SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Magdeburg; 2. Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Magdeburg. 2. Bundesliga.

Sportpark Ronhof | Thomas SommerZuschauer11.061.

SpVgg Greuther Fürth 4

  • B Bjarnason (8. minute)
  • D Arifi (43. minute)
  • J Elvedi (50. minute)
  • S Ltaief (47. minute)

1. FC Magdeburg 5

  • R Munz (13. minute ET)
  • M Zukowski (15. minute, 29. minute, 33. minute)
  • R Ghrieb (23. minute)

Live-Kommentar

Damit können wir einen Haken hinter diese Partie machen. Mit der 2. Bundesliga geht es bei uns morgen wieder weiter, wenn zunächst ab 13:00 Uhr unter anderem Spitzenreiter Schalke zum Heimspiel gegen Dresden lädt. Ihnen noch einen schönen Abend und bis bald!

Noch ein kurzer Ausblick auf die kommenden Aufgaben beider Mannschaften nächste Woche im Unterhaus: Während das Kleeblatt am Samstagnachmittag in Kaiserslautern zu Gast ist, empfängt Magdeburg am Sonntag Bielefeld zu Hause.

Auch das Rückspiel endet somit mit einem 5:4 für die Gastmannschaft. Während das Kleeblatt defensiv in alte Muster verfallen ist und mit 19 Punkten Tabellenletzter bleibt, zeigte Magdeburg zumindest in der ersten Hälfte sein Auswärtsgesicht und springt mit jetzt 23 Punkten vorerst auf Platz 13 - zwei Zähler vor dem Relegationsplatz.

Nach einer historischen ersten Hälfte mit acht Toren feiert Magdeburg einen denkwürdigen Auswärtssieg in Fürth. Trotz früher Führung zerfiel ein desolates Kleeblatt in seine Einzelteile und machte seinem Ruf als Schießbude der Liga alle Ehre - als Konsequenz lag man nach 33. Minuten 1:5 zurück. Desolat verteidigte Magdeburg seinerseits Ecken und brachte Fürth nach insgesamt drei Eckballgegentoren zurück ins Spiel. Direkt nach der Pause nahmen die Fürther ein Geschenk zum Anschluss an, in der Folge konnte man den Verwaltungsmodus der Gäste jedoch nicht durchbrechen. Erst mit der letzten Aktion lag der Ausgleich in der Luft, als Nollenberger das vierte Gegentor auf der Linie verhinderte. Natürlich, Sie ahnen es, nach einem Eckball.

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Und dann ist Schluss. 

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Wahnsinn! Um ein Haar gleicht Fürth nach dieser Ecke noch aus! Die Hrgota-Hereingabe von rechts verlängert Münz am ersten Pfosten unter Mithilfe von Hugonet per Hinterkopf auf das Tor, wo Nollenberger auf der Linie mit dem Kopf für seinen geschlagenen Schlussmann rettet. Dabei köpft Nollenberger tatsächlich Schlieck an, von dem der Ball aus nächster Nähe in die Arme von Reimann prallt - ebenfalls auf der Linie.

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Nach der Ecke kommt Varela über Umwege rechts im Strafraum zum Abschluss und wird auf Kosten einer Ecke geblockt - auch die wird es noch geben. 

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Avlayici hält einfach mal aus der zweiten Reihe drauf und holt mit seinem abgefälschten Versuch eine letzte Ecke heraus - auch Schlieck ist mit vorne. 

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Fürth wird einfach nicht mehr zwingend, zu allem Überfluss schlägt auch noch Schlieck den Ball ins Seitenaus und schenkt Magdeburg einen Einwurf - und viel Zeit. 

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Das Kleeblatt hat jetzt die Brechstange ausgepackt und schlägt die Bälle lang nach vorne. 

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Die Nachspielzeit hält sich im Rahmen: fünf Minuten Hoffnung für Fürth.

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Auch Heiko Vogel zieht noch einen Joker und wirft Stürmer Srbeny für Verteidiger Bjarnason rein. 

