Jürgen Klopp vor erster DFB-Nominierung: Baumann bestätigt Kontakt, Burkardt hofft auf Kaderplatz

Jürgen Klopp steht vor seiner ersten Kader-Nominierung als Bundestrainer. Oliver Baumann ließ nach Hoffenheims Sieg gegen Stuttgart durchblicken, bereits Kontakt mit Klopp gehabt zu haben.

Oliver Baumann (re.) und Jonathan Burkardt äußern sich vor der ersten DFB-Nominierung von Jürgen Klopp.
Image: Oliver Baumann (re.) und Jonathan Burkardt äußern sich vor der ersten DFB-Nominierung von Jürgen Klopp.  © Imago

Während Baumann offenbar mehr weiß, hofft Jonathan Burkardt nach seinem starken Auftritt für Eintracht Frankfurt auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft.

Oliver Baumann weiß was - will es aber nicht sagen. "Ich hatte Kontakt zu ihm", antwortete der Torwart des Bundesligisten TSG Hoffenheim nach dem 2:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart auf die Frage hinsichtlich der ersten Kader-Nominierung des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp: "Alles andere wird man sehen, das soll er dann machen."

Baumann kann ohnehin nichts mehr machen. Wenn Klopp am Donnerstag die Öffentlichkeit über den Arbeitsplatz im deutschen Tor informiert, weilt der 36-Jährige auf einer beliebten Urlaubsinsel im Mittelmeer. Schließlich startet die TSG am Donnerstag bei OFI Kreta in die Europa League.

Die Werbetrommel für den Routinier rührten derweil andere. "Er ist ein sehr, sehr guter Torhüter. Und er hat die Rolle bei der WM herausragend angenommen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt", betonte Hoffenheims Geschäftsführer Andreas Schicker: "Aber wenn er nicht dabei ist, wird bei ihm keine Welt zusammenbrechen."

Baumann war vor der zurückliegenden WM-Endrunde in Nordamerika degradiert worden. Der ehemalige Bundestrainer und Hoffenheimer Ex-Coach Julian Nagelsmann hatte Manuel Neuer überraschend zurückgeholt und dem Münchner den Vorzug vor Baumann gegeben.

Wie sich Klopp entscheidet, ist noch offen. Nur Baumann weiß offenbar schon was.

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Burkardt hofft auf Anruf

Nach seinem starken Auftritt beim 3:1-Derbysieg von Eintracht Frankfurt in Mainz hofft Jonathan Burkardt in der kommenden Woche auf einen Anruf von Bundestrainer Klopp. "Das wäre schon schön", sagte der Eintracht-Stürmer mit Blick auf die anstehende Nominierung des Kaders für die vier Nations-League-Spiele der DFB-Auswahl Ende September und Anfang Oktober.

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Klopp saß am Samstag in Mainz auf der Tribüne und sah einen weiter verbesserten Burkardt, der ein Tor und eine Vorlage zum erst zweiten Frankfurter Bundesligasieg in Mainz beitrug. "Ich glaube, ich habe das heute gut gemacht. Aber das Wichtigste ist, dass wir als Eintracht Frankfurt in die richtige Richtung gehen. Dann wird alles Weitere auch kommen", sagte Burkardt.

Seit seinem Debüt im Oktober 2024 gegen Bosnien-Herzegowina hat Burkardt erst fünf Länderspiele absolviert. Nach einer durchwachsenen Vorsaison hatte er die WM im Sommer verpasst. Nun würde er unter Klopp nur allzu gerne richtig durchstarten.

Burkardt überzeugt mit Tor und Vorlage

An seiner alten Wirkungsstätte in Mainz war der 26-Jährige ein ständiger Unruheherd und neben Doppel-Torschütze Can Uzun sowie Torwart Noah Atubolu, der seine starke Leistung mit einem gehaltenen Elfmeter von Nationalspieler Nadiem Amiri krönte, einer der auffälligsten Eintracht-Profis. "Es hat mich sehr gefreut, dass Jonny in seinem alten Wohnzimmer getroffen hat", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter.

Den Jubel verkniff sich Burkardt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 kurz vor der Halbzeit aus Respekt vor den Mainzer Fans aber. "Ich hatte hier eine tolle Zeit, habe viel Wertschätzung erfahren und wurde extrem unterstützt von Mainz 05. Deswegen war mir das schon im Vorhinein klar", begründete Burkardt seine Zurückhaltung.

Die Erleichterung über den ersten Saisonsieg war dennoch riesengroß. "Das ist wirklich ein sehr, sehr gutes Gefühl, vor allem nach den ersten zwei Spieltagen, die schwierig für uns waren. Dass wir jetzt drei Punkte holen konnten in einem wirklich schweren Auswärtsspiel, wo sich die Eintracht in den letzten Jahren immer schwergetan hat, tut sehr, sehr gut", resümierte der Stürmer.

SID / dpa

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