Oliver Kahn bei Triple – der Hagedorn-Fußballtalk über Neuer, Baumann, Sane

Oliver Kahn, Roman Weidenfeller und Marcel Reif analysieren mit Riccardo Basile bei Triple – der Hagedorn-Fußballtalk die spannendsten Fußball-Themen.

Ex-Torwart-Legende Oliver Kahn glaubt nicht an einen deutschen Titelgewinn bei der WM 2026.
Image: Ex-Torwart-Legende Oliver Kahn spricht über die jüngsten Aussagen von Bayerns Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß.  © Sky

Kahn reagiert auf den Rassismus-Vorfall um Vinicius Junior und spricht über die Entscheidung von Manuel Neuer, nicht ins DFB-Tor zurückkehren zu wollen. Weidenfeller äußert im Falle von Karim Adeyemi einen Wunsch. Außerdem blickt der ehemalige BVB-Keeper auf den Meisterkampf in der Bundesliga.

Oliver Kahn …

… über Uli Hoeneß' Aussagen bezüglich der zukünftigen Ausgaben/Sparmaßnahmen der Bayern: "Dass Uli das Ganze immer mal wieder ein bisschen zurücknimmt und da auch mal ein bisschen tiefer stapelt, hat natürlich auch einen strategischen Grund. Wenn es dann wieder um Vertragsverlängerungen geht, wenn es möglicherweise wieder um Transfers geht. Die Leute sollen ja nicht das Gefühl haben, dass du nur in deinen Geldspeicher zu gehen brauchst."

… über die Entwicklung des Fußballs als Geschäft und den Markt für Spieler, den Berater "ausnutzen": "Es gibt eben einen Markt für absolute Top-Spieler und dieser Markt, der ist eben hart umkämpft. Und das wissen natürlich auch die Berater. Es gibt ein paar Klubs, da sprechen wir vielleicht von zehn bis 15 Klubs, die in der Lage sind, wirklich immense Gelder für die Top-Spieler zu zahlen. Da könnten wir uns jetzt theoretisch zurückziehen und sagen, wir setzen wieder auf die Jugend. Das ist immer sehr sympathisch und kommt dann immer überall sehr gut an. Wenn du gewinnst, ist es super, wenn nicht, ist plötzlich nicht so gut. Aber zum Schluss geht es bei einem Top-Top-Klub wie Bayern München, Real Madrid oder wie sie alle heißen, darum, die Top-Top-Spieler auch in ihren Reihen zu haben. Fußball ist kein Geschäft, was sich nur noch hier in Deutschland abspielt. Fußball ist ein globales, internationales Geschäft geworden und dazu gehören Topstars."

… über seine Herangehensweise, um Leroy Sane bei den Bayern zur Höchstform zu motivieren: "Mit Leroy haben wir ja immer diese Thematik gehabt. Ich habe ihm gesagt, wenn ich dein Talent hätte, wäre ich Messi. Da hat er mich immer mit großen Augen angeguckt. Er wusste nicht so richtig, was er sagen soll. Da habe ich gesagt, zeig es doch einfach. Und das ist eben dieses Vordringen zu so einem Spieler - ihn leistungsfähig zu machen."

… über den vermutlich rassistischen Vorfall beim Spiel zwischen Benfica und Real Madrid: "Als Klub-Boss ist das natürlich nochmal eine andere Sache, weil da musst du natürlich die Emotionalität rausnehmen. Aber ein Klub schützt immer seinen Spieler, ein Klub tut immer alles für seinen Spieler. Hier kann man sagen, dass die Gerechtigkeit dann auch waltet. Das heißt, es gibt ja klare Abläufe, auch mittlerweile bei der UEFA, wie sowas gehandhabt wird. Natürlich würdest du sofort die UEFA auffordern, diesen Fall bis auf den Bodensatz zu untersuchen. Weil ich glaube, wenn das so gewesen ist, müssen wir immer sehr vorsichtig sein. Da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren, dann glaube ich, gibt es auch mittlerweile sehr drastische Strafen. Aber das ist das, was du als Verein tun kannst. Du würdest alle Mittel ausschöpfen und da gibt es ja Gott sei Dank mittlerweile sehr, sehr klare, stringente Mittel, um dagegen vorzugehen."

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Im Format Triple äußert sich Oliver Kahn zu den rassistischen Beleidigungen gegen Vinicius Junior beim CL-Spiel von Real Madrid bei Benfica Lissabon. Er spricht sich für harte Strafen aus, wenn der Vorwurf belegt werden könne.