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Und auch Gnaka soll dabei helfen, den Sieg abzusichern. An seiner Stelle verlässt Dreifachtorschütze Zukowski das Feld. 

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Doppelwechsel aufseiten der Elbestädter: Bockhorn ersetzt zunächst Atik. 

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In einem Zweikampf mit Mathisen wurde Futkeu unglücklich am Rücken getroffen und muss behandelt werden. Der Angreifer dürfte aber auf die Zähne beißen. 

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Wir drehen uns im Kreis, und das bereits seit gut 20 Minuten. Das Kleeblatt schafft es einfach nicht, den langweiligen Verwaltungsmodus der Elbestädter zu unterbinden. Den letzten Abschluss verzeichnete Fürth in der 58. Minute. 

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Guter Versuch: Bei einer Freistoßflanke von Atik schraubt sich Breunig halblinks im Strafraum hoch und legt per Kopf an den Elfmeterpunkt quer, wo Hercher seine stramme Volleyabnahme knapp über das Tor setzt.

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Fürth ist weiterhin viel zu passiv - in dieser Form kommt eine Schlussoffensive erst gar nicht auf. 

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Ein Debüt gibt es auch auf der Gegenseite: Richmond Tachie ersetzt bei den Gästen Ghrieb auf dem rechten Flügel.

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Zudem debütiert Winter-Neuzugang Varela und übernimmt im Angriff für Ltaief.

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Beide Trainer wechseln nochmal, zunächst Heiko Vogel gleich doppelt: Im zentralen Mittelfeld wird Arifi durch Avlayici ersetzt. 

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Im Rahmen einer längeren Passstafette bietet sich Stalmach an und hat an der rechten Fünfergrenze ganz viel Platz. Der Pole spielt flach an den ersten Pfosten, wo Breunig jedoch gut zugestellt wird und nicht an den Ball kommt.

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So, Schlussviertelstunde. Im Ronhof holte das Kleeblatt erst neun Punkte aus neun Spielen. Von den letzten acht Heimspielen konnte man nur eines gewinnen (3U, 4N). Gleich werden die Mittelfranken das Risiko erhöhen müssen. 

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Dennoch erstaunlich, dass sich die Fürther das Ganze in aller Ruhe ansehen und das Ballgeschiebe der Elbestädter in ziemlich passiver Rolle zulassen. 

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Magdeburg hat inzwischen in den Verwaltungsmodus geschaltet. Immerhin lässt man aus dem Spiel heraus wenig anbrennen, fragt sich nur, ob das bei der Standardanfälligkeit bei diesem knappen Spielstand eine gute Idee ist. 

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Auf der linken Seite lösen es die Fürther stark auf und verlagern das Spiel auf den rechten Flügel, wo Keller flach nach innen legt. Münz schaltet sich mit nach vorne ein, auf Höhe des ersten Pfostens bekommen die Gäste aber zuvor einen Fuß dazwischen.

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Da war jetzt mal mehr drin für den FCM: Im zentralen Halbfeld sieht Atik den eingestarteten Hercher und hebt den Ball aus dem Fußgelenk halbrechts vor den Fünfer. Hercher bekommt seinen Kopfball jedoch nicht richtig gedrückt und stellt Schlieck vor eine einfache Probe. 

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Hrgota tanzt auf dem rechten Flügel Atik aus und spielt flach in den Sechzehner, wo Ltaief nahe dem Elfmeterpunkt bei seiner versuchten Direktabnahme am Ball vorbeischlägt. 

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In den letzten Minuten hat sich das Spiel beruhigt. Magdeburg hält den Ball in den eigenen Reihen, vom Selbstverständnis und der Leichtigkeit aus den ersten 30 Minuten ist aber längst nichts mehr zu sehen. 

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Seit dem fünften Tor kommt von Magdeburg nach wie vor viel zu wenig. Eine Atik-Flanke von links köpft jetzt Zukowski deutlich über das Tor und steht dabei ohnehin im Abseits. 

