Infantino stellt klar: Iran nimmt an WM 2026 in den USA teil
Ist der Iran trotz des Kriegs mit den USA bei der Fußball-WM dabei? FIFA-Präsident Gianni Infantino trifft eine klare Aussage.
30.04.2026 | 20:18 Uhr
Trotz geopolitischer Spannungen und anhaltender Sicherheitsdebatten hat FIFA-Präsident Gianni Infantino ein deutliches Signal gesetzt. Der Iran wird bei der WM 2026 antreten – und seine Spiele auch in den USA austragen. Für den FIFA-Chef kommt ein Ausschluss nicht infrage.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat zum Auftakt des FIFA-Kongresses in Vancouver unmissverständlich klargestellt, dass der Iran an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen wird. Trotz des militärischen Konflikts zwischen Iran und den USA gebe es für ihn keinen Zweifel am Verbleib des Teams im Turnier.
WM 2026: Fakten zur deutschen Nationalmannschaft
- Gruppe: E
- Gruppengegner: Curaçao, die Elfenbeinküste, Ecuador
- Trainer: Julian Nagelsmann
- Kapitän: Joshua Kimmich
- WM-Teilnahmen: 21
- Weltmeister-Titel: 4 (1954, 1974, 1990, 2014)
"Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt", sagte der Schweizer. Der Iran werde nicht nur bei der WM dabei sein, sondern auch Spiele auf US-amerikanischem Boden absolvieren. "Natürlich wird der Iran in den USA spielen", so Infantino.
Spannungen zeigen sich außerhalb des Spielfelds
Bereits zwei Wochen zuvor hatte der FIFA-Chef betont, dass der Iran "auf jeden Fall" an der WM teilnehmen werde. Diese Haltung steht im Kontrast zu Äußerungen aus den USA: Präsident Donald Trump hatte im März öffentlich von einer Teilnahme des Iran abgeraten und Sicherheitsbedenken geäußert. Außenminister Marco Rubio erklärte zwar, die Entscheidung liege beim Iran selbst, schränkte jedoch ein, dass mögliche Probleme weniger bei den Spielern als bei Begleitpersonen zu sehen seien.
Diese Stars verpassen die WM 2026
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Image: Serge Gnabry (Deutschland): Der Offensiv-Allrounder wird das Turnier aufgrund einer schweren Adduktorenverletzung verpassen. © Imago -
Image: Marc-Andre ter Stegen (Deutschland): Der Torhüter erlitt im Februar eine Oberschenkelverletzung und verpasst damit das Turnier. © Imago -
Image: Yann Aurel Bisseck (Deutschland): Der Double-Gewinner von Inter wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht berufen. © Imago -
Image: Niclas Füllkrug (Deutschland): Auch der 33-Jährige steht nicht im deutschen WM-Aufgebot. © Imago -
Image: Tim Kleindienst (Deutschland): Der Angreifer hat nach einer Seuchen-Saison nicht den Sprung ins Aufgebot geschafft. © DPA pa -
Image: Maximilian Mittelstädt (Deutschland): Der 29-jährige Verteidiger vom VfB Stuttgart wurde nicht für die Nationalmannschaft nominiert. © Imago -
Image: Josha Vagnoman (Deutschland): Wurde nicht für den Kader nominiert. © Imago -
Image: Chris Führich (Deutschland): Wurde nicht für das deutsche WM-Aufgebot berufen. © Imago -
Image: Robert Andrich (Deutschland): Der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen ist nicht berücksichtigt worden. © Imago -
Image: Xavi (Niederlande): Der Spurs-Wirbelwind hat beim Spurs-Auswärtssieg in Wolverhampton einen Kreuzbandriss erlitten und verkündete via Social Media sein WM-Aus. © Imago -
Image: Matthijs de Ligt (Niederlande): Der ehemalige Bayern-Verteidiger bestätigt, dass er nach einer Operation die WM verpassen wird. © DPA pa -
Image: Joao Pedro (Brasilien): Brasiliens Nationaltrainer Ancelotti verzichtet im Konkurrenzkampf in der Offensive unter anderem zugunsten von Neymar auf den Stürmer des FC Chelsea. © Imago -
Image: Eder Militao (Brasilien): Der Verteidiger von Real Madrid musste nach einer erneuten Oberschenkelverletzung operiert werden und wird rund fünf Monate ausfallen. © DPA pa -
Image: Rodrygo (Brasilien): Der Real-Star hat sich Anfang März im Spiel gegen FC Getafe einen Riss im vorderem Kreuzband im rechten Knie zugezogen und muss seinen WM-Traum begraben. © Imago -
Image: Joao Palhinha (l.) und Raphael Guerreiro (beide Portugal): Beide Spieler wurden nicht für den WM-Kader von Portugal nominiert. © Imago -
Image: Estevao (Brasilien): Das Toptalent verpasst sein erstes großes Turnier aufgrund einer schweren Oberschenkelverletzung. © DPA pa -
Image: Jack Grealish (England): Der Flügelspieler wird wegen einer schweren Fußverletzung (Ermüdungsbruch) nicht bei der WM antreten können. © Imago -
