Pirlo als Trainer-Kandidat für Italien nicht mehr tragbar - Maldini und Leonardo treten zurück
Der Kandidat für den Cheftrainerposten ist nicht mehr tragbar. Nun haben auch der Technische Direktor Paolo Maldini und Berater Leonardo nach Informationen von Sky Italia die Reißleine gezogen!
27.07.2026 | 20:02 Uhr
Er war der Wunschkandidat nach den Absagen von Pep Guardiola und Carlo Ancelotti, nun aber steht Andrea Pirlo im Mittelpunkt einer Kontroverse um die Besetzung des Trainerpostens bei der italienischen Fußball-Nationalmannschaft.
Zugleich kam es nun auch an anderer Stelle zum großen Knall beim italienischen Fußballverband. Der gerade erst zum Technischen Direktor berufene Paolo Maldini und Berater Leonardo, die sich für den nicht mehr tragbaren Pirlo eingesetzt haben, treten nach Informationen von Sky Italia von ihren Ämtern zurück. Ihre Amtszeit endet damit nach lediglich 16 Tagen!
Pirlo war angesichts eines Vertrages mit dem russischen Wettanbieter Fonbet in die Kritik geraten und beim Verband FIGC daher in Ungnade gefallen. "In der vergangenen Nacht habe ich erfahren, dass ich kein Kandidat mehr für den Cheftrainerposten der italienischen Nationalmannschaft bin", schrieb der Weltmeister von 2006 am Montagmorgen bei Instagram. Zugleich wehrte er sich "mit großer Verbitterung" gegen die Vorwürfe.
Heftige Kritik
"Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroverse war, entstand im Rahmen meiner Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschließlich kommerzieller und sportlicher Natur", rechtfertigte sich Pirlo. Der 47-Jährige, derzeit noch Trainer des Dubai FC, hatte unter anderem im Mai an einem "Tag des Fußballs" in Moskau teilgenommen, Veranstalter war Fonbet. Der Termin hatte Pirlo schon damals heftige Kritik eingebracht.
"Dieser Zusammenarbeit eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zu unterstellen, die ich nie geäußert habe und die nicht die meinen sind", betonte Pirlo. Dies zu beurteilen, liegt nun aber zunächst in der Verantwortung von Verbandspräsident Giovanni Malago, der die Verträge von Pirlo genau prüfen will.
Mögliche Kandidaten stehen
Eine Zukunft für Pirlo aber scheint es nach seiner eigenen Einschätzung nicht zu geben. "Ich möchte Maldini und Leonardo für die Wertschätzung und das Vertrauen danken, das sie mir entgegengebracht haben", erklärte er in seinem Statement. Seine "Liebe zu Italien hängt nicht von einem Jobtitel ab. Sie ist Teil meiner Geschichte, meiner Identität, und sie wird mich immer begleiten."
Als mögliche Kandidaten für den Posten gelten nun wieder Roberto Mancini und Antonio Conte.
SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
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