Marie-Louise Eta sorgt für große Aufmerksamkeit bei Union Berlin

"In der ersten Reihe sitzen die, die immer hier sind", hieß es am Donnerstagmittag in Berlin-Köpenick. Über 40 Journalisten hatten sich zur ersten Pressekonferenz der neuen Union-Trainerin Marie-Louise Eta angemeldet.

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Marie-Louise Eta ist die erste Cheftrainerin der Bundesliga. Die neue Union-Trainerin spricht exklusiv gegenüber Sky Sport über den neuen Job, ihre Gefühlswelt, Hass im Netz und die sportliche Aufgabe Klassenerhalt

Einige kamen sogar aus Frankreich, Österreich und Spanien. So etwas gab es bei Union noch nie!

Selbst in der Champions-League-Saison vor dem Spiel gegen Real Madrid oder nach den Verpflichtungen von Robin Gosens oder Leonardo Bonucci hatte es im beschaulichen Köpenick keinen vergleichbaren Andrang gegeben.

Zu einer normalen Spieltags-Pressekonferenz finden sich immer so zwischen vier und acht Kollegen im Presseraum ein. Am Donnerstagmittag stieß der Raum an seine Kapazitätsgrenzen. Reporter-Kollegen, die schon sehr lange über Union berichten, nannten diese Ausnahmesituation humorvoll den "Eta-Tourismus". 14 Kamerateams waren bereits vor Ort, als Marie-Louise Eta pünktlich um 13:59 Uhr gemeinsam mit Medienchef Christian Arbeit den Raum betrat.

Ausverkauft: Der Presseraum von Union Berlin platzte am Donnerstag aus allen Nähten.
Image: Ausverkauft: Der Presseraum von Union Berlin platzte am Donnerstag aus allen Nähten.  © Imago

Sympathisch, klar, selbstbewusst

Die neue Trainerin - und erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte - stieg auf ein kleines Podest. "Damit mich auch alle gut sehen können", scherzte Eta, die 1,63 Meter groß ist. Den Überblick hat sie so oder so!

Auf ihrer ersten Pressekonferenz als Headcoach präsentierte sie sich genau so, wie wir Reporter sie in den vergangenen Jahren erlebt haben: sympathisch, klar, selbstbewusst.

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Inwiefern verändert sich für Marie-Louise Eta die Art der Ansprache bei ihrer ersten Trainerrolle im Männer-Fußball? Die Frage wurde der neuen Union-Trainerin öfter gestellt. Und ihre Antwort ist klar.

In den letzten fünf Saisonspielen wird Eta die Verantwortung tragen. Die Mission ist klar: Schon am Samstag gegen Wolfsburg gewinnen und sich somit rechnerisch dann wohl endgültig vom Abstiegskampf verabschieden. Und das ist Eta absolut zuzutrauen.

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Marie-Louise Eta ist die erste Cheftrainerin in der Bundesliga. Das sorgte in ganz Europa für Fragen. Aber das sollte es nicht, meint die neue Union-Trainerin und macht ein klares Statement zu Frauen in der Fußballwelt.

Eta lebt und liebt den Fußball

Ich habe sie in den vergangenen Jahren bei Union Berlin als fachlich wahnsinnig kompetent und akribisch erlebt. Sie lebt und liebt den Fußball - und das war ihr bei jedem Satz auf der Pressekonferenz anzumerken. Dass sie der Aufgabe und der Aufmerksamkeit absolut gewachsen ist, wenn am Samstag um 15:30 Uhr die Blicke Richtung Alte Försterei gehen, steht für mich außer Frage. Warum auch nicht? Nur weil sie eine Frau ist?

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"Loui", wie sie von allen genannt wird, dürfte sich nun vor allem darüber freuen, dass sie endlich Taten sprechen lassen kann. Ihre enorme Vorfreude auf das erste Spiel war ihr durchgehend anzumerken.

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In ihrer ersten Pressekonferenz spricht Marie-Louise Eta über ihre Gefühlswelt, nachdem sie den Anruf mit der Anfrage zur Cheftrainerposition erhalten hat. Für sie war klar, dass sie den Posten auf jeden Fall annehmen möchte.

"Eta-Tourismus" 2.0 am Samstag

Dann werden wir mit Sicherheit noch einmal den "Eta-Tourismus" erleben, die Pressetribüne wird pickepackevoll sein. Und in der kommenden Woche ist es dann hoffentlich vollends Normalität, wenn Eta am Mittwoch die Spieltags-Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Leipzig abhält.

Dann können sich wieder alle auf das konzentrieren, worum es wirklich geht: Fußball.

Mehr zum Autor Lisa de Ruiter

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