite ins Zentrum und wird von Johannesson über den Haufen gerannt. Damit holt er sich die fünfte Gelbe Karte ab und fehlt nächste Woche bei Union Berlin. 

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Toooor! 1. FC Köln - BAYER LEVERKUSEN 0:1. Schick stellt sich der Verantwortung, wirkt aber auch nicht losgelöst von diesem aufregenden Spiel. Der Elfmeter ist nicht gut, Schwäbe ist im richtigen Eck und dran. Und trotzdem schlägt es über Schwäbes Hand hinweg ein. 

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Er macht: nichts. Der Elfmeter steht. Das wird für Diskussionen sorgen. Das ist viel mehr kein Elfmeter, als dass es ein Elfmeter ist. 

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Elfmeter für Leverkusen! Oder? Palacios spielt einen Ball auf Hüfthöhe in den Strafraum. Martel geht mit der Schulter runter, hat den Arm angelegt und bekommt die Kugel an den Trikotrand am Oberarm. Ist das die Schulter? Ist das der Arm? Ist das eine Armbewegung zum Ball? Was macht der VAR? 

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Zweite dicke Chance für Leverkusen: Grimaldo links zu Tella, der Außenverteidiger zieht dann nach innen und wird direkt wieder bedient. Eigentlich ist der Pass zu weit, doch Simpson-Pusey rutscht weg, kommt nicht dazwischen und wird umkurvt. Grimaldo schießt und wird noch gerade so von Özkacar geblockt. Der Ball springt zu Tella, der seinerseits dann draufhält. Und die Kugel zischt nur einen halben Meter übers Tor. Anschließend wird Tella noch rüde von Simpson-Pusey umgemäht, was keinen Elfmeter zur Folge hat. 

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Das war schon die vierte Großchance für El Mala, der hier aus Kölner Sicht hoffentlich nicht zum tragischen Helden wird. 

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Was passiert hier? El Mala mit dem leeren Tor vor der Nase - und dem Schuss an den Pfosten! Quansah mit seinem nächsten unglaublichen Aussetzer, der Rückpass zu Blaswich ist viel zu kurz. El Mala spritzt vor dem linken Sechzehnereck dazwischen, umkurvt mit dem ersten Kontakt weg vom Tor den gegnerischen Keeper, dribbelt dann zwei Meter vor der Grundlinie zum Tor hin. Und schiebt die Kugel aus sieben Metern an den Pfosten. 

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Leverkusen hat 63 Prozent Ballbesitz. Und kann in 62 Prozent der Fälle nichts damit anfangen. Köln verteidigt im Positionsspiel stabil und effektiv, gewinnt die entscheidenden Zweikämpfe. Und missfällt einzig und allein im Nutzen der eklatanten gegnerischen Fehler.  

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Was für Chancen Köln hier liegen lässt ... Wenn sich das mal nicht rächt. Aber die Leistung der Kölner ist wirklich sehr, sehr gut. Bayer 04 ist, vor allem gemessen an den eigenen Ambitionen, weiter unterirdisch. 

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Immer wieder Blaswich. Tapsoba hält in eine flache Hereingabe von Lund von der linken Seite lustlos den Fuß rein und schiebt den Ball direkt vor Martel. Der weiß gar nicht, wie ihm geschieht, ob dieser riesigen Tormöglichkeit. Und setzt nach guter Ballannahme seinen freien Schuss von halblinks im Sechzehner geradewegs auf Blaswich, der rechtzeitig die Fäuste hochreißt.

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Nach einem Zusammenprall zwischen Lund und Schick im Kölner Strafraum erleben wir das erste Mal etwas, was es bislang nicht gab: etwas Entschleunigung und eine Spielunterbrechung. Lund wurde da in Schick reingeschoben, der bekam so den Ball unglücklich ins Gesicht. Beide Profis können nach kurzer Pause weitermachen und Schwäbe nimmt das Spiel wieder auf. 

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Zwei Ecken für Leverkusen sorgen für etwas Aufregung vor dem FC-Tor, aber keine unmittelbare Torgefahr. Das Chancenverhältnis spricht also klar für die Kölner. Trotzdem ist Bayer 04 natürlich jederzeit zuzutrauen, zuzuschlagen. Es gelingt nicht stetig, die Werkself vom Tor fernzuhalten. 

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0,63 xGoals schon für die Kölner in 20 Minuten, dafür braucht der Effzeh manchmal eine ganze Jahreszeit. Allein El Mala spielt wie von der Tarantel gestochen und hatte schon drei hochwertige Abschlüsse. Köln sollte sich langsam belohnen und die Lethargie und Schläfrigkeit des Gegners bestrafen. 