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Nach einem Steckpass von Hrgota ist Stalmach am eigenen Sechzehner deutlich vor Ltaief zur Stelle und grätscht den Ball fair aus der Gefahrenzone. Ltaief kommt dabei zu Fall und scheint sich etwas wehgetan zu haben.

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Zweiter Wechsel aufseiten der Elbestädter: Hercher ersetzt auf der rechten Abwehrseite Musonda. 

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Zum ersten mal kommt Reimann im Spielerpulk mit seiner Faust durch und faustet die Ecke von rechts in den Rückraum. Dort geht Paul Will volles Risiko und verzieht aus der zweiten Reihe deutlich.

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Und schon die nächste Chance: Rechts vom Sechzehner dribbelt Hrgota langsam an und steckt dann für den überlaufenden Ltaief durch. Auf Fünferhöhe ist der Winkel für den Tunesier aber zu spitz, Reimann macht das kurze Eck zu und blockt auf Kosten der nächsten Ecke. 

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Zur Abwechslung fällt nach dieser Ecke kein Tor, Fürth bleibt aber am Ball und hält die Schlagzahl jetzt hoch. 

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Nach einem guten Antritt durch das Zentrum nimmt Ltaief auf der rechten Außenbahn Keller mit, der geblockt wird und eine Ecke herausholt. Eine Ecke also - das gleicht heute aufseiten der Fürther ja fast einem Elfmeter.

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Und natürlich ist inzwischen auch das Fürther Publikum wieder voll da. Bei diesen indisponierten Defensivreihen sind seriöse Prognosen ohnehin nicht mehr möglich, wenngleich Magdeburg in der Theorie über die deutlich bessere Spielanlage verfügt.

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Ltaief wird vor dem Sechzehner fair vom Ball getrennt. Den zweiten Ball schnappt sich Futkeu, aus halbrechten 20 Metern kullert sein harmloser Versuch aber deutlich am linken Pfosten vorbei. 

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Die Fürther klären den Ball im eigenen Sechzehner, worauf Musonda im Rückraum zu spät kommt gegen Ltaief. Mit seinem Tackling geht er dabei zu großes Risiko und sieht Gelb. 

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Atik versucht es mit dem Kopf durch die Wand, links im Strafraum bleibt er bei seinem Antritt jedoch an Bjarnason hängen.

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Und das Momentum liegt jetzt tatsächlich aufseiten der Fürther - wer hätte das nach einer halben Stunde gedacht? Die Gäste wirken verunsichert und sind wieder um Spielkontrolle bemüht. 

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Tooor! FÜRTH - Magdeburg 4:5. Das geht hier ja einfach so weiter! Diesmal leistet sich Atik auf der rechten Seite im eigenen Aufbauspiel einen Blackout und spielt einen No-Look-Rückpass genau in den Lauf von Ltaief. Der Neuzugang spritzt rechts im Strafraum locker vor Reimann dazwischen und hebt den Ball aus zehn Metern herrlich ins lange Eck.

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Der zweite Durchgang läuft.

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Bei den Gästen kommt dagegen Stürmer Breunig für Verteidiger Müller - Petrick Sander dürfte damit wieder auf die Viererkette umstellen. 

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Beide Trainer haben die Halbzeitpause für einen Wechsel genutzt: Beim Kleeblatt ist Rechtsverteidiger Dehm in der Kabine geblieben, an seiner Stelle lässt Heiko Vogel Stürmer Futkeu von der Leine. 

Nach schier unglaublichen 45 Minuten stellten Fürth und Magdeburg einen Rekord in der eingleisigen 2. Liga ein: Acht Tore in einer ersten Halbzeit gab es zuvor nur im Juni 1997 zwischen Kaiserslautern und Meppen. Das Kleeblatt ging nach einer Ecke früh in Führung, verfiel dann defensiv aber in alte Muster und lud Magdeburg fast ohne Gegenwehr zum Toreschießen ein. Nach fünf Buden hatten die Elbestädter genug und zogen sich zum Ende des ersten Durchgangs zurück. Und so traf das Kleeblatt zwei weitere Male nach einer Ecke und brachte sich mit dem Halbzeitpfiff halbwegs zurück in dieses Theaterstück namens Fußballspiel. 

