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Sky Kolumne von Wolff Fuss über den Kracher Leverkusen vs. Bayern

Es ist davon auszugehen, dass die Bayern jetzt den Knall gehört haben

Die Sky Kolumne von Wolff Fuss.
Image: In seiner Sky Kolumne blickt Kommentator Wolff Fuss auf das Topspiel zwischen Leverkusen und Bayern zurück.  © Sky

Samstagabend ist Topspiel-Abend. Und so, wie das Topspiel zur Bundesliga gehört, gehört auch die Stimme von Kommentator Wolff Fuss zur Übertragung dazu. In seiner Kolumne "Mein Topspiel" blickt Fuss auf das Gipfeltreffen zwischen Leverkusen und Bayern zurück.

Liebe Fußball-Fans,

Das Over-the-Topspiel hat gehalten, was es versprochen hat. Bayer Leverkusen schlägt den FC Bayern verdient mit 3:0. Ursprünglich hatte man gedacht, dass es sicherlich auch ein Kampf der Systeme und der taktischen Herangehensweisen wird. Am Ende hat sich dann herausgestellt, dass es das dann genau nicht war.

Thomas Tuchel wurde nach dem Spiel vorgeworfen, er hätte sich vercoacht. Theoretisch haben sich beide Trainer vercoacht. Beide wollten das System des anderen spiegeln und beide haben dann jeweils etwas anderes gemacht. Das 1:0 für Bayer war für mich der Schlüssel in diesem Spiel, als eine Münchner Schläfrigkeit ausgenutzt wurde. Danach und dadurch war die Spielweise von Bayer Leverkusen und Xabi Alonso gewissermaßen legitimiert. Es war dann weniger ein Kampf der Systeme, sondern ein Kampf des Hungers oder des Willens. (Das schwerste Spiel für Bayer folgt erst noch!)

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Leverkusen hatte insgesamt deutlich mehr Hingabe, deutlich bessere Zweikampfwerte. So haben sie dieses Spiel gewonnen. Über eine höchstdisziplinierte Defensive und eine maximale Effizienz im Abschluss. Sie haben so gespielt wie die Münchner an besten Tagen und gehen letztlich als verdienter Gewinner aus diesem Topspiel hervor. (Pressestimmen: "Ein Angriff auf die Identität der Bayern")

Was macht das mit dem restlichen Saisonverlauf? Die Leverkusener sind jetzt fünf Punkte vor den Bayern bei noch zu vergebenden 39 Zählern. Ich bin mir relativ sicher, dass die Bayern nicht locker lassen werden. Sie wissen jetzt vielleicht endgültig, was die Stunde geschlagen hat und das es in diesem Jahr tatsächlich sein kann, dass der FC Bayern München nicht Deutscher Meister wird. (Zur BL-Tabelle)

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In einer Art Wutrede spricht sich Thomas Müller den Frust von der Seele nach der desolaten 0:3-Niederlage des FC Bayern gegen Tabellenführer Bayer Leverkusen.

Es ist durchaus davon auszugehen, dass die Bayern jetzt den Knall gehört haben und das Signal verstanden haben, dass das vielleicht ein maximaler Trigger für den Rest der Saison ist. Die Frage wird auch sein: Kann Bayer Leverkusen diesen Lauf fortsetzen? Und das werden sie müssen. Ich gehe davon aus, dass wir ein Titel-Duell haben, bis hinein in die finale Phase dieser Bundesliga-Saison.

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Leverkusen kann jetzt endgültig der Meisterfrage nicht mehr ausweichen und wird diese Woche für Woche beantworten müssen. Es ist im Moment schwer vorstellbar, dass sie in zwei Spielen patzen. Ganz auszuschließen ist es aber nicht, gerade dann, wenn auch die Englischen Wochen kommen ab dem Europa-League-Achtelfinale. Aber so, wie Bayer im Moment spielt - und so wie Bayern am Samstag gespielt hat - so spielt ein kommender Deutscher Meister.

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