Martin Demichelis bei RB Leipzig: Champions League als klares Saisonziel
Martin Demichelis hat die Qualifikation für die Champions League als klares Ziel von RB Leipzig ausgegeben. Der neue Leipzig-Trainer setzt dabei auf Aggressivität, Intensität und attraktiven Offensivfußball.
15.08.2026 | 15:45 Uhr
Vor dem Telekom Cup gegen den FC Bayern sprach Martin Demichelis über seine Motivation, seine Spielidee und die Erwartungen an die Saison. Der Argentinier will RB Leipzig zurück in die europäische Spitze führen.
Martin Demichelis über …
… seine Motivation, nach Leipzig zu kommen:
"Seit ich entschieden habe, diesen Weg als Trainer zu nehmen, hatte ich immer diesen Traum. Ich habe Jahre bei Bayern gespielt und bin danach beim Nachwuchs von Bayern als Trainer gestartet. Mein Traum war es, irgendwann nach Deutschland zu kommen. Nach meinen Erfahrungen in River Plate, wo meine erste Profi-Station war, gab es immer die Möglichkeit, nach Deutschland zu kommen. Deswegen freue ich mich sehr, endlich hier in Deutschland zu sein. Jetzt habe ich die große Möglichkeit, mit RB Leipzig zu zeigen, was wir leisten können. Jetzt sind wir bereit."
… den Spielstil von Leipzig und seine Ideen:
"Ich habe immer versucht, mit Aggressivität und Leidenschaft im Herzen zu spielen. Klar, als Trainer musst du auch an viele andere Komponenten denken, aber meine Prinzipien als Trainer und meine Methoden passen super zusammen mit RB Leipzig. Jetzt ist der Moment, das zu zeigen und mit Intensität und Aggressivität nach vorne zu spielen. Ich habe hier schon ein paar Sätze gelesen und gehört, aber es gibt einen, der mir besonders gefällt: Das Ziel ist, dass jeder Gegner egal ob zu Hause oder auswärts spürt, dass es heute gegen uns schwer wird. Auf der anderen Seite müssen wir eine Meisterschaft spielen, die sich alle Fans gerne ansehen."
… den Telekom Cup gegen den FC Bayern München:
"Ich freue mich sehr. Es ist ein guter Test für uns, das ist das Wichtigste. Wir müssen einen weiteren Schritt machen in unseren Ideen. Wir haben heute und gestern sehr gut trainiert. Es sind noch zwei Tage, bis wir nach München fliegen. Für mich ist es natürlich etwas Besonderes. Ich habe zwölf Jahre dort gelebt, acht davon als Spieler, vier Jahre als Trainer. Wieder in der Allianz Arena zu sein ist besonders. [ …] Ich habe drei Jahre mit Vincent [Kompany, Anm. d. Red.] gespielt und hatte eine gute Beziehung zu ihm. Man hat damals schon gemerkt, dass er ein Leader ist. Ich freue mich sehr, ihn in der Allianz Arena zu treffen. Es wird ein besonderer Moment, ganz klar."
… seine Erwartungen an das Spiel gegen die Bayern:
"Wir wollen eine gute Struktur gegen den Ball haben. Klar ist es nicht einfach, das in den Tests immer mit Leichtigkeit zu zeigen, aber wir müssen unsere Ideen weiterentwickeln. Wir werden versuchen, ein gutes Pressing zu zeigen, einen guten Moment gegen den Ball zu haben und das Gegenpressing auch in verschiedenen Aktionen zu zeigen. Gerade in Aktionen, wo du den Ball verlierst, und gegen Bayern wirst du den Ball sowieso verlieren. [ …] Deswegen hoffe ich, dass wir in diesen Themen einen riesigen Schritt nach vorne machen."
… seinen damaligen Trainer Manuel Pellegrini:
"Ich hatte das Glück, als Spieler so viele gute Trainer zu haben. Jeder war besonders. Jeder hatte seine Waffen, seine Stärken. Ich habe sieben Jahre unter Manuel [Pellegrini, Anm. d. Red.] gespielt. In Argentinien in River Plate, danach in Spanien, Malaga und danach drei Jahre in Manchester City. Er ist 72 Jahre alt, ich glaube der zweitälteste aktive Trainer und nicht nur ein Gentleman, sondern weiß generell von vielen Dingen, die ein Trainer braucht. Er weiß zu jedem Thema immer etwas Besonderes. Deswegen freue ich mich sehr, schauen wir mal, ob wir ihn in der Champions League treffen. Manuel ist eines meiner Vorbilder. [ …] Seine Karriere ist überragend. Er hat fast an jeder Station Titel gewonnen."
… seine Ziele für die Saison:
"Wir müssen unsere Ziele erreichen. Ich werde nicht lügen, ich muss meine Verantwortung akzeptieren. Wir müssen einen Champions-League-Platz erreichen. In der Champions League müssen wir eine gute Mannschaft sein. Aber das Wichtigste ist, dass jeder Gegner vor dem Spiel gegen Leipzig sagt: Heute gegen Leipzig wird es schwer werden. Auf der anderen Seite müssen die Fans sagen: Ich komme gerne in das Stadion und möchte diese Mannschaft sehen. Das ist mein Ziel."