Image: Samu Aghehowa (Spanien): Der Angreifer des FC Porto hat einen Kreuzbandriss und wird noch monatelang fehlen. © Imago -
Image: Joaquin Panichelli (Argentinien): Der 23-jährige Angreifer war Führender der Ligue-1-Torjägerliste, erlitt dann aber einen Kreuzbandriss und muss seinen WM-Traum begraben. © Imago -
Image: Hugo Ekitike (Frankreich): Der Stürmer hat sich im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen PSG einen Achillessehnenriss zugezogen und wird monatelang ausfallen. © Imago -
Image: Randal Kolo Muani (Frankreich): Der Stürmer wurde von Nationaltrainer Didier Deschamps nicht für den 26er-Kader nominiert. © Imago -
Image: Thiago Silva (Brasilien): Trotz guter Form und portugiesischer Meisterschaft mit dem FC Porto setzt Ancelotti in der Defensive auf eine neue Generation und verzichtet auf den Routinier. © Imago -
Image: Eduardo Camavinga (Frankreich): Der Real-Star wurde von Nationaltrainer Didier Deschamps nicht für den 26er-Kader nominiert. © Imago -
Image: Kingsley Coman (Frankreich): Der Ex-Bayern-Star wurde von Nationaltrainer Didier Deschamps nicht für den 26er-Kader nominiert. © Imago -
Image: Fermin Lopez (Spanien): Der Mittelfeldspieler zog sich einen Mittelfußbruch zu und musste operiert werden. Die Verletzung kostet ihm die WM-Teilnahme. © Imago -
Image: Christopher Nkunku (Frankreich): Der Ex-Leipziger wurde von Nationaltrainer Didier Deschamps nicht für den 26er-Kader nominiert. © Imago -
Image: Richarlison (Brasilien): Der Angreifer wurde von Ancelotti nicht berücksichtigt, nachdem er bei Tottenham als auch in der Nationalmannschaft zuletzt nicht mehr konstant überzeugen konnte. © Imago -
Image: Kaoru Mitoma (Japan): Der Tempodribbler ist aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht für den Kader nominiert worden. © Imago -
Image: Takumi Minamino (Japan): Der Angreifer von der AS Monaco ist nach seinem Kreuzbandriss nicht rechtzeitig fit geworden. © Imago -
Image: Hugo Larsson (Schweden): Nicht nominiert © Imago -
Image: Benjamin Pavard (Frankreich): Nicht nominiert © Imago -
Image: Lois Openda (Belgien): Nicht nominiert © Imago -
Image: Junior Kroupi (Frankreich): Nicht nominiert © DPA pa -
Image: Daniel Carvajal (Spanien): Nicht nominiert. © Imago -
Image: Alvaro Morata (Spanien): Nicht für den Kader nominiert. © Imago -
Image: Luis Suarez (Uruguay): Wurde von Nationaltrainer Marcelo Bielsa nicht nominiert. © Imago -
Image: Robert Lewandowski (Polen): Nicht qualifiziert © Imago -
Image: Victor Osimhen (Nigeria): Nicht qualifiziert © DPA pa -
Image: Khvicha Kvaratskhelia (Georgien): Nicht qualifiziert © Imago -
Image: Serhou Guirassy (Guinea): Nicht qualifiziert © Imago -
Image: Dominik Szoboszlai (Ungarn): Nicht qualifiziert © Imago -
Image: Gianluigi Donnarumma (Italien): Nicht qualifiziert © Imago -
Image: Dusan Vlahovic (Serbien): Nicht qualifiziert © Imago
Aktuell gilt zwischen den beiden Staaten zwar eine Waffenruhe, die Gespräche über eine dauerhafte Lösung des Konflikts sind jedoch ins Stocken geraten. Auch abseits des Spielfelds zeigen sich die Spannungen: Der iranische Fußball-Verband war beim Kongress in Vancouver nicht vertreten. Verbandspräsident Mehdi Tadsch wurde Medienberichten zufolge bei der Einreise nach Kanada abgewiesen. Bereits bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington fehlte eine iranische Delegation.
Infantino: Ein Ausschluss des Irans steht nicht zur Debatte
Sportlich ist die Lage klar: Der Iran tritt bei der WM in Gruppe G gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland an. Die vorgesehenen Spielorte liegen im Raum Los Angeles sowie in Seattle. Zwischenzeitlich hatte der Verband geprüft, ob die Partien alternativ im Co-Gastgeberland Mexiko ausgetragen werden könnten.
FIFA-Weltmeisterschaft 2026™
- Datum: 11. Juni - 19. Juli 2026
- Orte: USA, Mexiko, Kanada (16 Stadien)
- Eröffnungsspiel: Aztekenstadion (Mexiko, 11. Juni)
- Finale: New York New Jersey (USA, 19. Juli)
- Teilnehmer: 48 Nationen
- Spielmodus: Rundenturnier (12 Gruppen à 4 Teams), K.-o.-System
Für Infantino ist jedoch klar: Ein Ausschluss steht nicht zur Debatte. "Es gibt genug Probleme und genug Menschen, die entzweien", sagte er mit Blick auf die Weltlage. Der Fußball habe dagegen "Kraft" und "Magie". Seine Botschaft: "Gemeinsam sind wir unschlagbar."
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