Italiens Verbandspräsident Gravina & Buffon treten ab
Verbandspräsident Gabriele Gravina ist zwei Tage nach dem Scheitern der italienischen Nationalmannschaft in den WM-Playoffs zurückgetreten.
02.04.2026 | 17:54 Uhr
Diesen auch von der Politik geforderten Schritt verkündete die FIGC am Donnerstag nach einer Sondersitzung ihres Präsidiums.
Am 22. Juni soll es auf einer außerordentlichen Verbandsversammlung Neuwahlen geben. Am Dienstag hatte Italien auch die dritte WM-Endrunde in Folge verpasst, der viermalige Weltmeister unterlag Bosnien-Herzegowina im Elfmeterschießen. Auch Sportchef Gianluigi Buffon erklärte seinen Rücktritt. Dies teilte der Weltmeister-Torhüter von 2006 in einem emotionalen Post auf Instagram mit.
Wie Buffon mitteilte, habe er seinen Rücktritt intern schon eine Minute nach dem Ende des Spiels angeboten. "Man hat mich gebeten, noch etwas abzuwarten, damit alle die nötigen Überlegungen anstellen können", schrieb der 48-Jährige: "Nun, da Präsident Gravina zurückgetreten ist, fühle ich mich frei, das zu tun, was ich für verantwortungsvoll halte."
Trotz der Überzeugung und des großen Teamgeistes sei es nicht gelungen, das Hauptziel Weltmeisterschaft zu erreichen, fuhr Buffon fort. Er hatte seit September 2024 neben seiner Rolle als Delegationsleiter auch als Sportdirektor gearbeitet.
Forderungen nach Rücktritt
Die Personalie Gravina war in Italien schnell zum Politikum geworden. Zunächst hatte die zweitstärkste Regierungspartei Lega den Rücktritt des 72-Jährigen gefordert, dann sprach sich Sportminister Andrea Abodi für eine Demission des seit 2018 amtierenden Verbandschefs aus. Teile des Parlaments schlossen sich dieser Forderung an.
"Es ist offenkundig, dass der italienische Fußball neu aufgebaut werden muss. Dieser Prozess muss mit einer Erneuerung der Verbandsspitze beginnen", hatte Abodi gesagt.
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