Bosnien-Herzegowina - Italien; Fußball WM Qualifikation Play-off Finals

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Bosnien-Herzegowina - Italien. Fußball WM Qualifikation Play-off Finals.

Bilino PoljeZuschauer9.500.

Bosnien-Herzegowina 1

  • H Tabakovic (79. minute)

Italien 1

  • M Kean (15. minute)
  • A Bastoni (s/o 41. minute)

Bosnien-Herzegowina gewinnt 4-1 im Elfmeterschießen

Live-Kommentar

Und damit verabschieden wir uns von diesen dramatischen WM-Playoffs. Mit einer einst stolzen italienischen Fußballnation, die mehr denn je am Boden liegt. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal! 

Die anderen drei WM-Teilnehmer aus Europa, die sich die letzten Tickets gekrallt haben, heißen Tschechien, Schweden und die Türkei. Und damit ist das Teilnehmerfeld so gut wie komplett. Einzig die zwei Sieger der interkontinentalen Playoffs fehlen jetzt noch. Die werden noch in dieser Nacht auf den morgigen Mittwoch ausgespielt. 

Bosnien-Herzegowina dagegen ist das zweite Mal nach 2014 bei einer FIFA WM dabei, damals wie heute angeführt vom ewigen Dzeko, der mit seiner lädierten Schulter in einer Armbinde mitfeiert. In den USA, Mexiko und Kanada wird das Team in der Vorrunde auf Gastgeber Kanada, Katar und die Schweiz treffen.  

Und damit steht es also fest: Italien, der vierfache Weltmeister, die stolze Fußballnation, die uns Granden wie Baggio, Maldini, Totti, Buffon und so viele mehr beschert hat, verpasst zum dritten Mal in Folge eine Fußball-Weltmeisterschaft. Bis 2030 müssen die Tifosi mindestens auf ein WM-Spiel warten, dann werden 16 Jahre seit dem Vorrundenaus 2014 in Brasilien vergangen sein. Eine schier unglaubliche Geschichte. Nach Schweden 2018 und Nordmazedonien 2022 ist 2026 Bosnien-Herzegowina die Hürde, die nicht überwunden werden kann. 

Glückwunsch an Bosnien-Herzegowina, das in den Playoffs zwei Elfmeterschießen gewinnt und sich zur zweiten WM-Teilnahme der jungen Verbandsgeschichte kämpft. Auch der Sieg heute ist natürlich für ein Elfmeterschießen gewohnt glücklich, aber trotzdem verdient. Italien war das gesamte Spiel über das unterlegene Team, der Platzverweis gegen Bastoni gab der Squadra Azzurra dann den Rest. Mit mehr Konsequenz und Zielstärke hätte Bosnien-Herzegowina die Lotterie eigentlich abwenden müssen. Dort versagten dann aber Esposito und Cristante die Nerven, während für die feiernden Gastgeber alle Schützen trafen.  

Bajraktarevic schießt flach, schießt schwach, Donnarumma ist da. Doch ihm rutscht der Ball durch die Hände. Bosnien-Herzegowina gewinnt das Elfmeterschießen mit 4:1 und fährt zur FIFA WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada! 

Italien ist dem Abgrund nahe. Cristante schießt an die Unterkante der Latte. Bosnien-Herzegowina hat Matchball. Und Bajraktarevic kann sein Land zur WM schießen. 

Gegen Wales durfte Alajbegovic den entscheidenden Elfmeter versenken. Jetzt tritt er als dritter Schütze für sein Team an. Und trifft erneut sicher. Donnarumma verladen, da macht es nichts, dass der Schuss halblinks recht unplatziert ausfällt. 3:1 für Bosnien-Herzegowina. 

Tonali hätte vielleicht als erstes schießen und diese besondere Verantwortung übernehmen sollen. Er trifft wuchtig und sicher ins linke Eck. Italien ist damit im Elfmeterschießen angekommen, liegt aber hinten. 

Tabakovic kann für Bosnien-Herzegowina zum 2:0 nachlegen. Und macht das mit einem sicheren Schuss in den rechten Winkel. Da kommt kein Keeper der Welt ran. Auch wenn er wie Donnarumma im richtigen Eck unterwegs sein sollte. 

Für Italien tritt der 20 Jahre junge Esposito als erstes an. Und feuert den Ball per Vollspann zwei Meter über die Latte. 

Bosnien-Herzegowina bekommt den ersten Schuss. Den nimmt sich Tahirovic, der nach seiner Einwechslung zur Halbzeit eine gute Partie hingelegt hat. Auch jetzt halten die Nerven. Tahirovic schiebt sicher flach links unten ein. 

