US-Stürmer Balogun meldet sich nach WM-Skandal zu Wort
Die Diskussionen um die zurückgenommene Rot-Sperre nach seinem Platzverweis gegen Bosnien haben US-Stürmer Folarin Balogun nicht kaltgelassen.
07.07.2026 | 11:23 Uhr
Nach der Niederlage im WM-Achtelfinale spricht er erstmals selbst - und berichtet von einem Moment mit Belgiens Trainer.
US-Stürmer Folarin Balogun hat sich erstmals selbst zum Hin und Her um seine Sperre geäußert und Verständnis für die Aufregung zum Ausdruck gebracht.
Es sei normal, nach einer Roten Karte gesperrt zu werden. "Natürlich ist es dann kontrovers, wenn die Entscheidung geändert wird", sagte der 25 Jahre alte Angreifer nach dem 1:4 im WM-Achtelfinale gegen Belgien. Im Spiel selbst war er blass geblieben, hatte 19 Ballkontakte und drei Abschlüsse.
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Balogun: "Das hatte nichts mit mir persönlich zu tun"
"Wir haben die Entscheidung akzeptiert, als ich die Rote Karte gesehen habe, und wir haben die Entscheidung akzeptiert, als uns gesagt wurde, dass ich spielen kann", erklärte Profi der AS Monaco.
"Ich war nicht an diesem Prozess beteiligt. Das hatte nichts mit mir persönlich zu tun." Nach dem krachenden WM-Knockout überwogen bei ihm "Enttäuschung und Traurigkeit".
Trump-Anruf bei FIFA-Boss Infantino sorgt für Empörung
Doch nachdem Trump bei Infantino angerufen hatte, annullierte der Fußball-Weltverband kurzerhand die Sperre und setzte sie zur Bewährung aus, ohne dafür eine echte inhaltliche Begründung zu nennen. So durfte der Stürmer gegen Belgien spielen.
WM-Aus "schwer zu erklären"
Die 1:4-Niederlage des Mitgastgebers konnte allerdings auch er nicht verhindern. Es sei "schwer zu erklären", weshalb sein Team "nicht die Energie" gehabt habe, sagte Balogun. Er selbst habe aus seiner schwierigen Situation das Beste gemacht.
Der ganze Vorgang hatte einen gigantischen Skandal ausgelöst. Für harsche Kritik sorgte insbesondere, dass es zuvor ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino gegeben hatte.
Belgien-Coach und Balogun sprechen miteinander
Zu den schärfsten Kritikern der Entscheidung zählte Belgiens Trainer Rudi Garcia. Balogun und der Franzose sprachen nach der Partie miteinander.
"Er kam zu mir, das hat mir gefallen. Er ist nicht schuld. Er hat nichts falsch gemacht. Ich schätze ihn", sagte Garcia auf der Pressekonferenz. "Ich wollte Belgien und Rudi Garcia gratulieren und ihnen viel Erfolg wünschen für den Rest des Turniers", berichtete Balogun von dem Gespräch.
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