Wegen 500.000 Euro! Daran scheiterte Dortmunds Martinez-Deal

Kolumbien-Juwel Samuel Martinez wechselt zum FC Liverpool - und nicht zu Borussia Dortmund. Innerhalb der Branche wird das als Transferpleite für den BVB gewertet.

Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (l.) und Sportdirektor Ole Book basteln basteln am BVB-Kader.
Image: Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (l.) und Sportdirektor Ole Book basteln am BVB-Kader.  © Imago

Dabei stand der Deal eigentlich kurz vor dem Abschluss. Nach Sky Sport Informationen waren die Dortmunder Verantwortlichen bereits weit fortgeschritten in den Verhandlungen, um das südamerikanische Mittelfeld-Talent ins Ruhrgebiet zu holen.

Kolumbien-Juwel Samuel Martinez wechselt zum FC Liverpool - und nicht zu Borussia Dortmund. Innerhalb der Branche wird das als Transferpleite für den BVB gewertet.

Dabei stand der Deal eigentlich kurz vor dem Abschluss. Nach Sky Sport Informationen waren die Dortmunder Verantwortlichen bereits weit fortgeschritten in den Verhandlungen, um das südamerikanische Mittelfeld-Talent ins Ruhrgebiet zu holen.

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Klub-Bosse lehnten Martinez-Forderungen ab

Alles soll sogar weitestgehend ausverhandelt gewesen sein, Martinez wollte demnach zum BVB wechseln - am Ende scheiterte der Transfer jedoch, gemessen am Gesamtpaket, an vergleichsweise geringen 500.000 Euro.

Die Sportbosse Lars Ricken und Ole Book sowie Verhandlungschef Simon Rödder sollen nicht bereit gewesen sein, die finalen Forderungen der Martinez-Seite zu erfüllen.

Die Eckdaten des Deals standen fest: Die festgeschriebene Ablöse hätte bei umgerechnet rund 850.000 Euro (eine Million US-Dollar) gelegen. Martinez hätte zum Start ein Jahresgehalt von 250.000 Euro erhalten, das durch Einsätze und sportliche Erfolge weiter hätte steigen können. Hinzu wäre ein branchenübliches Handgeld gekommen.

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In den Gesprächen soll Dortmund offenbar vor allem auf die sportliche Perspektive gesetzt haben. Rödder, der in enger Absprache mit seinem Chef Ricken für den BVB verhandelte und zwischen den Parteien verhandelt hat, soll mit dem Faustpfand argumentiert haben, dass der BVB im Vergleich zu Liverpool die bessere Plattform für junge Talente biete.

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Streitpunkte waren neben der Signing Fee auch prozentuale Beteiligungen bei einem möglichen Weiterverkauf. Liverpool zeigte sich letztlich offenbar kompromissbereiter.

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Zwischen Talentstrategie und Sparzwang

Die Reds gelten zwar nicht traditionell als Klub, der junge Talente besonders früh verpflichtet und entwickelt. In diesem Bereich konnte Dortmund in der Vergangenheit mit Spielern wie Jadon Sancho, Erling Haaland oder Giovanni Reyna punkten. Auch neu dazugewonnene Talente wie Kaua Prates oder Justin Lerma zeigen, dass der Klub weiterhin Ambitionen hat und attraktiv für hochveranlagte Nachwuchsspieler ist.

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Dass Dortmund nicht jedes finanzielle "Spielchen" auf dem immer heißer umkämpften Talente-Markt mitgeht, wird intern auch als Zeichen von Stärke gewertet. Gleichzeitig zeigt der neue Sparkurs, dass der BVB im Konkurrenzkampf mit finanzstarken Klubs wie Liverpool künftig häufiger an Grenzen stoßen könnte.

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BVB verliert Rennen um Top-Talente

Martinez galt bereits unter Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl als absoluter Wunschspieler. Die Scouting-Abteilung hatte ihn seit längerer Zeit beobachtet und mehrfach live gesichtet.

In den vergangenen Jahren sind den Dortmundern aufgrund der vorsichtigeren Transferpolitik bereits mehrere Top-Talente entgangen. Auch Rio Ngumoha sollte einst von Chelsea zum BVB wechseln, entschied sich am Ende jedoch ebenfalls für Liverpool. Bei Ethan Nwaneri hatte man das Nachsehen gegenüber einer Vertragsverlängerung bei Arsenal.

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