Die Verlängerung hätten wir uns schenken können, da war nicht mehr viel. Am Ende dieses nicht sonderlich niveauvollen, aber 120 Minuten lang dramatischen Spiels muss die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Für Bosnien-Herzegowina ist es schon das zweite nach dem Halbfinale gegen Wales. Da trafen Hadziahmetovic, Alajbegovic, Basic und Tabakovic. Alle bis auf Baisc kämen auch jetzt in Frage. 

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Dzeko hat sich wehgetan, ist offenbar unglücklich auf der Schulter gelandet, liegt noch am Boden, da pfeift Turpin ab. Alles ist fürs Elfmeterschießen bereitet. 

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Frattesi sieht Gelb für ein Foul im Mittelkreis an Dzeko. 

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Italien ist stehend k.o. Stellt das eigene Tor aber erfolgreich zu. Die einminütige Nachspielzeit der Verlängerung läuft. 

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Bosnien-Herzegowina kommt nochmal. Wieder Burnic auf links, wieder eine schwache Hereingabe, aber die zehnte Ecke. Die wird kurz ausgeführt und zu Tahirovic zentral an den Strafraumeingang gespielt. Wo Tahirovic knapp rechts am Tor vorbeischießt. 

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Eine Ecke springt aber über Umwege bei rum. Ungefährlich, im Nachgang schießt aber Bajraktarevic. Und bleibt im dichten Verkehr hängen. 

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Sind das schon die letzten Anläufe? Burnic und Alajbegovic versuchen es nochmal auf der linken Seite, Burnic wird zur Grundlinie geschickt, seine flache Hereingabe ist aber genauso harmlos wie seine halbhohe Hereingabe nur wenige Sekunden später. 

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Demirovic hat vor wenigen Tagen gegen Wales den allerersten Elfmeter für seine Farben verschossen. Verschmerzbar also, dass er jetzt, fünf Minuten vor der erneuten Elferlotterie, von Hadziahmetovic ersetzt wird. 

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Tonali nimmt sich den Moment, lässt sich sogar behandeln. Wohlwissend, dass auch seine Teamkollegen die Verschnaufpause nutzen können. 

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Tonali kugelt sich schmerzverzerrt nach der Grätsche von Katic an der linken Seitenlinie. Mehr als ein Aufprall war es letztlich aber doch nicht. Katic sieht trotzdem Gelb, was vertretbar ist. 

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Katic und Mancini zoffen und schubsen sich in Erwartung einer Ecke. Auch das entgeht Turpin nicht. Der Referee unterbricht die Ausführung, um zu schlichten. Dann boxt Donnarumma die Hereingabe von der linken Seite weg. Viel Lärm um nichts. 

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Was für ein Nervenspiel. Streng genommen besteht dieses Duell nur noch aus Fehlern. Und aus bedingungs- und endlosem Einsatz. Sämtliche Spieler laufen auf der letzten Rille. 

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Auf der anderen Seite spielt sich Italien über Spinazzola und die linke Seite nach vorne, dann der Pass in die Spitze zu Esposito, der sich gegen Muharemovic aufreibt, im Fallen abschließt, aber am ebenso stürzenden Verteidiger hängen bleibt. Die Ecke danach bleibt folgenlos. 

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Per Seitfallzieher nach Amerika? Nicht ganz, Demirovic trifft seinen spektakulären Abschluss nach der Flanke von Dedic von der rechten Seite nicht richtig, der Ball rollt sogar ins Seitenaus. 

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Die italienischen Protagonisten haben die kurze Pause hauptsächlich dafür verwendet, aufs Schiedsrichterteam einzureden. Woher auch immer sie dadurch Energie ziehen wollen. Und nochmal sei gesagt: Turpin und sein Team leisten bis hierhin herausragende und beeindruckende Arbeit. 

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Letzter Seitenwechsel, letzter Anstoß. 15 Minuten noch. 

Eigentlich war nichts los in diesen 15 Minuten, dann packte Tonali einen Traumpass aus dem Fußgelenk und sorgte für die umstrittene Szene, an der sich die Squadra Azzurra aufhängen wird, sollte der WM-Zug ohne sie abfahren: Muharemovic legte Palestra genau am Strafraumeingang und sah dafür nur Gelb, weil Burnic noch in der Nähe war. Da hatte Bosnien-Herzegowina ganz viel Glück. Vor den Toren war ansonsten nicht viel los. Die Angst vorm Scheitern geht um. 

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Kurze Pause. 

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Meine Güte, was fällt diesem Spiel noch alles ein? Palestra dribbelt auf der rechten Seite bis zur Grundlinie und hebt den Ball an den langen Pfosten. Dort kommt Esposito zum Kopfball. Der eigentlich überflankte Vasilj dreht sich, reißt die Arme hoch und verhindert im kurzen Eck den Einschlag. 