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Köln ist das Fehlen von Ache nicht anzumerken. Ohne die gewohnten langen Bälle, geht es stattdessen blitzschnell über den Boden in die Spitze: Maina ist nach einem Befreiungsschlag der Kölner an der Mittellinie handlungsschneller als Aleix Garcia, keine Ahnung, wo der in mit seinen Gedanken ist, und Maina schickt El Mala rechts in die Tiefe. Quansah kommt nicht hinterher, hat aber die Hand noch dran und erwischt damit genau den richtigen Grad, um El Mala den Abschluss zu erschweren, ohne zu foulen. El Mala scheitert dann am starken Blaswich. 

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Zumal Leverkusen langsam besser wird. Das ist angesichts der bisherigen Nicht-Leistung aber auch kein Kunstwerk. Aber die Werkself meldet sich an. Flanke Culbreath, am kurzen Pfosten hält Quansah den Fuß rein. Und scheitert am sicheren Schwäbe.  

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Was für Szenen, was für eine Dramaturgie. Und was für eine Rasanz. Eine elektrisierende und immens ereignisreiche Anfangsphase wird uns gerade geboten. 

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Aus dem Nichts hat Schick die riesige Chance, das Spiel auf den Kopf zu stellen. Martel spielt im Aufbauspiel nicht zu Simpson-Pusey, sondern direkt in den Fuß von Schick. Der geht frei auf Schwäbe zu. Und setzt den Ball an den linken Innenpfosten. 

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Der folgende Freistoß aus halblinker Position und knapp 30 Metern wird in die Feldmitte getippt. Dann rennt Sebulonsen an und schießt wuchtig aufs Tor. Blaswich ist der einzige Leverkusener auf der Höhe und hält das Geschoss sogar fest. 

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Schlauer Pass von Kaminski von der linken Seite ins völlig offene Zentrum, wo El Mala gegen Tapsoba den Hintern ausfährt, den Ball aufnehmen, abschirmen und aufs Tor stürmen will. Tapsoba foult dann, und da fehlt nicht viel zur Notbremse. Gelb ist aber die richtige Entscheidung. 

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Die Energie auf dem Feld kommt einzig und allein von den Kölnern. Auf dem Rasen wie auch auf den Rängen. Wieder so ein unerklärlicher Fehlpass der Werkself, Grimaldo in den Fuß von Simpson-Pusey, danach gewinnen Maina und El Mala gegen Aleix Garcia den Kampf um den freien Ball. El Mala stürmt halbrechts aufs Tor zu, schlenzt gen langes Eck, will schon zum Jubel abdrehen. Und sieht dann aber, wie Blaswich den noch aus dem Eck kratzt. 

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Was für Chancen, und keine fünf Minuten um. Leverkusen beginnt total lethargisch, ist überhaupt nicht im Spiel. Gedanklich, körperlich, mental, alles viel zu langsam und fehleranfällig. Hjulmand tobt am Spielfeldrand. 

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Und es kommt noch dicker: Köln spielt sich durchs rechte Halbfeld, Kaminski dribbelt gen Strafraum, wird von Aleix Garcia eigentlich schon abgelaufen, luchst dem den Ball aber direkt wieder ab. Und schießt aus dem rechten Fünfereck ins Außennetz. 

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Dann aber hat Köln gleich schon die erste Topchance: Leverkusen spielt behäbig und schlampig, um nicht zu sagen schlecht, Quansah mit dem fahrigen Rückpass, den nimmt El Mala auf. Kölns Shootingstar dringt links in den Strafraum ein, Andrich muss ihn laufen lassen, sonst droht die Notbremse. Tapsoba eilt noch zur Hilfe und El Mala trifft den Abschluss nicht richtig, schiebt ihn flach und hoppelnd am rechten Pfosten vorbei. 

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Köln spielt den ersten Durchgang auf die Südkurve und kommt schwungvoll in die Partie. Noch in der ersten Minute bricht Kaminski auf der linken Seite erstmals bis zur Grundlinie durch, hebt den Ball aber nur in die Arme von Blaswich. 

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Robert Hartmann wird dieses wichtige und stimmungsvolle Duell leiten. Und er pfeift es in diesem Moment an. 

Die letzten vier Duelle mit dem 1. FC Köln hat Bayer Leverkusen allesamt gewonnen, in den letzten dreien hielt dabei sogar die Null. Köln wiederum ist seit fünf Spielen immerhin ungeschlagen - das reicht schon zur zweitlängsten laufenden Serie dieser Hinsicht der Bundesliga. Nur die Bayern trumpfen da natürlich noch mehr auf. 

