Senegal gewinnt denkwürdiges Afrika-Cup-Finale gegen Marokko

Drama, Chaos und unwürdige Szenen.

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Dakar brach in Jubel aus, nachdem Senegal den Afrika Cup gewonnen hatte – zum zweiten Mal in den letzten vier Jahren. Senegal besiegte Gastgeber Marokko in einem turbulenten Finale in Rabat mit 1:0.

Der Triumph des Senegal beim Afrika-Cup ist von wütenden Protesten und Ausschreitungen überschattet worden.

Beim 1:0 (0:0) nach Verlängerung riss das Team um Bayern-Profi Nicolas Jackson und Topstar Sadio Mané die untröstlichen Gastgeber Marokko aus allen Träumen, nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit schien sogar ein Abbruch des Finales möglich. "Das Spiel, das wir hatten, war beschämend für Afrika", sagte Marokko-Coach Walid Regragui nach dem chaotischen Endspiel.

"Gereicht Afrika nicht zur Ehre"

Und weiter: "Was Pape heute Abend gemacht hat, gereicht Afrika nicht zur Ehre. Er ist jetzt ein Champion Afrikas, also kann er sagen, was er will, aber sie haben das Spiel für mehr als zehn Minuten unterbrochen", kritisierte Regragui. "Das ist keine Entschuldigung dafür, wie Brahim geschossen hat. Er hat so geschossen und dafür müssen wir geradestehen. Wir müssen nach vorne schauen und akzeptieren, dass er vergeben hat."

Senegals Trainer Pape Thiaw hatte seine Spieler nach der strittigen Entscheidung vom Feld beordert, auf den Tribünen in Rabat brach Chaos aus. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies. Erst 20 Minuten nach dem Elfmeterpfiff durfte Marokkos Brahim Díaz antreten - und er chippte den Elfmeter halbhoch und ohne jede Wucht in die Arme von Edouard Mendy, der sein Team in die Verlängerung rettete. Dort schoss Pape Gueye (94.) den Senegal mit einem Traumtor zum zweiten Triumph beim Afrika-Cup nach 2022. Die Marokkaner müssen dagegen weiter warten, vor 50 Jahren holten sie ihren einzigen Titel.

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Dieses Finale geht in die Geschichte ein

Díaz hätte die quälend lange Wartezeit beenden können, doch im wohl wichtigsten Moment seiner Karriere versagten die Nerven. Der Profi von Real Madrid war unmittelbar vor Schluss im Strafraum zu Boden gefallen, Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala gab den Strafstoß nach Sichtung der Videobilder. Thiaw witterte Betrug und schickte seine Spieler vom Platz, erst Mané sorgte dafür, dass noch Vernunft einkehrte und Senegals Spieler das Finale fortsetzten. Der Schaden für den afrikanischen Fußball war da bereits angerichtet.

Für Marokko, das 2004 im Finale gegen Tunesien verloren hatte, sollte es beim Heimspiel endlich klappen mit dem Titel: Die so starke Generation mit den Topstars Achraf Hakimi von Paris Saint-Germain und Díaz hatte schließlich bereits bei der WM in Katar für Furore gesorgt. Und auch beim Turnier im eigenen Land lief es bis dato hervorragend, erst im Halbfinale hatte Marokko dank Elfmeterkiller Bono den Mitfavoriten Nigeria ausgeschaltet.

Im Finale sahen die Fans bis zur Nachspielzeit ein ausgeglichenes Spiel und dann den ersten großen Aufreger: Schiri Ndala pfiff nach einem vermeintlichen Foulspiel von Abdoulaye Seck ab, unmittelbar darauf köpfte Senegals Moussa Niakhate (90.+2) ein. Der Treffer zählte nicht, der Videoassistent durfte die Situation laut Regelwerk nicht überprüfen. Kurz darauf entschied Ndala auf der Gegenseite auf Elfmeter, und das Chaos brach los.

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SID

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