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Nach einem schier endlosen Hickhack der Freistoß. Den feuert Tonali flach in die Mauer. Chance vertan. 

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Und dann diese Entscheidung: Freistoß für Italien aus nicht mal 17 Metern zentraler Position. Und Muharemovic sieht Gelb. Nur Gelb, was für ganz Italien natürlich viel zu wenig ist. Aber Muharemovic und ganz Bosnien-Herzegowina hat pures Glück, dass Burnic noch in der Nähe war. So ist das keine Notbremse. Der völlig souveräne Turpin entscheidet völlig korrekt. 

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Was war das denn? Mit einem einzigen öffnenden Pass und völlig aus dem Nichts schickt Tonali aus der eigenen Hälfte Palestra aufs gegnerische Tor zu. Und da ist die Tür einfach sperrangelweit auf. Palestra kommt aber in keine hohe Endgeschwindigkeit, Muharemovic holt ihn ein, grätscht, Palestra fällt am Strafraumeingang, der Ball rollt an Vasilj, aber auch am Tor vorbei. Und dann ein Pfiff. 

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Und so verstreicht dieser erste Teil der Extratime ziemlich ereignislos. Torschüsse? Fehlanzeige. 

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Am Ende aber nur eine ungefährliche Halbfeldflanke (41) von der linken Seite von Muharemovic, die am langen Pfosten vorbei ins Toraus tropft. Natürlich hat Bosnien-Herzegowina in diesem Spiel keine Niederlage verdient. Trainer Barbarez muss seinem Team aber auch ankreiden, viel zu wenig aus der langen und klaren Dominanz gemacht zu haben.

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Spielerei, trotzdem: 85,7 Prozent Ballbesitz für Bosnien-Herzegowina in der ersten Halbzeit der Verlängerung. Kaninchen. Schlange. 

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Also verwundert es auch nicht, dass Bosnien-Herzegowina weiter alles an den Fünfer schlägt, was in die Nähe des Sechzehners gebracht wurde. 39 Flanken haben die Gastgeber bis hierhin geschlagen. Die 40. kann Tabakovic im Luftkampf mit Gatti nicht erreichen. 

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Erste Frage bei so einer Verlängerung, bei der alles auf dem Spiel steht: Wie viel Risiko gehen die Teams jetzt? Zur Erinnerung, Bosnien-Herzegowina spielt in Person von Demirovic, der schon gegen Wales 120 Minuten auf dem Feld stand, Tabakovic und dem 40 Jahre alten Dzeko mit drei wuchtigen Stoßstürmern. Viel auf Absicherung machen geht da gar nicht. 

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Weiter gehts, die Verlängerung läuft. 

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Dimarco hat seine Seite gegen Bajraktarevic nie richtig dicht bekommen. Jetzt soll es Spinazzola besser hinkriegen. 

Gefühlt kommt es, wie es kommen musste. Seit Bastonis Platzverweis stand hier Drama, Krimi und Spannung pur auf dem Bogen. Italien hielt im zweiten Durchgang lange stand, ließ gar das 2:0 liegen. Und musste sich dem Dauerdruck der bosnischen Mannschaft dann doch beugen, als Joker Tabakovic erfolgreich abstaubte. Die Entscheidung bleibt noch aus. Italien wirkt, als setzte es gänzlich aufs Elfmeterschießen.  

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Abpfiff, wir gehen in die Verlängerung. 

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Drei Minuten oben drauf. Dedic und der nimmermüde Bajraktarevic rennen auf der rechten Seite nochmal an. Demirovic bekommt die Flanke aber nicht aufs Tor gedrückt, auch weil Mancini beherzt zugreift. Einen Elfmeter darf es dafür in diesem Spiel aber nicht geben. Turpin hat alles im Griff. Trotzdem ist das gewagt, wie Mancini da zupackt. 

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Die letzte reguläre Spielminute ist angebrochen. Bosnien-Herzegowina steht kurz vor der zweiten Verlängerung innerhalb von fünf Tagen. Und dürfte damit fürs erste zufrieden sein. Das Momentum liegt klar auf Seiten des Außenseiters, der längst kein Außenseiter mehr ist. 

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Fast der Knockout für Italien. Aber Donnarumma ist zwar ein streitbarer Typ, aber in seinem Kerngeschäft zweifelsfrei ein grandioser Keeper auf Weltniveau. Jetzt pariert er den brandgefährlichen Kopfball von Demirovic nach der Flanke von der linken Seite. Danach macht Dzeko den Ball nochmal scharf, Turpin erkennt aber ein Offensivfoul, das die italienische Mannschaft mit Kusshand annimmt. 