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Und damit geht es in die Halbzeit. 

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Das Tor wurde länger überprüft. Im Gewühl soll der Ball womöglich an die Hand von Ziereis geprallt sein. Jedenfalls steht die Entscheidung: Kein Handspiel, das Tor zählt! 

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Tooor! FÜRTH - Magdeburg 3:5. Das glaubt einem inzwischen doch keiner mehr - zum dritten Mal trifft das Kleeblatt nach einer Ecke! Von der rechten Seite serviert Hrgota erneut ganz dicht vor das Tor, einmal mehr verschätzt sich Reimann und faustet im dichten Spielerpulk am Ball vorbei. So fällt das Leder glücklich Ziereis von der Brust vor die Füße, der aus zwei Metern noch geblockt wird. Elvedi setzt aber nach und stochert den Ball aus nächster Nähe irgendwie über die Linie.

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Die fällige Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld zieht Will scharf und mit Zug zum Tor vor den Fünfer, wo Mathisen gerade noch vor Ziereis mit dem Kopf zur Stelle ist und auf Kosten einer Ecke klärt.

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Jetzt auch die erste Verwarnung auf der Gegenseite: Im Halbfeld rückt Müller gegen Hrgota zu spät raus und bringt ihn dann von hinten außer Tritt. 

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Vier Minuten werden nachgespielt. 

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Dehm kommt im Mittelfeld zu spät gegen Zukowski, dabei steigt er dem Polen mit gestrecktem Bein voll auf den Fuß und sieht Gelb. 

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Magdeburg ist jetzt zu passiv. Keller holt im Dribbling über links eine Ecke heraus, nach der Paul Will über Umwege aus dem Rückraum geblockt wird. 

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Tooor! FÜRTH - Magdeburg 2:5. Und auch diese Ecke mündet in ein Tor, verrückt. Diesmal serviert Hrgota von der rechten Seite mit viel Gefühl dicht vor das Tor an den ersten Pfosten. Im Gewühl schraubt sich Arifi hoch und köpft aus drei Metern die Schulter von Hugonet an. Instinktiv macht sich Reimann noch breit, unter seinem Arm hindurch findet der abgefälschte Ball aber den Weg ins rechte Eck. 

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Vorlage Branimir Hrgota

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Magdeburg hat für den Moment erstmal genug. So darf das Kleeblatt seit dem fünften Gegentreffer zumindest am eigenen Ballbesitzwert arbeiten und holt jetzt immerhin eine Ecke heraus. 

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Bei den Mittelfranken lässt sich der Ausfall von Felix Klaus natürlich auch nicht so einfach kompensieren. Mit 14 Torbeteiligungen (7T, 7V) ist Klaus zusammen mit Darmstadts Lidberg schließlich noch immer geteilter Topscorer in der 2. Liga. Aber gut, das wesentliche Problem liegt heute ganz wo anders. 

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Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte findet bei den Fürthern Ltaief vor dem Sechzehner, der von Hugonet eng verteidigt wird und aus halbrechten 14 Metern früh hängenbleibt. 

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Sinnbildlich: Heiko Vogel wechselt in der 37. Minute zum ersten Mal und bringt mit Ziereis einen weiteren Verteidiger für Offensivmann Dardari. 

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Wenngleich Fürth gefühlt einfach gar nicht mehr verteidigt, gilt es zwei Akteure der Magdeburger besonders hervorzuheben: Während Zukowski mit diesem Dreierpack bei jetzt neun Saisontoren in nur neun Einsätzen steht, hat Atik mit seiner dritten Vorlage heute seine Scorerpunkte neun bis elf seit dem 14. Spieltag verbucht. 

