Wer kommt ins CL-Finale? Das spricht für Bayern, das spricht für PSG
Der FC Bayern muss im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain (Mi., 21 Uhr im Liveticker) die 4:5-Niederlage aus dem Hinspiel drehen.
05.05.2026 | 23:24 Uhr
Was spricht für Bayern? Was für PSG? Ein Pro und Contra von Sky Sport Reporter Felix Fischer und Sky Sport Redakteur Thorsten Mesch.
PRO BAYERN: Festung, Fitness, Neuer
Von Felix Fischer
Der FC Bayern schaltet PSG aus und darf zum Finale nach Budapest - und zwar vor allem aus vier Gründen.
Da wäre zum Beispiel der Heimvorteil. Die Allianz Arena wird insbesondere in der Champions League zu einer echten Festung. In der laufenden CL-Saison gewannen die Münchner alle sechs Heimspiele. Mittwochabend soll der siebte Sieg folgen.
Personell haben die Hausherren in gleich zwei Bereichen die Nase vorne. Offensiv können die Pariser mithalten, defensiv schaut's jedoch anders aus. Denn wenn Vincent Kompanys Viererkette in Bestbesetzung aufläuft (Stanisic, Tah, Upamecano und Laimer/Davies), ist sie eine der besten überhaupt. Zudem muss PSG mit Achraf Hakimi verletzungsbedingt auf den womöglich besten Rechtsverteidiger der Welt verzichten.
Apropos einer der besten überhaupt: Das ist Manuel Neuer zweifelsohne auf der Torhüter-Position. Der 40-Jährige verkörpert auch im hohen Fußballer-Alter Weltklasse - im Gegensatz zu seinem 13 Jahre jüngeren Gegenüber Matvei Safonov.
Und dann wäre da noch das Thema Fitness. "Hinten raus wirkte Paris müde, hatte Krämpfe, hat auf Zeit gespielt", analysierte beispielsweise Joshua Kimmich. Und auch Sky Sport Experte Lothar Matthäus sieht die Bayern in diesem Bereich klar im Vorteil: "Sie haben körperlich einen sehr starken Eindruck hinterlassen, wie eigentlich in jedem Spiel", sagte Matthäus bei Sky90: "Für mich sind sie auch körperlich stärker als PSG, denn die haben mit heraushängender Zunge hinten verteidigt."
Vier Argumente, die ganz klar für den FC Bayern sprechen.
PRO PSG: Gefahr durch Konter und der Trainer als Trumpf
Von Thorsten Mesch
Für den FC Bayern wird im Halbfinale Endstation sein!
Paris Saint-Germain kehrt am Mittwochabend (21:00 Uhr im Liveticker) an die Stätte des größten Triumphs seiner Klubgeschichte zurück. Am 31. Mai 2025 deklassierten die Pariser in der Allianz Arena Inter Mailand im Champions-League-Finale mit 5:0. Einer der Torschützen war damals Khvicha Kvaratskhelia. Der Georgier traf beim 5:4 im Halbfinale-Hinspiel gegen Bayern doppelt, genau wie Ousmane Dembele, der zeigte, warum er der amtierende Weltfußballer ist.
In Paris gelang es den Münchnern nicht, diese beiden Stars in den Griff zu bekommen. Doch es würde auch nicht reichen, sie auszuschalten: Desire Doue (fünf CL-Tore in der laufenden Saison, zwei Treffer im Finale 2025) und Bradley Barcola (2 CL-Tore, zehn in der Ligue 1) komplettieren die Pariser Weltklasse-Offensive.
Im Mittelfeld lenkt Vitinha nicht nur das Spiel, sondern hat auch bereits sechs CL-Tore auf seinem Konto. Vitinhas Qualitäten als Passgeber spielen Paris in die Karten, den Franzosen reicht ein Unentschieden, sie können auf Konter lauern.
Trainer Luis Enrique gewinnt das Trainerduell gegen Kompany. Der Spanier, der am 8. Mai seinen 56. Geburtstag feiert, ist deutlich erfahrener als der knapp 16 Jahre jüngere Belgier und er weiß, wie man als Chefcoach die ganz großen Titel holt. Mit PSG und dem FC Barcelona gewann er jeweils die Champions League, 2015 und 2025 wurde er Welttrainer des Jahres.
Sollte am Mittwochabend die Entscheidung erst im Elfmeterschießen fallen, könnte auch hier der Vorteil bei den Gästen liegen. PSG-Torwart Matvei Safonov hat den Ruf eines Elfer-Killers. Im Spiel um FIFA-Interkontinentalcup gegen Flamengo hielt der 27 Jahre alte Russe im Dezember vergangenen Jahres drei Elfmeter. Mit Elfmeterschießen in der Allianz Arena haben die Bayern bekanntlich keine guten Erfahrungen gemacht.
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