… über Oliver Baumann als Nummer 1 im DFB-Tor und Manuel Neuers Entscheidung, nicht in dieses zurückzukehren: "Ich kenne Oliver Baumanns Charakter und Typ nicht so gut. Ich kann da nur für mich sprechen. Als ich damals die Nummer 1 geworden bin in der Nationalmannschaft nach Andreas Köpke. Das ist von jetzt auf gleich eine komplett andere Situation, weil jetzt der ganze Fokus auf dich fällt. Du bist kein Herausforderer mehr, sondern du bist jetzt die Nummer 1 und du musst mit dieser Verantwortung umgehen. Und das braucht ein bisschen. Ich habe auch ein bisschen gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. [...] Du bist nicht mehr der Angreifer, sondern der Angegriffene und das macht psychologisch etwas mit dem ein oder anderen. [...] Bei Oliver Baumann, glaube ich, so wie er spielt, hat er bis jetzt jede Drucksituation super angenommen. Auch die Geschichte, als Manuel Neuer dann wieder in der Diskussion war. Da hat er keine Schwächen gezeigt. Er hat sein Ding gemacht. Klar, eine Fußball-Weltmeisterschaft, das ist dann der Endgegner. Das ist natürlich noch mal eine ganz, ganz spezielle Situation und keiner von uns kann jetzt genau sagen, wie er damit umgehen wird. [...] Ich habe da größten Respekt vor der Entscheidung von Manuel Neuer. Ich habe auch immer dafür plädiert, dass er irgendwann selbst eine klare Entscheidung treffen muss. Und es ist tatsächlich so. Sechs oder sieben Spiele - je nachdem, wie weit du kommst - das ist eine Mörderbelastung. Eine Fußball-Weltmeisterschaft in den USA bei dieser Hitze. Man sieht, wie schwierig das wird, wenn du älter wirst. Und das durchzuziehen, nochmal auf aller, allerhöchstem Level, ich glaube, da ist es sehr gut beraten, diese Entscheidung jetzt auch getroffen zu haben."

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Manuel Neuer hat seine Rückkehr ins DFB-Tor endgültig ausgeschlossen. Oliver Kahn bewertet die neue Situation um Oliver Baumann als Nummer eins im deutschen Tor. Zudem hat er großen Respekt vor der Entscheidung von Neuer.

Roman Weidenfeller …

… über den Meisterschaftskampf in der Bundesliga: "Wenn Borussia Dortmund jetzt in Leipzig besteht, haben wir auf jeden Fall wieder einen. Es ist ein Gamechanger Spiel. Also wenn wir da die Chance haben, mit Borussia Dortmund in Leipzig zu gewinnen, dann zu Hause beim Heimspiel gegen die Bayern auch. Da brennt das Stadion. Und da ist alles möglich. Und ich tippe dann auf einen Heimsieg gegen die Bayern."

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… über Karim Adeyemis Situation in Dortmund: "Im Moment kommt er meistens von der Ersatzbank und ich muss sagen, dass ich mir einfach für Karim wünschen würde, dass er nicht nur der Unterschiedsspieler auf dem Papier ist, sondern auch auf dem Feld. Zur Zeit ist er nicht in Bestform und wenn er reinkommt, verliert er mir zu viele Bälle. Er ist so talentiert, er hat alle Möglichkeiten. Er hat ein Tempo, das ist unglaublich. Er kann den Unterschied machen und eine ganze Abwehr durcheinander bringen. Im Moment zeigt er es aber einfach nicht."

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Roman Weidenfeller spricht in der Sendung Triple über BVB-Spieler Karim Adeyemi. Er ist der Meinung, dass der Deutsche den Unterschied machen könne, es aber aktuell nicht zeigt. Seine WM-Teilnahme sei dadurch gefährdet.

… über Rassismus im Fußball: "Es muss der Zeitpunkt kommen, an dem der Rassismus aus den Stadien herausgelangt, aus der Gesellschaft, aus der Welt. Wir beim Sport kennen normalerweise keinen Rassismus. Für uns sind alle Menschen gleich. Egal welche Hautfarbe, welche Religion, welche Sexualität. So sind wir aufgewachsen."

… darüber, ob Manuel Neuer der aktuell beste deutsche Torwart ist: "Er ist zwar gerade verletzt, aber er ist der beste deutsche Torwart. Auf jeden Fall."

Marcel Reif …

… über Jose Mourinho: "Ich bin kein Jose-Mourinho-Fan, weil ich ihn für einen Zyniker halte, dem Erfolg über alles geht und da geht er über Leichen."

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… über eine mögliche Sperre für Benficas Gianluca Prestianni, der Vinicius Jr. rassistisch beleidigt haben soll: "Wenn es so wäre, musst du ihn aus dem Verkehr ziehen. Weil er das, wofür Fußball hoffentlich auch noch ein bisschen steht, außer Multimillionen und Beratern und was weiß ich alles, weil er das damit massiv beschädigt hat."

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