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Frische Beine für die Zentrale: Frattesi kommt bei der Squadra Azzurra für Barella. 

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24:6 Torschüsse pro Bosnien-Herzegowina, 1,49 zu 0,58 xGoals. Und doch hätte Italien hier in Unterzahl das 2:0 nachlegen müssen, mittlerweile nicht mehr nur durch Kean. Wie soll es jetzt noch gutgehen? Das Elfmeterschießen wirkt noch weit entfernt. 

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Rauchschwaden ziehen auf, niemand im Stadion sitzt. Das Bilino Polje mutiert zur Büffelherde. Zehn Minuten bleiben Bosnien-Herzegowina, um ganz Italien zu versenken. Dedic verzieht seinen Schuss aus 20 Metern halbrechter Position. 

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Und auch Donnarumma holt sich jetzt seine längst überfällige Gelbe Karte ab, wenn auch fürs Schimpfen. Zeitspiel wird ihm jetzt nicht mehr so sehr in den Sinn kommen. 

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Es wird noch diskutiert, hauptsächlich von italienischer Seite aus, es ist natürlich immens emotional und hitzig jetzt. Dzeko hatte bei seinem Versuch den Ball womöglich an den Arm bekommen, der VAR greift aber gar nicht erst ein. Gattuso holt sich am Seitenrand Gelb ab.

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Tooooor! BOSNIEN-HERZEGOWINA - Italien 1:1. Wenn du drei Mittelstürmer vorne drin hast, fällt irgendeinem mal einer vor den Fuß. Auftritt Tabakovic: Dedic dribbelt rechts gegen Dimarco an und kann flanken. Dzeko scheitert per Kopf noch an einem sensationellen Reflex von Donnarumma, der den Ball von der Linie kratzt. Tabakovic stochert nach und drückt den Ball aus Nahdistanz über die Linie. 

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Das Spiel wird offener, weil verzweifelter. Und weil Bosnien-Herzegowina jetzt schon alles nach vorne schmeißt, kaum mehr Verteidiger auf dem Feld hat. Tonali legt den Ball an die Grundlinie, wo ihn Barella erläuft und in den Rückraum gibt. Dimarco traut sich nicht den Abschluss mit dem schwachen Fuß, macht es stattdessen kompliziert mit dem starken. Und legt den Ball am langen Pfosten vorbei. 

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Auf der anderen Seite setzt sich Tonali mit etwas Glück durch, weil Burnic ins Leere grätscht. So öffnet sich das rechte Halbfeld. Am Strafraum legt Tonali quer für Esposito, der seinen Schuss mit dem ersten Kontakt knapp über die Querlatte setzt. 

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Donnarumma hält den WM-Traum für Italien am Leben. Alajbegovic dribbelt auf seiner linken Seite an, zieht zwei Gegenspieler auf sich und legt dann für Tahirovic ab, der aus halblinker Position und 16 Metern ins kurze Eck schießt. Donnarumma taucht blitzschnell ab und pariert klasse. 

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Mit Tabakovic kommt ein dritter Stürmer für Bosnien-Herzegowina ins Spiel. Basic geht runter. 

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Doppelwechsel auch bei Bosnien-Herzegowina: Burnic kommt für den starken Memic, der nichts mehr im Tank hat. Leider, aus bosnischer Sicht, Memic war ihr bester Akteur auf dem Feld. 

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Zeitgleich wird auch Locatelli ausgewechselt. Cristante kommt positionsgetreu aufs Feld. 

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Kean hat sowohl gegen Nordirland als auch heute gegen Bosnien-Herzegowina getroffen, sollte das hier noch schiefgehen, wird trotzdem vor allem seine vergebene Großchance über alle italienische Bildschirme flackern. Pio Esposito spielt nun für ihn in vorderster Front. 

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Dass Donnarumma für seine Spielverschleppung noch keine Gelbe Karte gesehen hat, ist nicht zu erklären. Bislang der einzige Makel des ansonsten fehlerlosen und auffällig unaufgeregten Turpin. 

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Viele Pässe, viele Kontakte, viel Aufwand, alles rund um den italienischen Sechzehner. Am Ende springt aber nur die Halbfeldflanke von Memic bei raus, die Locatelli locker aus dem Sechzehner köpft. Italien verteidigt mit allem, was es hat. Wird aber nach wie vor auch nicht so richtig ernsthaft geprüft. 

