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Sky90: Kimmich, Goretzka, Laimer - wie sieht die Idealbesetzung auf der Sechs aus?

Nach Gala gegen den BVB: Wackelt Kimmichs Status?

Joshua Kimmich fehlt derzeit aufgrund einer Rotsperre.
Image: Joshua Kimmich fehlt derzeit aufgrund einer Rotsperre.  © Imago

4:0 gegen den BVB: Der FC Bayern zeigt im Klassiker die wohl beste Saisonleistung - und das ohne Kimmich! Dieser Umstand lässt in der Sky90-Runde die Sechser-Debatte bei den Münchner wieder aufleben. Wackelt nun sogar Kimmichs Status beim FCB?

Joshua Kimmich war in den vergangenen Jahren beim FC Bayern nicht mehr wegzudenken. Auch in dieser Saison war der 28-Jährige unter Thomas Tuchel bislang in jedem Spiel gesetzt. Aufgrund seiner frühen Roten Karte beim 8:0-Sieg gegen Darmstadt musste der Mittelfeldstar im Klassiker gegen den BVB zusehen. Auch im kommenden Bundesliga-Spiel gegen Heidenheim wird der Ersatzkapitän nicht auf dem Platz stehen. Könnte dies in Zukunft sogar häufiger der Fall sein?

Aufgrund der jüngsten, starken Leistungen von Kimmichs direkten "Konkurrenten" Konrad Laimer und Leon Goretzka im zentralen Bayern-Mittelfeld zumindest ein diskussionswürdiges Szenario.

Bayern ohne Kimmich besser?

"Ist es ohne Kimmich vielleicht eine bessere Mannschaft?", startet Sky Experte Didi Hamann die Sechser-/Kimmich-Debatte bei Sky90. Eine direkte Antwort habe Hamann nicht darauf, aber "ich habe mit einigen Leuten gesprochen und viele Bayern-Fans sagen: Jetzt ist der Kimmich draußen, jetzt läuft's besser."

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Nach dem überzeugenden 4:0 in Dortmund ohne den gesperrten Joshua Kimmich wirft Sky Experte Didi Hamann die Frage auf, ob der FC Bayern womöglich besser ohne den Mittelfeldspieler in der Startelf beraten wäre.

So einfach dürfe man es sich zwar nicht machen, schiebt Hamann hinterher. "Man würde damit dem Joshua Kimmich unrecht tun", aber eines ist auch klar: "Das war mit Abstand das beste Spiel seit Tuchel da ist - und das war ohne Kimmich."

Laimer "ist ein ziemlich perfekter Sechser"

Gegen den BVB funktionierte das Duo Goretzka/Laimer im Mittelfeldzentrum sehr gut, verlieh dem deutschen Rekordmeister eine seit Monaten vermisste Stabilität in Spielen gegen Top-Gegner. Besonders der Österreicher bringt Sky Moderator Yannick Erkenbrecher ins Schwärmen: "Mit einem defensiven Dreieck - zwei Innenverteidigern und einem Sechser - kannst du ganz viele Angriffe aufhalten. Wenn die Sechser-Position nicht besetzt ist und du rollst auf eine Viererkette zu, wo kein Sechser davor ist, bist du extrem anfällig. Und weil Kimmich eben auf vielen Positionen spielt und du eben nicht diesen defensiven Block hast, den du mit dem Wellenbrecher Laimer hast, hat dieser für mich eine totale Berechtigung, über das Dortmund-Spiel hinaus, dieses defensive Dreieck zu bilden. Das schafft bei Bayern extreme Kompaktheit. Zwei Innenverteidiger plus Laimer ist für mich im Moment die beste Lösung."

STIMMT AB!

Laimer sei ein ganz anderer Typ als Kimmich. Während dieser mehr Ballaktionen habe und mehr Chipbälle spiele, ist Laimer "geradliniger und läuft viel mehr Räume zu, wo man gar nicht so genau hinschaut. Er ist ein super Staubsauger, ein super Balleroberer. Er ist unglaublich mannschaftsdienlich. Er ist eigentlich ein ziemlich perfekter Sechser. Er muss halt an Kimmich vorbei. Kimmich und Laimer zusammen ist auch nicht die Lösung. Du brauchst dann schon einen, der noch mehr Box-to-Box-Spieler ist", führt Erkenbrecher aus.

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Lob für Goretzka

Und genau an dieser Stelle kommt Goretzka ins Spiel: "Goretzka hat gegen Dortmund seit längerer Zeit auch mal wieder gezeigt, was für ein toller Spieler er ist beziehungsweise sein kann. Er ist ja mit Ball genauso schnell wie ohne Ball, wenn nicht sogar schneller. Da kommt dann keiner mehr hinterher. Wenn du so einen Spieler hast, der dann so antritt, entstehen neue Bilder. So hat er das zweite Tor vorbereitet", lobt Hamann den Ex-Schalker.

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Sky Moderator Yannick Erkenbrecher ist der Meinung, dass Konrad Laimer vor einem Innenverteidiger-Duo die derzeit beste Lösung in der Defensiv-Zentrale des FC Bayern wäre.

Viel Lob für Laimer, viel Lob für Goretzka - und was ist nun mit Kimmich? Hamann: "Ich habe schon vor Wochen gesagt: Ich hoffe, dass den Kimmich mal jemand zur Hand nimmt und ihm sagt, dass er jetzt bis Weihnachten Zeit hat, sich diese Rolle zu Eigen zu machen. Und das kann man ihm jetzt vorhalten, dass er das nicht gemacht hat. Laimer hat vielleicht gegen den BVB die Chance gesehen. Und wenn der Laimer das jetzt so interpretiert, wie es einer dem Kimmich hätte sagen sollen - vielleicht haben sie es ihm auch gesagt - dann kann man dem Kimmich das vorhalten, dass er das einfach nicht gespielt hat. Für mich ist Disziplin eine Einstellungssache. Die Stabilität, die sie gegen Dortmund hatten, hatten sie - das ist Fakt - in den letzten acht Monaten nicht."

Wer spielt gegen Galatasaray?

Für das kommende Champions-League-Duell am Mittwoch (21:00 Uhr) gegen Galatasaray entsteht nun eine interessante Situation, denn Kimmich ist in der Königsklasse - anders als in der Bundesliga - spielberechtigt. Sollte Tuchel wie zuletzt auch wieder auf den 28-Jährigen setzen, müsste entweder Goretzka oder Laimer in der Zentralen weichen. Eine knifflige Entscheidung für den Bayern-Trainer: "Wie sagst du Laimer oder Goretzka, dass sie jetzt am Mittwoch nicht spielen. Ich glaube, dass es jetzt unheimlich schwer ist, dieses Mittelfeld-Duo auseinander zu reißen", sagt Hamann.

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Sky Experte Didi Hamann tut sich schwer, aus den drei zentralen Mittelfeldspielern des FC Bayern das beste Duo zu finden. Klar ist für ihn jedoch, dass es nun schwer ist, das Wochenend-Duo Goretzka und Laimer auseinander zu reißen.

Ob es für Kimmich auf Dauer schwer wird, zurück in die Mannschaft zu kommen, werde sich erst noch zeigen. Nach dem Spiel gegen den BVB "wird es für Kimmich aber sicherlich nicht einfacher", erklärt Hamann. "Ob die Mannschaft auf Sicht ohne Kimmich eine bessere ist, werden wir bis Weihnachten sehen."

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