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Tooor! Fürth - MAGDEBURG 1:5. Ohne Worte. In einer Fünf-gegen-Acht-Unterzahlsituation verlagert Ghrieb das Spiel in das linke Halbfeld, wo Atik einmal mehr eine abenteuerliche Lücke im Fürther Abwehrverbund ausnutzt und perfekt getimt in die Box für Zukowski durchsteckt. Zwischen zwei Verteidigern läuft der Pole unbewacht ein und trifft mit dem ersten Kontakt aus halblinken elf Metern flach ins kurze Eck. 

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Vorlage Baris Atik

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Jeder zweite Ball geht an Magdeburg, Fürth kommt überhaupt nicht in die Zweikämpfe. So kann jetzt Musonda rechts im Strafraum Richtung Grundlinie ziehen und gibt flach nach innen, wo Ghrieb auf Höhe des ersten Pfostens das lange Bein reinhält und aus vier Metern die Oberkante der Latte trifft. 

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Tooor! Fürth - MAGDEBURG 1:4. Die Spielvereinigung zerfällt nach nicht einmal 30 Minuten in ihre Einzelteile. Bjarnason verstolpert nahe der Mittellinie den Ball an Atik, worauf das geschlossen aufgerückte Kleeblatt abermals viel zu offen steht. Kurz nach der Mittellinie steckt Atik in den Lauf von Zukowski durch, der durchbricht und alleine auf Schlieck zuläuft. Zentral von der Strafraumkante bleibt der Pole eiskalt und trifft vor dem hochstehenden Torhüter hoch ins rechte Eck.

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Vorlage Baris Atik

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Das Kleeblatt schaltet auf der linken Seite in Person von Dardari um, der am Sechzehner genau in den Rücken von Ltaief spielt. Zufällig findet er damit aber den nachrückenden Dehm im Rückraum, dem der Ball bei seinem Versuch aus 20 Metern über den Spann rutscht. 

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Das ist einfach nicht zweitligareif, Punkt. Bei jetzt 50 Gegentoren in dieser Saison scheint es heute Abend nicht zu bleiben, die Mittelfranken bekommen überhaupt keinen Zugriff und stehen in den entscheidenden Momenten ohne jegliche Abstimmung immer wieder viel zu weit weg. 

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Tooor! Fürth - MAGDEBURG 1:3. Wahnsinn, die Schießbude der Liga verfällt in alte Muster. Magdeburg gewinnt im Halbfeld den zweiten Ball, Fürth kommt einfach nicht in die Zweikämpfe. Zentral vor dem Sechzehner spielt Nollenberger links in den Strafraum, wo Atik zu frei steht. Atik dribbelt kurz zur Mitte an und legt eigentlich zu ungenau in den Rückraum quer. Zwar verpasst Stalmach, doch steht unmittelbar hinter ihm auch Ghrieb zentral an der Strafraumkante viel zu frei und trifft mit dem ersten Kontakt überlegt ins untere linke Eck. 

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Vorlage Baris Atik

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So viel also zur defensiven Stabilität der Fürther, die offensichtlich nur zwei Spiele lang angehalten hat. Fürth wirkt sichtlich verunsichert und ist um etwas Ruhe bemüht.

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Und schon liegt der Ball wieder im Tor. Die Fürther klären im Sechzehner zunächst in höchster Not, Magdeburg sichert sich aber den zweiten Ball. Aus dem linken Halbfeld hebt Atik das Leder in die Box, wo Zukowski im Rücken der Abwehr einläuft und aus sieben Metern alleinstehend flach ins linke Eck einnickt. Die Fahne geht aber hoch - der Pole kam deutlich aus dem Abseits.

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Das geht ja gut los - das verrückte Hinspiel haben wir im Vorfeld offensichtlich nicht umsonst angesprochen. Vielleicht toppen wir die neun Tore heute ja sogar. 

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Von der Mittellinie schickt Hrogta Ltaief in die Tiefe, der aus halblinken 17 Metern geblockt wird. Dabei rutscht der Ball links an den Fünfer weiter, wo Reimann gerade noch mit einer Hand vor Keller zur Stelle ist. 

