Leverkusen-Frust nach Arsenal-Elfer im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals
Ein Remis mit dem Leverkusen nicht zufrieden sein kann: Der Last-Minute-Elfer für Arsenal sorgt für Frust bei der Werkself.
11.03.2026 | 22:48 Uhr
Eine umstrittene Strafstoß-Entscheidung in der Schlussphase kostet Bayer Leverkusen den Sieg gegen Arsenal. Vor allem der Kapitän der Werkself findet nach dem Spiel klare Worte und kritisiert den Schiedsrichter scharf. Ausgerechnet ein Ex-Leverkusener sorgt für den Ausgleich.
Im Hinspiel des Champions League-Achtelfinals zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Arsenal kam es kurz vor Schluss zu einer strittigen Szene: Im Sechzehner grätscht Leverkusens Malik Tillman im Zweikampf mit Noni Madueke, der nach minimaler Berührung zu Boden geht. Schiedsrichter Halil Umut Meler zeigt zum Punkt – auch nach Rücksprache mit dem VAR bleibt er bei seiner Entscheidung. Kai Havertz schnappt sich den Ball und netzt in der 89. Minute zum 1:1 Endstand ein.
Andrich: "Das reicht doch nicht"
Eine Elfmeter-Entscheidung, die auf Unverständnis bei Robert Andrich stößt. Leverkusens Kapitän zeigt sich nach der Partie empört am Mikrofon bei DAZN . "Natürlich darf er (Malik Tillman, Anm. d. Red.) so nicht runtergehen", so der Torschütze zum 1:0 und weiter: "Aber das ist schon sehr sehr wenig (…) Mein Gefühl war auch, dass der kleine Kontakt kommt und er (Noni Madueke, Anm. d. Red.) dann ein bisschen später immer noch fällt. Wenn ich das noch zweimal sehe, dann ist es noch weniger. Wie man da nicht sagen kann: 'Nimm es bitte zurück'. Das reicht doch nicht!"
Kritik von Rolfes und Hjulmand, Erleichterung beim Torschützen
Simon Rolfes zeigt sich in der Mixed Zone im Nachgang ebenfalls sehr gefrustet: "Für mich ist das glasklar kein Elfmeter (…) Früher gab es mal internationale Härte. Heute sind wir davon weit entfernt." Der Leverkusener Sportgeschäftsführer ergänzt: "Es würde mich schon interessieren, was der VAR für einen Kontakt gesehen hat. Nicht einfach auf Verdacht, wenn einer zu Boden sinkt, dass man dann pfeift. Ein Schiedsrichter sollte schon was gesehen haben und da habe ich doch Zweifel, dass das so war."
Auch Leverkusen-Coach Kasper Hjulmand kritisiert die Strafstoß-Entscheidung bei DAZN: "Ich sehe keinen Kontakt und dann geht er runter. Das ist kein Elfmeter." Empörung auf der einen Seite, Erleichterung auf der anderen. Ausgerechnet Kai Havertz – selbst 150 Spiele im Trikot der Werkself absolviert – nutzt den umstrittenen Strafstoß und schenkt Leverkusen das Last-Minute-Gegentor ein. "Ich bin froh, dass ich angetreten bin, dass ich getroffen habe. Es tut mir natürlich leid für die Leverkusener, aber das ist Fußball", so der Stürmer der Gunners.
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