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Also weiter mit dem dünnen 1:0 für die Squadra Azzurra. Und einer spielenden und anrennenden bosnischen Nationalmannschaft, die im zweiten Durchgang fast 75 Prozent Ballbesitz hat. Und durch Muharemovic den nächsten Abschluss. Da ist aber schon viel Verzweiflung drin. Aus halblinker Position und weiter Entfernung schießt er das Fieldgoal. 

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Das war eben Italiens dritter Torschuss. Er hätte das zwingend das zweite Tor zur Folge haben müssen. Dieses Spiel ist drauf und dran, eine irrwitzige Geschichte zu schreiben. 

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Auf der anderen Seite leitet Mancini eine scharfe Hereingabe von Alajbegovic von der linken Seite beinahe ins eigene Tor. Das wär jetzt natürlich die Krönung der Absurdität gewesen. 

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Ein Moment für schlaflose Nächte, sollte das für Italien heute noch schlecht ausgehen. Unglaublich. Wer Muffensausen mal versinnbildlicht sehen will, sollte sich diesen vergebene Torchance von Kean anschauen. Nach dem langen Sprint fehlte aber natürlich auch etwas die Kraft und Ruhe.

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Was für eine Szene. WAS für eine SZENE! Basic spielt kurz hinter der Mittellinie einen fürchterlichen Fehlpass. Direkt in den Fuß von Kean. Der erkennt das schnell und legt sich den Ball mit dem ersten Kontakt weit vor. So rennt er Muharemovic auf und davon, der Italiener sprintet über 60 Meter auf das bosnische Tor zu, ist nicht mehr einzuholen. Schießt er Italien jetzt zur WM? Nein - er feuert den Ball aus 15 Metern einen Meter übers Tor. 

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Den folgenden Freistoß hebt Tonali aber nur direkt auf einen bosnischen Fuß. Immerhin springt ein Einwurf bei raus, auch das kann Italien wieder nutzen, um Zeit zu ziehen. Da wird sich längst an jeden Strohhalm geklammert. 

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Italien findet ein bisschen Stabilität, kann den Ball mal halten und Tempo rausnehmen. Und die Tifosi im Stadion lassen zeitgleich die Hymne lautstark durchs Stadion hallen. Das spornt unter anderem Mancini an, der sich mal über die Mittellinie traut und im rechten Halbfeld gefoult wird. 

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Kleiner Stockfehler von Tahirovic, der sich von Tonali den Ball stehlen lässt. Tahirovic zieht Tonali dann im Mittelkreis zu Boden und sieht für dieses taktische Foul die Gelbe Karte. 

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Von Entlastung keine Spur. Kean gewinnt mal den Ball, schafft es aber nicht mal ansatzweise an die Mittellinie, da wird er an der Seitenlinie schon wieder abgegrätscht. Wenigstens mit dem Einwurf kann Italien Druck rausnehmen. Für eine halbe Minute. 

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Bei den Gastgebern macht dagegen Alajbegovic direkt mal auf sich aufmerksam. Schießt aus schwieriger Position von der linken Seite. Donnarumma ist im kurzen Eck zur Stelle und pariert zum fünften Mal am heutigen Abend. Auch auf ihn wird es jetzt ankommen. Da werden noch einige Bälle geflogen kommen.  

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Italien hat zwei Torschüsse vorzuweisen. Zwei! Nicht im zweiten Durchgang. Im gesamten Spiel! Das kann doch eigentlich nicht gutgehen, oder? 

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Und das war direkt wieder haarscharf. Memic, seines Zeichens bester Spieler im ersten Durchgang, flankt aus dem rechten Halbfeld halbhoch vors Tor. Demirovic verpasst die Hereingabe im Sturzflug nur um Haaresbreite. Sechs Meter vor dem Tor und bei dem Schnitt der Flanke hätte es gereicht, die Birne dranzukriegen. 

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Weiter geht's. Es dürfte eine zweite Halbzeit auf ein Tor werden. Also genau so wie im ersten Durchgang. 

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Auch bei Italien gibt es einen Wechsel: Palestra kommt für Politano. 

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Mit Tahirovic kommt zeitgleich ein zweiter frischer Spieler. Sunjic kehrt nicht aufs Spielfeld zurück. 

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Wer in einem K.o.-Spiel in Überzahl zur Halbzeit mit 0:1 hinten liegt und einen Senkrechtstarter wie Alajbegovic auf der Bank sitzen hat, sollte ihn bringen. Denkt sich auch Barbarez und nimmt Kolasinac für den Jungstar vom Feld. 

Zwei Torwartfehler sorgten hier für die großen Szenen, die aus diesem mittelmäßigen Spiel einen echten Thriller machen. Erst beging Vasilj den Bock und schenkte Italien die Führung. Dann patzte auch Donnarumma bei seinem Abschlag, der zum Platzverweis für Bastoni führte. Dazu kommt, dass seit Italiens glücklicher Führung einzig und allein Bosnien-Herzegowina aktiv am Spiel teilnimmt und mit wütenden Angriffen nach vorne spielt. Italien wackelte bedenklich. Diese Führung einzig mit Verteidigungsarbeit und Glück halten zu wollen, ist gewagt.  

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Der Freistoß verendet. Es geht mit dem 1:0 für Italien in die Pause. 

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Drei Minuten Nachspielzeit wurden übrigens angezeigt. Die sind gerade um, als Dimarco nochmal den flinken und spielfreudigen Bajraktarevic auf der rechten Seite umstößt. Den Freistoß will Turpin noch sehen. 

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Italien wackelt. Und Italien hat Probleme bei den Flanken in den Strafraum, das zeichnet sich längst ab. Wieder die Hereingabe aus dem rechten Halbfeld. Der starke Memic springt eine Etage höher als Politano. Und köpft nur knapp am Tor vorbei. 

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Obwohl die Notbremse unstrittig war, wurde natürlich trotzdem viel diskutiert. Also folgt jetzt erst der Freistoß aus dem linken Halbfeld. Und den köpft Katic aus sechs Metern auf Höhe des zweiten Pfostens aufs Tor. Aber auch genau auf Donnarumma. 

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Retegui fällt der Unterzahl zum Opfer und wird von Gatti ersetzt. Schöne Szene dabei: Trotz all der Relevanz und Hitze klatscht er auf dem Weg zur Seitenlinie noch mit seinem ehemaligen Bergamo-Kollegen Kolasinac ab. Die zwei haben vor zwei Jahren zusammen die Europa League gewonnen. 

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Donnarumma stürmt aus seinem Tor und nimmt sich noch Dedic zur Brust, was reitet ihn denn da? Und deutet Italiens Keeper da einen Kopfstoß an? Italien muss irgendwie die Contenance bewahren. Es könnte noch viel schlimmer sein. Turpin lässt Gnade walten, der VAR meldet sich nicht, was noch gerade so in Ordnung geht. 

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Jetzt weht nochmal ein ganz neuer Wind durch Zenica. Bastoni fliegt vom Platz! Ein Abschlag von Donnarumma ist fürchterlich zu kurz und wird direkt in seine Richtung zurückgeköpft. Memic ist vor Bastoni am Ball, der grätscht hinterher und verhindert so den freien Weg zum Tor für Memic. An dem Platzverweis gibt es nichts zu rütteln. 

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Demirovic schraubt auf elf Abschlüsse und sein eigenes Konto auf vier. Sein Kopfball unter Bedrängnis findet aber auch nicht den Weg aufs Tor. 

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Damit steht Bosnien-Herzegowina bei zehn Abschlüssen und fast 0,5 xGoals. Italien hatte zwei für 0,16. So richtig verdient ist Italiens Führung nicht. Bislang verläuft der Abend für die Gastgeber schlichtweg unglücklich. 

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Demirovic vergibt die beste Torchance für Bosnien-Herzegowina! Bajraktarevic wird im rechten Strafraumeck von Dimarco gestellt, aber nicht attackiert. Mit einem schnellen Schritt nach innen verschafft sich der 21-Jährige Platz und flankt mit Zug zum Tor an den Fünfer. Dort setzt sich Demirovic durch, lässt den Ball über die Stirn gleiten. Und köpft nur einen halben Meter am linken Pfosten vorbei. Donnarumma stand wie angewurzelt. 

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Das war nochmal ein bisschen gefährlicher: Memic rennt in eine weite Halbfeldflanke von der rechten Seite und kommt aus elf Metern zum Kopfball. Der ist aber ziemlich schwierig und segelt im hohen Bogen übers Tor. 

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Die ganz große Aufregung aus der Phase nach dem Tor ist verflogen. Bosnien-Herzegowina ist bemüht, aktiv, umtriebig. Hat aber große Schwierigkeiten, sich klare Torchancen zu erspielen. Italien macht nicht viel. Das Tor war ein Geschenk, die Angriffe werden routiniert verteidigt, wenn immer möglich, wird Zeit und Druck aus dem Spiel genommen. Das läuft gerade ganz gut für die Squadra Azzurra. 

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Nach 30 Minuten bekommt Italien schon Hinweise, das Zeitspiel nicht ausufern zu lassen. Erst ist es Donnarumma, der sich aufreizend viel Zeit lässt. Dann will Mancini seinen Einwurf einfach nicht einwerfen. Turpin macht deutlich, dass er das nicht lange dulden wird. 