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Tooor! Fürth - MAGDEBURG 1:2. Was ist denn hier los? Dardari geht im Aufbau mit seinem Dribbling unter Druck viel zu hohes Risiko und leistet sich in der Rückwärtsbewegung einen folgenschweren Ballverlust. Ulrich spritzt dazwischen und spielt vom rechten Sechzehnereck nach innen, wo Zukowski im Strafraum eine zu große Lücke zwischen zwei Verteidigern nutzt und den Ball aus halbrechten elf Metern humorlos ins untere linke Eck jagt. 

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Vorlage Laurin Ulrich

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Tooor! Fürth - MAGDEBURG 1:1. Kurz darauf ist es doch passiert, der Ausgleich! Aber welch krummes Ding. Die Gäste verlagern das Spiel auf den rechten Flügel, wo Ghrieb im Eins gegen Eins mit Münz andribbelt und rechts im Strafraum eigentlich nur flanken will. Dabei hält Münz den Fuß rein und fälscht den Ball unglücklich im hohen Bogen unhaltbar ins lange Eck ab. 

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Fast die schnelle Antwort! Mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte hebelt Müller die Kleeblatt-Defensive aus und schlägt den Ball über halblinks in den Lauf von Ulrich. Schlieck kommt dabei schnell raus, macht sich 14 Meter vor dem Tor breit und blockt im Eins gegen Eins mit der Brust.

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Zehn Gegentore nach Ecken hat das Kleeblatt vor diesem Spiel bereits kassiert - ligaweit die meisten. Mit dem Führungstor durch Bjarnason hat man jetzt selbst erstmals nach einer Ecke getroffen. 

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Tooor! FÜRTH - Magdeburg 1:0. Zahlreiche Ecken prägen das Bild in den Anfangsminuten - und nach der nächsten für das Kleeblatt liegt der Ball im Tor! Von der linken Seite hebt Keller den Ball hoch an den ersten Pfosten, wo sich Reimann inmitten des Spielerpulks verschätzt und am Leder vorbeifaustet. Vor ihm setzt sich Bjarnason im Kopfballduell mit Hugonet gut durch und köpft aus vier Metern zur frühen Kleeblatt-Führung ein. 

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Vorlage Aaron Keller

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Nach der ersten Ecke für Magdeburg wird es hingegen brandgefährlich. Zunächst kurz ausgeführt, worauf Ghrieb aus der zweiten Reihe geblockt wird. Ghrieb hält die Szene aber heiß und köpft den Ball nochmal lang in den Sechzehner. Im Rücken der Abwehr taucht dort Zukowski frei vor Schlieck auf und jagt den Ball halblinks vor dem Fünfer an den linken Pfosten. Ein Tor hätte jedoch nicht gezählt - der Pole kam aus dem Abseits. 

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Auch der zweite Eckball bleibt ohne Folgen. Mit dem Steckpass von Hrgota hatte Ltaief nicht gerechnet - Abstoß Magdeburg. 

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Das Kleeblatt beginnt sehr aktiv und holt rechts im Strafraum durch Dardari bereits die zweite Ecke heraus. 

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Und dann rein in dieses Kellerduell, der Ball rollt.

Geleitet wird die Partie von Lars Erbst, der dabei von Daniel Bartnitzki und Steven Greif an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Tobias Endriß, vor den Bildschirmen bilden Nicolas Winter und Franziska Wildfeuer das VAR-Duo.

Umso größer ist heute der Druck, zumal man zu Hause auch gegen Fürth leer ausging. In einem denkwürdigen Hinspiel holte der FCM trotz Unterzahl ein 2:4 in der Nachspielzeit auf und fing sich in der 99. Minute noch das 4:5. Im neunten Zweitligaspiel zwischen Magdeburg und Fürth gelang dem Kleeblatt damit der erste Auswärtssieg. Im Vorfeld hatte man sich viermal in Folge unentschieden getrennt, die ersten vier Duelle gingen jeweils an den Gastgeber. In Fürth hat Magdeburg demnach noch nie gewonnen.

In Magdeburg war der Turnaround unter Petrik Sander eigentlich bereits gelungen. Nachdem man beim überzeugenden Jahresauftakt in Braunschweig (3:0) zum fünften Mal in Folge ungeschlagen blieb (4S, 1U), folgten zuletzt aber zwei Heimniederlagen gegen Dresden (1:2) und Hannover. Sander bleibt jedoch zuversichtlich, die zweite Hälfte gegen 96 habe gezeigt, "dass wir uns vor keinem Gegner zu verstecken haben". Und die Heimschwäche mit nur sieben Punkten in zehn Spielen? "Dann müssen wir unsere Punkte halt auswärts holen."

In der roten Laterne brennt also noch Licht. Im sechsten Spiel unter Heiko Vogel feierte das Kleeblatt gegen Kiel mit etwas Glück endlich den ersten Sieg (3U, 2N) und zugleich den erst zweiten Dreier seit dem 7. Spieltag. Zwar bleibt offensiv sehr viel Luft nach oben, doch präsentierte sich die Schießbude der Liga bereits zuvor beim 0:0 gegen Braunschweig auch dank Neuzugang Paul Will defensiv stabilisiert. Die "Basis" sei damit gelegt, zugleich weiß aber auch Vogel, "in Ballbesitzphasen muss es noch besser gehen".

Fürth gegen Magdeburg, Letzter gegen Vorletzter - mehr Kellerduell geht nicht. Das Kleeblatt hat den Anschluss an das rettende Ufer zumindest wiederhergestellt und dafür gesorgt, dass sich die Lage im Tabellenkeller nochmal deutlich zugespitzt hat. Nur zwei Punkte trennen derzeit den Vierzehnten vom Schlusslicht aus Fürth, dazwischen liegt der FCM punktgleich mit dem Relegationsplatz einen Zähler vor den Mittelfranken. Unter diesen Vorzeichen stellt sich das Motto für diese Partie von selbst auf: verlieren verboten.

Gegen Hannover mangelte es dem FCM letzte Woche unter anderem am Spielglück, so stand am Ende eine knapp 1:2-Heimniederlage zu Buche. Zwei Wechsel nimmt Petrik Sander heute an seiner Startelf vor: Während Michel bereits gegen Hannover ausgewechselt werden musste und mit Adduktorenproblemen ausfällt, nimmt Hercher auf der Bank Platz. Neu ins Team rücken dafür Ghrieb und Hugonet, der nach seinem Innenbandanriss erstmals seit dem 10. Spieltag in der Startelf steht und heute wohl die Dreierkette komplettiert. Mit Richmond Tachie steht der einzige Winter-Neuzugang zumindest im Kader.

Und hier die Aufstellung der Gäste aus Magdeburg: Reimann - Müller, Mathisen, Hugonet - Musonda, Stalmach, Ulrich, Nollenberger - Ghrieb, Atik - Zukowski. 

Vergangene Woche präsentierte sich das Kleeblatt in Kiel brutal effizient und feierte nach einer guten Defensivleistung einen enorm wichtigen 2:1-Auswärtssieg. Im Vergleich dazu nimmt Heiko Vogel heute drei personelle Änderungen vor und beordert neben Ziereis und Srbeny etwas überraschend auch Zehn-Tore-Stürmer Futkeu auf die Bank. An ihrer Stelle feiern die Winter-Neuzugänge Elvedi und Dardari ihre Startelf-Premiere, zudem debütiert Last-Minute-Neuzugang Sayfallah Ltaief, der als Reaktion auf den längeren Ausfall von Topscorer Felix Klaus von Twente Enschede ausgeliehen wurde. 

Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Anfangself der Hausherren: Schlieck - Dehm, Bjarnason, Elvedi, Münz - Will, Arifi - Ltaief, Dardari, Keller - Hrgota.

Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 21. Spieltages zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Magdeburg.