Hertha BSC - FC Schalke 04; 2. Bundesliga
Hertha BSC - FC Schalke 04. 2. Bundesliga.
Olympiastadion Berlin.
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FC Schalke 04 holt Punkt gegen Hertha BSC
Hertha vergibt beste Chancen, Fans verlassen das Stadion – und Karius wird zum Schalker Helden. Was hinter den Protesten und dem packenden 0:0 im Zweitliga-Topspiel steckt.
17.01.2026 | 23:01 Uhr
Überschattet von massiven Zwischenfällen von Anhängern mit der Polizei hat Hertha BSC einen Sieg im Topspiel der 2. Bundesliga leichtfertig verschenkt.
Gegen Spitzenreiter FC Schalke 04 zeigten die Berliner einen couragierten Auftritt zum Start in die Rückrunde - vergaben aber zahlreiche gute Möglichkeiten.
"Das war heute ein bisschen wenig von uns. Klar kann man sagen, dass Hertha gut gespielt hat, aber da gehören immer zwei dazu. Wir haben das nicht gut gemacht", sagte Schalkes Torhüter Loris Karius bei Sky Sport. Durch das Remis vergrößerte die Mannschaft von Trainer Miron Muslic den Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Elversberg lediglich auf vier Punkte.
Fans schweigen aus Protest
Große Fußball-Feststimmung kam im Olympiastadion allerdings nicht auf. Die aktiven Fan-Szenen beider Vereine protestierten mit kollektivem Schweigen gegen einen aus ihrer Sicht unverhältnismäßigen Einsatz der Sicherheitskräfte. Laut Polizei war es vor dem Stadion zu Übergriffen von Hertha-Fans auf Polizisten gekommen.
Eine erste Bilanz: 21 verletzte Polizisten und 31 verletzte Hertha-Fans, vornehmlich durch den Einsatz von Pfefferspray und zahlreiche Anzeigen wegen Beleidigung und schweren Landfriedensbruchs, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Die Hertha teilte mit, dass es vor dem Spiel einen Zwischenfall zwischen Fans und der Polizei vor dem Stadion gegeben habe. Details würden geprüft.
Auf dem Rasen waren die Berliner das aktivere Team, trotz der diversen Infekte, bei wichtigen Spielern unter der Woche. Kapitän Fabian Reese saß zunächst auf der Bank. Torwart Tjark Ernst fehlte hingegen komplett und wurde durch Marius Gersbeck vertreten.
Karius rettet mehrfach
Im Mittelpunkt stand aber immer wieder sein Schalker Torwartkollege Loris Karius. Marten Winkler scheiterte in der 7. Minute aus spitzem Winkel am Schlussmann. Wenig später setzte Michael Cuisance einen Schlenzer über das Tor. Weniger Minuten vor der Halbzeit war es wieder Winkler, der den Ball nicht über Karius lupfen konnte.
Auch im zweiten Abschnitt änderte sich an der offensiven Hertha-Strategie nichts. Es fehlte aber bei teilweise wilden Szenen im Schalke-Strafraum am Überblick. Die dickste Chance vergab Luca Schuler, der nach einem Sololauf den Pfosten traf (67.). Auch der eingewechselte Reese (80.) kam an Karius, der per Hechtsprung rettete, nicht vorbei.
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