Das reichte, um in Köln wieder Zuversicht und Selbstvertrauen herrschen zu lassen. Das glückliche 1:1 bei St. Pauli sorgte dafür, dass der Abstand auf die Abstiegszone bei fünf Punkten blieb. Ein Vorsprung, den es gegen Bayer, Union, Heidenheim und Bayern zu verteidigen gilt. Angesichts des letzten Gegners hat Köln gefühlt nur 33 Spieltage Zeit, um den Klassenerhalt einzutüten. Ein Achtungserfolg gegen ein vermeintliches, aber aus Kölner Sicht gerade rechtzeitig kriselndes Champions-League-Team wäre da natürlich Gold wert. 

Schon die Aufgabe heute hat es schließlich in sich. Köln spielt natürlich keine Sterne vom Himmel und ist heute klarer Außenseiter, war aber schon vor dem Trainerwechsel hin zu Rene Wagner schwer zu schlagen und behielt sich das bei. Zehn Unentschieden insgesamt sind Ligaspitze, zwei Remis und ein elementarer Heimsieg gegen den SV Werder stehen in der kurzen Zwischenbilanz des jungen Übungsleiters. 

Dafür müssen vier Punkte Rückstand auf Stuttgart eingeholt werden, um noch Vierter zu werden. Unter Umständen könnte auch Rang 5 reichen, das entscheiden die Bayern und die Freiburger im Europapokal-Halbfinale. Weil Bayer mit Stuttgart und Leipzig noch zwei direkte Konkurrenten vor der Brust hat, ist es gut möglich, dass mit vier Siegen jener vierte Platz tatsächlich noch aus eigener Kraft drin ist. Wer die fatalen Spiele gegen Augsburg und Bayern aber gesehen hat, der wird nur schwer dran glauben. 

Kapitän Andrich forderte nach der Bayern-Pleite, die irgendwo erwartbar, in der Art und Weise gerade zu Hause aber doch niederschmetternd war, vier Siege in den restlichen Spielen gegen Köln, Leipzig, Stuttgart und Hamburg, um sich selbst den Allerwertesten zu retten. Und dem Trainer womöglich auch den Job. Sollte Bayer die Königsklasse verpassen, ist es kaum vorstellbar, dass Hjulmand über den Sommer hinaus in Leverkusen angestellt bleibt. 

Nach dem ernüchternden, weil völlig chancenlosen 0:2 gegen den FC Bayern im DFB-Pokal-Halbfinale droht Bayer 04 nämlich, sämtliche Saisonspiele zu verpassen. Mit einem Titel oder einem Finale wird es nichts. Und in der Bundesliga ist die erneute Qualifikation für die Champions League in akuter Gefahr. 

Der Himmel über Köln hat rechtzeitig aufgelockert und die Sonne strahlt aufs wie immer verkehrstechnisch vollgestopfte Müngersdorf hinab, um bei bester Atmosphäre für ein spannendes und richtungsweisendes Nachbarschaftsduell am Rhein zu sorgen. Das ungeliebte Werksteam von Bayer 04 ist zu Gast. Und steht an den letzten vier Spieltagen gehörig unter Druck. 

Bei Bayer 04 überrascht Trainer Hjulmand mit seiner Torhüternominierung: Blaswich steht auf einmal wieder im Tor, und das ausgerechnet nach dem 0:2 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen die Bayern, wo Flekken noch der beste Spieler der Werkself war. Das relativiert sich aber schnell: Flekken ist angeschlagen. Auch Vazquez hielt gegen die Bayern nicht lange durch, musste noch in der ersten Halbzeit mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Und wird heute vom jungen Culbreath ersetzt. 

So spielt Bayer 04 Leverkusen: Blaswich - Culbreath, Quansah, Andrich, Tapsoba, Grimaldo - Aleix Garcia, Palacios - Maza, Schick, Tella. 

Beim FC stellte sich nach dem 1:1 gegen St. Pauli vor allem die Frage, wer den so wichtigen, aber jetzt verletzten Ache nicht nur heute, sondern für den Rest der Saison ersetzt. Heute spielt erstmal Bülter von Anfang an neben El Mala im Sturm. Dazu tauscht Trainer Wagner Castro-Montes und Thielmann aus und bringt dafür Lund und Maina. 

So spielt der 1. FC Köln: Schwäbe - Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar, Lund - Maina, Johannesson, Martel, Kaminski - Bülter, El Mala. 

Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 31. Spieltages zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen.