Zweisprachige Spielzüge & Co.: Fünf Fakten über DFB-Gegner Paraguay
Deutschland trifft in der Runde der letzten 32 auf Paraguay.
29.06.2026 | 14:51 Uhr
Sky Sport präsentiert euch fünf kuriose Fakten zum DFB-Gegner.
Die Rote Karte des Turniers
Natürlich darf in dieser Auflistung die Rote Karte von Paraguay-Star Miguel Almiron nicht fehlen. Der 32-jährige Flügelspieler von Atlanta United hielt sich bei einem Disput mit Türkei-Verteidiger Mert Müldür die Hand vor den Mund und wurde aufgrund der neuen Regel des Feldes verwiesen. Die Entscheidungsverkündung von Schiedsrichter Ivan Barton "Nummer zehn Paraguay, bedeckt seinen Mund, Rote Karte" ging in den sozialen Medien viral.
Ziel der neuen Regel ist es, diskriminierendes Verhalten zu verhindern. Spieler haben zuvor häufig den Mund verdeckt, damit nicht erkannt werden kann, was sie gesagt haben. Nach dem Wirbel zwischen Benficas Gianluca Prestianni und Real Madrid-Star Vinicius Junior wurde die Debatte entfacht. Prestianni stand im Verdacht, sich rassistisch geäußert zu haben. Auch er hielt bei seiner Äußerung die Hand vor den Mund. Schlussendlich wurde der Rechtsaußen wegen einer homophoben Äußerung gesperrt. FIFA-Präsident Gianni Infantino setzte sich für die neue Regel ein.
Gegen die DFB-Elf ist Almiron wieder spielberichtigt. Eine Torwart-Ikone dagegen nicht mehr.
Der treffsichere Torwart
Paraguay-Legende Jose Luis Chilavert stellte neben seinen Torwart-Fähigkeiten auch Abschlussqualitäten unter Beweis. Neben Elfmetern versuchte er sich auch regelmäßig als Freistoßschütze. In 74 Länderspielen traf der inzwischen 60-Jährige achtmal.
Bei der Weltmeisterschaft 1998 im Gruppenspiel gegen Bulgarien sorgte er mit einem direkten Freistoß für Aufmerksamkeit. Chilavert verpasste seinen WM-Treffer dabei nur knapp. Bis heute ist noch keinem Keeper ein Treffer bei einer Weltmeisterschaft gelungen.
Spielzüge auf Guarani
Neben Spanisch ist auch Guarani eine offizielle Landessprache in Paraguay. Dies machen sich auch die Profis zu Nutze, beispielsweise bei Standardsituationen oder Spielzügen: "Das [Guarani, Anm. d. Red.] ist die Sprache, die hier im Fußball normalerweise verwendet wird - von Trainern, wenn die Spieler noch am Anfang ihrer Karriere stehen", sagte Journalist Pedro Torres der New York Times.
Guarani ist eine indigene Sprache, die von ca. 6,5 Millionen Menschen gesprochen wird. Auch in Argentinien, Bolivien und Brasilien ist sie in Teilen verbreitet.
Besondere Nationalflagge
Darüber hinaus ist Paraguays Nationalflagge mehr als besonders, da sie zwei verschiedene Seiten besitzt: Auf der Vorderseite ist das offizielle Staatswappen mit Republica del Paraguay ersichtlich. Auf der Rückseite ist das Siegel des Finanzministeriums mit dem Schriftzug Paz y Justicia (Frieden und Gerechtigkeit) zu sehen.
Ein bekannter Rekordtorjäger, der es immer noch wissen will
Der paraguayische Rekordtorjäger ist in Deutschland alles andere als ein Unbekannter: Ex-Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz. Der 44-Jährge hat sich mit 32 Toren in 112 Länderspielen Legendenstatus erarbeitet. In München lief er zwischen 1999 und 2007 auf, erzielte 51 Tore in 238 Spielen und bereitete 22 weitere vor. Mit dem deutschen Rekordmeister gewann er unter anderem fünf deutsche Meisterschaften, viermal den DFB-Pokal und die Champions League in der Saison 2000/01.
Auch im fortgeschrittenen Fußballeralter will es Santa Cruz noch immer wissen. Aktuell spielt er bei Nacional, dem Tabellenzweiten der ersten paraguayischen Liga. Gegen die DFB-Elf wird Santa Cruz aber nicht auflaufen. Seine Nationalmannschaftskarriere endete bereits mit der 1:4-Niederlage gegen Peru am 11. November 2016.
Ohnehin sollte die DFB-Elf gewarnt sein, denn: "Paraguay hat eine ganz ähnliche Herangehensweise wie Ecuador", sagte Rio-Weltmeister Mats Hummels bei MagentaTV. Das Gruppenspiel gegen die Südamerikaner ging bekanntermaßen verloren.
Einen weiteren Ausrutscher kann und darf sich die DFB-Elf nicht mehr erlauben ...
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