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Weiter nur die Gastgeber. Memic gibt schon den achten Torschuss ab. Vom Strafraumrand versucht er es per Kunstschuss, will Donnarumma im Fallen mit einem Heber übertölpeln. Das misslingt, er hebt den Ball übers Tor. Das sind viele Abschlüsse. Aber die sind nicht zwingend. 

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Auf der andren Seite schießt Retegui außerhalb des Sechzehners flach in die Arme von Vasilj. Das war Italiens zweiter Torabschluss in der Partie. Mit dem ersten haben die Gäste die Führung erzielt. 

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Der Eckball von der rechten Seite wird verteidigt, Bosnien-Herzegowina kann aber nochmal aufziehen und die Kugel segelt erneut von der rechten Seite ins Zentrum. Diesmal steht Katic völlig allein. Den Ball könnte er mit der Brust annehmen und kontrolliert abschließen. Er entscheidet sich aber für den gebückten Kopfball. Und der ist zu harmlos, um Donnarumma zu überwinden. 

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Die Reaktion der Gastgeber ist also gut. Das Spiel hat nach Vasiljs Fehler echt an Fahrt aufgenommen. Nächster Abschluss von Dedic, der von halbrechts nach innen zieht und schlenzen will. Locatelli stellt den Fuß rein und blockt zur Ecke, schon die vierte für Bosnien-Herzegowina. 

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Basic macht es besser, der hat Zielwasser getrunken: Einen abgewehrten Eckball von der rechten Seite feuert der Mittelfeldmann aus 16 Metern halbrechter Position direkt aufs Tor. Donnarumma reißt die Fäuste hoch und pariert dieses Geschoss sicher. 

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Positiv, wie einige Teamkollegen nach dem kapitalen Torwartfehler direkt zu Vasilj gegangen sind, um ihn aufzubauen. Positiv auch, wie Bosnien-Herzegowina auf den Schock reagiert: mit Mut und Drang nach vorne. Katic köpft aber vorbei. Und Dzeko trifft das Tor aus 20 Metern auch nicht. 

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Was für ein schwerer Fehler des bosnischen Keepers. Was für ein fürchterlicher Tag dafür. Das war ein echtes WM-Geschenk. 

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Tooooor! Bosnien-Herzegowina - ITALIEN 0:1. Vor fünf Tagen der Held, jetzt der Depp: Vasilj wird von Retegui angelaufen, will den Ball wegschlagen, trifft ihn aber fürchterlich und legt ihn direkt Barella in den Fuß. Der legt 20 Meter vor dem Tor für Kean quer. Und der dreht den Ball mit dem ersten Kontakt aus 16 Metern wunderbar in den rechten Knick. 

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Vorlage Nicolò Barella

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Ui, da haben wir extra aufgebauscht, und dann sowas: Tonali schlägt die Ecke von der rechten Seite schnurstracks ins Außennetz. Das war nix. 

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Mancini schiebt mal mit an und steckt halbrechts für Barella in den Strafraum durch. Barella will querlegen und wird direkt von Sunic geblockt, ein erster Eckball für die Squadra Azzurra springt aber immerhin bei raus. 

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Beiden Teams fällt es so schwer, klar und strukturiert nach vorne zu spielen, Tiefe zu finden. Torszenen kommen also keine auf. Den Mittelkreis konnten wir dagegen bislang schon ziemlich gut inspizieren. 

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Italien hat ein paar mehr Spielanteile, die tun aber nichts zur Sache: Die Anfangsphase verläuft maximal ausgeglichen. Stellenweise ist es hektisch und hitzig, der Ballbesitz wechselt ständig. Es kommt kaum Ruhe oder Ordnung ins Spiel. 

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Und der Support wächst, wenn Bosnien-Herzegowina weiter mutig bleibt. Jetzt mit Demirovic, der sich halbrechts dem Sechzehner nähert und aus 20 Metern abzieht. Donnarumma pariert den zentralen Aufsetzer erst im Nachfassen. 

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Da hatte Italien also durchaus schon etwas Glück, dass es nicht gleich die eiskalte Dusche setzte. In Rückstand geraten willst du als Favorit in diesem kleinen, engen, immens lauten Stadion wirklich nicht. Überhaupt, das Stadion: Das hat echte Ultra-Atmosphäre. Der Support ist eindringlich und allumfänglich. Und die italienischen Profis werden gnadenlos ausgepfiffen. 

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Nach drei Minuten wird es erstmals brenzlig vor Donnarumma. Bajraktarevic und Dzeko stochern erst erfolglos links am Strafraumeingang, dann beweist Dzeko im Getümmel aber Übersicht und legt den Ball nach links in den Sechzehner, wo Memic eingelaufen ist. Der gibt den Ball direkt flach vors Tor. Wo Italien nur mit Mühe auf Kosten einer Ecke klären kann. Da muss eigentlich nur einer den Fuß reinhalten. 

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Anpfiff im Stadion Bilino Polje in Zenice vom erfahrenen Top-Schiedsrichter Clement Turpin! 

Der Sieger dieses Duells übernimmt den Platzhalter, der bislang in der Gruppe B aufgestellt wurde. Dort warten Kanada, Katar und die Schweiz auf ihren dritten Vorrundengegner. Italien muss durch die gnadenlosen Mühlen der Playoffs, weil an Norwegen in der Qualigruppe kein Vorbeikommen war. Bosnien-Herzegowina konnte das entscheidende Gruppenfinale gegen Österreich nicht gewinnen und wurde ebenfalls nur Zweiter.

Alajbegovic war es auch, der im Krimi gegen Wales den entscheidenden Elfmeter versenkte. Zuvor schickte Dzeko die Partie bei den Drachen erst spät in die Verlängerung, in der Elferlotterie avancierte neben Alajbegovic auch Vasilj mit einem gehaltenen Elfmeter zum Helden. Bosnien-Herzegowina hat also 30 Minuten und ein Elfmeterschießen mehr in den Knochen. Dafür hatten die Osteuropäer Glück bei der Auslosung: Sie dürfen das alles entscheidende Spiel um eines der letzten vier europäischen WM-Tickets zu Hause bestreiten. 

Mit Bosnien-Herzegowina trifft Italien nämlich auf einen ausgebufften wie gestandenen Gegner mit jeder Menge Talent. Ausgebufft, das ist allen voran Dzeko, der auch mit 40 Jahren ein zuverlässiger Torjäger ist und sein Land nach 2014 zum zweiten Mal zu einer WM-Endrunde führen will. Gestanden, das sind erfahrene Profis wie die (Ex-)Bundesligakicker Demirovic, Vasilj oder Kolasinac. Talentiert, das sind hoffungsvolle Nachwuchstalente wie Alajbegovic oder Bajraktarevic. Auch für sie bietet sich heute eine ganz große Chance. 

Das haben wir auch im Playoff-Halbfinale gegen ein harmloses und biederes Nordirland erkannt. Die erste Hälfte war die pure Verunsicherung und Mutlosigkeit. Der ganze Stiefel hat gebibbert angesichts des drohenden Scheiterns. In der zweiten Hälfte spielte sich die Squadra Azzurra dann aber frei. Tonali löste den Bann, der gute Kean sorgte für beruhigte Nerven. Das 2:0 war fair wie angemessen. Und beschert Italien nun das zweite und alles entscheidende K.o.-Spiel, allerdings gegen ein ganz anderes Kaliber. 

Italien hat Nordirland also mit 2:0 geschlagen, aber noch rein gar nichts gewonnen. Immer noch ist der Druck auf den Schultern von Chefcoach Gattuso und seinem Team immens hoch. Heute braucht es einen weiteren Sieg gegen Bosnien-Herzegowina, um nicht zum dritten Mal in Folge eine WM-Endrunde zu verpassen. Vorrundenaus 2010, Vorrundenaus 2014 und die verpassten Qualifikationen 2018 und 2022 lautet das Abschneiden des Grauen der stolzen Fußballnation. Die Sehnsucht am Stiefel ist groß. 

Italien wankte gegen Nordirland, vor allem im völlig gehemmten ersten Durchgang, fiel aber nicht. Am Ende hielt das Team von Trainer Gattuso dem enormen Druck stand, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit 2:0. Keine schlechte Idee also, seine Startelf unberührt zu lassen. Die kennen die Situation jetzt alle. 

So beginnt Italien: Donnarumma - Mancini, Bastoni, Calafiori - Politano, Barella, Locatelli, Tonali, Dimarco - Kean, Retegui. 

Bosnien-Herzegowina rettete sich im Playoff-Halbfinale gegen Wales spät in die Verlängerung, überstand die schadlos und setzte sich dann im Elfmeterschießen durch. Trotz der höheren Belastung im Vergleich zum heutigen Finalgegner wechselt Trainer Barbarez nur auf einer Position: Basic spielt für Tahirovic im Mittelfeld. 

So spielt Bosnien-Herzegowina: Vasilj - Dedic, Katic, Muharemovic, Kolasinac - Bajraktarevic, Sunjic, Basic, Memic - Dzeko, Demirovic. 

Herzlich willkommen bei der WM-Qualifikation 2026 zum Playoff-Finale zwischen Bosnien-Herzegowina und Italien.